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02.08.2018 10:40
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David Einhorn: Performance seines Hedgefonds "weit schlimmer als wir uns hätten ausmalen können"

Trotz Bullenmarkt: David Einhorn: Performance seines Hedgefonds "weit schlimmer als wir uns hätten ausmalen können" | Nachricht | finanzen.net
Trotz Bullenmarkt
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David Einhorn zählt zu den erfolgreichsten Wall Street-Größen unserer Zeit. Doch mit der derzeitigen Performance seines Hedgefonds ist er sehr unzufrieden. Sie sei sogar noch "schlechter als befürchtet", räumte er nun ein.
Trotz des derzeitigen Bullenmarktes verlor Greenlight Capital im zweiten Quartal 5,4 Prozent. Damit kommt der Hedgefonds im bisherigen Jahresverlauf auf einen Verlust von insgesamt 18,3 Prozent, berichtet der US-Sender "CNBC" unter Berufung auf einen Brief, der an die Investoren des Fonds gerichtet ist. Im Vergleich dazu habe der S&P-500-Index bis Ende Juni um 2,6 Prozent zugelegt.

David Einhorn räumt Fehler ein

Wie aus dem Brief hervorgehe, haben inzwischen wohl einige Investoren die Geduld verloren und sind aus dem Fonds ausgestiegen. Auch Einhorn selbst ist unzufrieden und hat Fehler eingestanden: "Während der letzten drei Jahre waren unsere Ergebnisse deutlich schlechter als wir uns dies hätten vorstellen können - obwohl es einen Bullenmarkt gab", erklärte der US-Milliardär.

Laut Einhorn wurden einige Fehler gemacht - der größte sei gewesen, nicht zu erkennen, dass SunEdison im Jahr 2015 ein Schwindel gewesen sei. Außerdem strauchle man wegen zwei weiterer bedeutender Investmentpositionen: General Motors und das a MetLife-Spin-off Brighthouse Financial. Er bedauert zudem, das Potenzial von Amazon nicht erkannt zu haben.

Einhorn verzockt sich mit Wetten auf Tesla-Kursverfall

Auch mit riskanten Wetten auf einen Kursverfall des Elektroauto-Herstellers Tesla hat der US-Hedgefonds anscheinend viel Geld verloren. Wie hoch diese Verluste genau sind, wurden zum Leidwesen der Investoren jedoch nicht veröffentlicht.

Wie "Reuters" berichtet, hält Einhorn, der zu den schärfsten Kritikern von Tesla-Chef Elon Musk gehört, aber trotzdem an seinem pessimistischen Ausblick für Tesla fest. Seiner Meinung nach beschädigen die Negativ-Schlagzeilen rund um das Modell 3 die Marke. Außerdem bezweifelte er, dass es auf absehbare Zeit oder gar überhaupt profitabel produziert werden könne.

Optimismus bei Einhorn

In seinem Brief an die Investoren erläutert Einhorn, dass bereits einiges unternommen wurde, um die Verluste von Greenlight Capital abzumildern. So seien die Short-Positionen für die Netflix-Aktie abgedeckt worden und die Short-Positionen für Athenahealth wurden getradet.

Ein wesentlicher Grund für die Underperformance seines Hedgefonds sieht David Einhorn auch darin, dass sich Aktien, die nicht zu den Anlegerlieblingen zählen, derzeit nicht so gut entwickeln. Value-Investing, auf das er seinen Fokus richtet, sei aktuell nicht in Mode, erklärt der Fondsmanager. Stattdessen würden sich Aktien von Wachstumsunternehmen sehr stark entwickeln.

Aber David Einhorn ist auch davon überzeugt, dass sich dieser Trend schließlich umkehren wird. Auch wenn der Markt derzeit sage, dass man fast alles falsch mache, so glaubt er trotzdem, dass sein Portfolio auf die Zukunft gesehen viel Sinn ergebe, zeigt sich die Wall Street-Größe gegenüber den Anlegern optimistisch.

Redaktion finanzen.net mit Material von Reuters

Bildquellen: Ioana Davies (Drutu) / Shutterstock.com, Greenlight Capital, Paul Bereswill/Getty Images, Robert Crum / Shutterstock.com

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