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10.01.2019 21:43
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Apple hat in China deutlich mehr Baustellen als nur das iPhone

Steigende Unbeliebtheit?: Apple hat in China deutlich mehr Baustellen als nur das iPhone | Nachricht | finanzen.net
Steigende Unbeliebtheit?
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Mit Blick in Apples jüngste Vergangenheit wird deutlich: Der iKonzern hat mit etlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Besonders das belastete China-Geschäft kam bei den Anlegern nicht gut an. Wie es in naher Zukunft weitergeht, hängt dabei besonders von einem Faktor ab.

Apples Absatzschwierigkeiten in China

In der vergangenen Woche meldete der Tech-Riese Apple eine Umsatzwarnung: Zu leiden hatte insbesondere das Kernprodukt iPhone in China, wo dessen Erlöse deutlich schrumpften. Apple musste seine Prognose anpassen, nachdem das Weihnachtsgeschäft deutlich schlechter als erwartet lief. Grund dafür sei in erster Linie die Wirtschaftsabkühlung in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. Analyst Toni Sacconaghi von Bernstein Research betonte allerdings, es scheine als habe der iKonzern wesentliche Marktanteile in China trotz neuer Produkte verloren. Doch die Gründe für den Absatzrückgang könnten noch tiefgreifender sein.

Handelsstreit belastet

Neben den bereits genannten Faktoren, hatte auch die konfliktreiche Beziehung zwischen China und den USA Auswirkungen auf die Absatzzahlen. Im Rahmen des Handelsstreites mögliche iPhone-Zölle und Produktionsschwierigkeiten lasteten auf dem Anlegervertrauen und ließen die Aktie des iKonzern zurückgehen. Wie Factset-Daten verlauten, macht das China-Geschäft 18,3 Prozent des Umsatzes von Apple aus. Das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump könnte dementsprechend negativen Einfluss auf diese Zahlen genommen haben, da die chinesische Bevölkerung vermutlich durch die getrübte Beziehung inzwischen von US-Marken weniger überzeugt ist, heißt es bei "TheStreet".

Begeisterung für US-Marken scheint rückläufig

Stanley Chao, der US-Unternehmen beim Verkauf auf dem chinesischen Markt berät, erklärt gegenüber "TheStreet", wie genau der Handelsstreit die Absatzzahlen beeinflussen konnte: Die chinesischen Konsumenten griffen seiner Meinung nach in jüngster Vergangenheit weniger zu amerikanischen Produkten - wie dem iPhone - aufgrund der angespannten Stimmung. Während seiner Aufenthalte in China im vergangenen Jahr, habe er festgestellt, dass sich eine Art Anti-Haltung gegenüber US-Marken eingestellt habe, die potenzielle Käufer in Richtung nationaler Hersteller treibe: "Warum sollte ich ein US-Produkt kaufen, wenn die USA uns so sehr hassen? Es gibt jetzt so viele Optionen - Huawei, Samsung usw., also kaufe ich einfach eines davon und unterstütze nicht die USA", denken laut Chao viele Verbraucher in China. Auch andere Konzerne bekommen wohl die veränderte Gemütslage zu spüren, die durch das Vorgehen des US-Präsidenten entfacht wurde. "Leider vertritt Trump Apple, Starbucks, McDonalds" - kommentiert der Unternehmensberater den Einfluss der rückläufigen Markenüberzeugung.

Herausforderung China-Geschäft

Bezüglich der Absatzzahlen schlugen einige Analysten offenbar bereits vor, die Kaufpreise für die neuesten Modelle (iPhone XS, XS Max, XR) zu senken, um den Kauf eines Apple-Smartphones attraktiver zu gestalten. Auf der anderen Seite gehen wohl einige Experten davon aus, dass die schwächeren Absatzzahlen in China von einem stärkeren Dienstleistungsgeschäft auf lange Sicht ausgeglichen werden könnten, so "TheStreet" weiter. An Kryptowährungen interessiert? - Bitcoin handeln - So geht's. Dan Clifton, Leiter der Politikforschung bei Strategas Research, fasste die aktuelle Lage in einem Gespräch mit "CNBC" zusammen: Anleger versuchen derzeit abzuwägen, ob Apples Probleme von der sich abkühlenden chinesischen Wirtschaft, der neuen iPhone-Generation oder von einem möglichen Boykott von US-Produkten herrühren.

Wie sich die Stimmung gegenüber der Marke Apple und anderen US-amerikanischen Unternehmen entwickelt, bleibt je nach Fortgang des Handelsstreites noch abzuwarten. Zumindest könnten die am Montag wieder aufgenommenen Gesprächen, welche nach einer eintägigen Verlängerung mit guter Stimmung beendet wurden, die offenbar negative Einstellung der chinesischen Konsumenten wieder etwas aufhellen. Gegenüber "CNBC" äußerte Apple-Chef Tim Cook vor einigen Tagen etwas Optimismus in Bezug auf das jüngste Treffen - durch diese Bewegung im Konflitk zwischen den USA und China sei er "aufgemuntert" worden.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Phuong D. Nguyen / Shutterstock.com, Apple, Anton_Ivanov / Shutterstock.com, Adam Berry/Getty Images

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