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11.06.2020 22:06

Just Eat Takeaway schluckt GrubHub - GrubHub-Aktie stark, Just Eat-Aktie bricht zweistellig ein

Übernahme: Just Eat Takeaway schluckt GrubHub - GrubHub-Aktie stark, Just Eat-Aktie bricht zweistellig ein | Nachricht | finanzen.net
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Im Geschäft mit Essenslieferungen entsteht ein transatlantisches Schwergewicht.
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Die britisch-niederländische Firma Just Eat Takeaway.com übernimmt den US-Rivalen GrubHub. Damit kommt der Fahrdienst-Vermittler Uber, der als wahrscheinlicher Käufer von GrubHub gehandelt wurde, nun doch nicht zum Zug. Laut US-Medienberichten soll auch der deutsche Konkurrent Delivery Hero Interesse gezeigt haben.

Just Eat Takeaway will den Kaufpreis komplett in eigenen Aktien zahlen und akzeptiert dabei einen Aufschlag von 27 Prozent auf den jüngsten Schlusskurs von GrubHub. Die Unternehmen einigten sich auf 75,15 Dollar pro Aktie, wie sie nach US-Börsenschluss in der Nacht auf Donnerstag mitteilten. Damit werde GrubHub bei der Übernahme insgesamt mit rund 7,3 Milliarden Dollar (6,4 Mrd Euro) bewertet.

Durch den Zusammenschluss entsteht den Unternehmen zufolge der größte Essenslieferkonzern außerhalb Chinas. Die Transaktion soll im ersten Quartal 2021 abgeschlossen werden.

Anleger reagierten mit gemischten Gefühlen auf die geplante Übernahme

Die GrubHub-Aktie reagierte im NYSE-Handel am Donnerstag zwar mit einem Anstieg von letztendlich 4,64 Prozent auf 61,75 US-Dollar, notierte damit aber deutlich unter den gebotenen 75,15 Dollar.

Ein Grund könnte die geplante Bezahlung in Aktien von Just Eat Takeaway sein. Vielen Anlegern ist bei einer Übernahme Bares lieber.

Analyst Hubert Jeaneau von der Schweizer Großbank UBS verwies zudem auf den harten Wettbewerb im Markt für Essenslieferungen. Allerdings biete gerade der US-Markt aber auch reichlich Möglichkeiten. Die Aktionäre von Just Eat Takeaway scheinen ebenfalls Positives und Negatives zu sehen. Der Aktienkurs schwankte am Donnerstag zwischen Gewinnen und Verlusten. Zuletzt fielen die Papiere um rund ein halbes Prozent.

So hatte Medienberichten zufolge der Konkurrent Uber bereits im Februar Übernahmegespräche mit GrubHub angeschoben. Denn: Der Fahrdienst-Vermittler will sein Lieferangebot Uber Eats ausbauen. Gerade in der Corona-Krise boomt das Geschäft der Essenszusteller. Ein Zusammenschluss von GrubHub und Uber Eats hätte aber an wettbewerbsrechtlichen Bedenken scheitern können, weil beide vor allem auf dem US-Markt aktiv sind. Dieses Problem dürfte es nun nicht geben, da Just Eat Takeaway dort bislang gar nicht vertreten ist.

Uber erklärte nach Bekanntgabe des Deals, die Branche brauche eine Konsolidierung. "Das bedeutet nicht, dass wir an jedem Deal, zu jedem Preis, mit jedem Player interessiert sind." Laut früheren Medienberichten soll Uber 68 Dollar je GrubHub-Aktie geboten haben.

Nach Informationen der "Financial Times" hatte Uber im vergangenen Jahr bereits versucht, den GrubHub-Rivalen DoorDash zu übernehmen, blitzte aber ab. Auch nachdem GrubHub mehrere Konkurrenten wie Eat24 oder Foodler schluckte, ist die Firma im US-Markt immer noch kleiner als DoorDash.

Just Eat Takeaway entstand selbst erst im Frühjahr, ebenfalls durch einen Zusammenschluss. Die niederländische Firma Takeaway übernahm den britischen Wettbewerber Just Eat.

Nach den kräftigen Vortagesverlusten im Zuge der sich anbahnenden Übernahme des US-Essenslieferdienstes GrubHub haben die Papiere von Just Eat Takeaway.com am Donnerstag letztlich weiter nachgegeben. Marktteilnehmer sehen Risiken.

An der Euronext waren die Anteilsscheine des britischen-niederländischen Unternehmens nach schwachem Start zunächst ins Plus gedreht, gaben die Gewinne dann aber wieder ab und schlossen 3,8 Prozent im Minus. Die Papiere von Just Eat Takeaway.com hatten am Vortag mit hohen Kursverlusten im zweistelligen Prozentbereich auf die offizielle Bekanntgabe von Übernahme-Gesprächen reagiert.

In der Nacht auf Donnerstag wurde dann der Deal bekannt gegeben. Just Eat Takeaway und Grubhub einigten sich auf einen Kaufpreis von 75,15 Dollar pro Aktie. Damit wird Grubhub bei der Übernahme insgesamt mit rund 7,3 Milliarden Dollar (6,4 Milliarden Euro) bewertet. Just Eat zahlt damit einen Aufschlag von 27 Prozent auf den jüngsten Grubhub-Schlusskurs. Die Papiere von Grubhub stiegen zuletzt in New York um rund fünf Prozent.

Durch den Zusammenschluss entsteht den Unternehmen zufolge der größte Essenslieferkonzern außerhalb Chinas. Eigentlich hatte der Fahrdienstvermittler Uber mit seinem Service Uber Eats als Favorit auf eine Grubhub-Übernahme gegolten, laut US-Medien soll auch der deutsche Konkurrent Delivery Hero Interesse gezeigt haben.

Am Donnerstag schlossen die Papiere von Delivery Hero in einem sehr schwachen Gesamtmarkt nur leicht im Minus. Analysten hatten eine Wahrscheinlichkeit einer Expansion von Delivery Hero in den US-Markt zuvor bereits als eher gering bezeichnet. Sie waren erst Ende vergangenen Jahres weiter in Asien vorgestoßen und hatten sich die Mehrheit an der südkoreanischen Woowa gesichert.

Von dem Just Eat-Grubhub-Deal zeigten sich die Experten nun zunächst überrascht. Das Synergien-Potenzial sei begrenzt, der Markt sehr wettbewerbsintensiv, schrieb Hubert Jeaneau von der Schweizer Bank UBS. Hier müsse Just Eat Takeaway viel investieren, mit unsicherem Ergebnis. Andererseits biete der US-Markt auch große Chancen.

Analyst Marcus Diebel von JPMorgan argumentierte ähnlich. Auch bei Barclays zeigte man sich überrascht davon, dass sich ein europäischer Essenslieferdienst in den US-Markt wage. Der Experte Giles Thorne von Jefferies schrieb, es dürfte keine leichte Aufgabe werden, die Aktionäre von Just Eat Takeaway.com von dem Deal zu überzeugen.

/hbr/DP/he

AMSTERDAM/CHICAGO (dpa-AFX)

Bildquellen: rafapress / Shutterstock.com

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