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28.09.2021 22:38

Tesla-Rivale Li Auto streicht Auslieferungsprognose für das dritte Quartal zusammen

Schwieriges Umfeld: Tesla-Rivale Li Auto streicht Auslieferungsprognose für das dritte Quartal zusammen | Nachricht | finanzen.net
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Die Chipkrise belastet den Autosektor weiterhin massiv. Nachdem sich Anfang September schon der chinesische Elektroautobauer NIO gezwungen sah, seine Auslieferungsprognose nach unten anzupassen, folgte nun auch Tesla-Rivale Li Auto.
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• Li Auto leidet unter Chipmangel
• Auslieferungsprognose für das dritte Quartal 2021 nach unten geschraubt
• Schwieriges Umfeld bringt auch andere E-Autobauer unter Druck

Der Automarkt bleibt aufgrund der Chipknappheit weiter unter Druck. Schon vor der Coronakrise sahen sich die Halbleiterhersteller einer wachsenden Nachfrage gegenüber, die auf die zunehmende Bedeutung des EV-Markts weltweit zurückzuführen ist. Die Coronakrise tat ihr Übriges, um das ohnehin knappe Angebot durch Produktionsstillstände und Unterbrechungen der Lieferketten zusätzlich zu belasten.

Coronakrise belastet weiterhin

Dass die Gefahr durch Corona für die Autohersteller noch immer nicht gebannt ist, wurde zuletzt einmal mehr deutlich, als der chinesische Elektro-Überflieger Li Auto sich dazu gezwungen sah, seine Prognose zu den Auslieferungen im dritten Quartal 2021 nach unten zu korrigieren. Konkret nannte der Autobauer in der zugehörigen Pressemitteilung hier die aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Malaysia als Ursache. Statt 25.000 bis 26.000 Auslieferungen visiert das Unternehmen nun nur noch 24.500 ausgelieferte Fahrzeuge an. Darüber hinaus informierte Li Auto, die Chip-Situation weiterhin genau beobachten zu wollen und eng mit den eigenen Zulieferern zusammenzuarbeiten, damit weitere negative Auswirkungen auf die Fahrzeugproduktion minimiert werden können.

Prognosesenkung setzt Li Auto-Aktie unter Druck

Die Nachricht kam bei den Anlegern nicht gut an: Die Li Auto-Aktie sackte am Berichtstag an der NASDAQ letztlich um 7,5 Prozent auf 26,91 US-Dollar ab und zog auch andere EV-Hersteller im Sog mit nach unten. Auch auf das ganze Jahr bezogen sieht es für das Papier des EV-Herstellers nicht gut aus. Seit Jahresbeginn hat der Anteilsschein von Li Auto bereits 9,43 Prozent verloren. In den letzten drei Monaten ging es mit einem Abschlag von über 25 Prozent noch deutlicher bergab.

Dabei ist der Markt für Elektro-Fahrzeuge in der Volksrepublik ungebrochen stark. Wie Forbes erklärt, seien die Auslieferungszahlen von Elektrofahrzeugen im August 2021 im Vergleich zum Vorjahr um satte 200 Prozent auf 249.000 Einheiten gestiegen.

Gestiegene regulatorische Risiken

Dass sich die chinesischen E-Fahrzeughersteller aktuell dennoch mit Schwierigkeiten konfrontiert sehen, liegt nicht nur an der anhaltenden Chipkrise, sondern wird zusätzlich noch durch ein schwieriges regulatorisches Umfeld hervorgerufen. So äußerte sich der chinesische Minister für Industrie und Informationstechnologie erst kürzlich dahingehend, dass das Land über "zu viele" EV-Unternehmen verfüge, wie Forbes schreibt. Schon große Technologie- und Internetfirmen haben in diesem Jahr mit strengen regulatorischen Vorgaben zu kämpfen gehabt, weshalb Marktbeobachter fürchten, dass auch für Elektroauto-Produzenten mehr Beschränkungen drohen könnten.

Evergrande-Krise belastet zusätzlich

Zusätzlich wird China derzeit durch die Krise des chinesischen Immobilien-Riesens Evergrande belastet. Der Konzern hat eine Schuld in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar angehäuft und sieht sich außer Stande, die Zinsen seiner Kredite zu bezahlen. Aus diesem Grund sind Anleger besorgt, der Immobilien-Gigant könnte pleitegehen und damit auch das chinesische Bankensystem mit belasten, was wiederum Ängste um eine erneute Finanzkrise schürt.

Angesicht dieser herausfordernden Ausgangslage ist es nicht weiter verwunderlich, dass Li Auto nicht das einzige chinesische EV-Unternehmen ist, das seine Prognose für das dritte Quartal senken musste. So gab auch Tesla-Rivale NIO Anfang September bekannt, sein Auslieferungsziel für das laufende Quartal von zuvor 23.000 bis 25.000 Fahrzeuge auf nunmehr 22.500 bis 23.500 Einheiten zu reduzieren.

Inwiefern sich die Lage für Elektroautobauer in China in der nahen Zukunft verbessern wird, ist aktuell noch nicht recht absehbar. Wie Forbes zu bedenken gibt, dürften Li Auto-Anleger jedoch etwas dadurch getröstet werden, dass die aktuellen Probleme nicht auf strukturelle Schwachpunkte zurückgehen. Wann jedoch die Erholung einsetzt, hängt auch zu einem Großteil von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Robert Way / Shutterstock.com

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