Technotrans: Unerwartet schwach
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Technotrans verfehlt mit einem Umsatz von 244 Mio. Euro knapp die eigene Prognose, steigert aber das EBIT deutlich um 40 Prozent. Nach einem schwachen vierten Quartal bleibt die Aktie vorerst nur eine Beobachtungsposition.
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Mit durchwachsenen vorläufigen Jahreszahlen hat sich die Technotrans SE zu Wort gemeldet. Zwar konnte der Anbieter von industriellen Thermomanagement-Lösungen seinen Umsatz im Gesamtjahr 2025 um 2,5 Prozent auf 244,0 Mio. Euro steigern, damit blieb er jedoch unter der Prognosespanne des Managements von 245 bis 265 Mio. Euro. Isoliert betrachtet kam es dabei im vierten Quartal aufgrund einer „unerwarteten Kundenzurückhaltung“ sogar zu einem leichten Umsatzrückgang von 3,4 Prozent.
EBIT steigt deutlich
Ähnliches gilt für das EBIT, das im vierten Quartal ebenfalls leicht auf rund 4,5 Mio. Euro nachgegeben hat. Auf Jahressicht kam es aber dennoch zu einer kräftigen Steigerung des operativen Gewinns um rund 40 Prozent auf 17,3 Mio. Euro. Das entspricht einer EBIT-Marge von 7,1 Prozent, womit zumindest das untere Ende der prognostizierten EBIT-Spanne von 7 bis 9 Prozent erreicht wurde.
Mittelfristprognose bestätigt
Für die Zukunft sieht das Management Technotrans angesichts der gestiegenen Profitabilität nun aber optimal aufgestellt für weiteres Wachstum und bekräftigte noch einmal seine Mittelfristziele, die bis 2030 einen Umsatz von über 350 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge von 9 bis 12 Prozent vorsehen. Dafür soll vor allem die Expansion in Boommärkten wie der Elektromobilität und Kühlung von Rechenzentren, aber auch in den Fokusmärkten Healthcare und Print weiter vorangetrieben werden.
Vorerst kein Kauf
Die aktuelle Bewertung setzt allerdings auch weiteres Wachstum voraus. Denn angesichts eines Börsenwertes von gut 200 Mio. Euro sollte in diesem Jahr bei einem zumindest moderaten Umsatzzuwachs ein operativer Gewinn um die 20 Mio. Euro stehen bleiben, um weiteres Kurspotenzial zu rechtfertigen. Die Börse zeigt sich davon vorerst nicht überzeugt und schickt die Aktie in einer ersten Reaktion um rund 6 Prozent in die Tiefe. Die Skepsis erscheint auch angebracht, weitere Erkenntnisse sollten die finalen Jahreszahlen mitsamt der Prognose für 2026 am 24. März bringen. Bis dahin erscheint ein Einstieg nicht ratsam.
Überzeugendes konnte hingegen der Softwarespezialist B+S Banksysteme mit seinen Halbjahreszahlen vermelden. Bei zweistelligem Wachstum und einer zweistelligen Marge bietet die niedrige Bewertung hier viel Kursfantasie: zum Artikel
Sehr vielversprechend sieht es auch bei 2G aus. Das Unternehmen verzeichnet einen sehr lebhaften Auftragseingang und steht vor einer Phase starken Wachstums, sowohl 2026 als auch in den Folgejahren: zum Artikel
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