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15.05.2019 18:34
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Der Handelskonflikt bereitet diesen beiden Investoren wenig Kopfzerbrechen

USA vs. China: Der Handelskonflikt bereitet diesen beiden Investoren wenig Kopfzerbrechen | Nachricht | finanzen.net
USA vs. China
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Der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China wirkte sich am Anfang der Woche deutlich auf die Börsen aus. Indizes wie der S&P 500 oder der Dow Jones mussten große Einbußen hinnehmen. Diese zwei bekannten Investoren machen sich jedoch keine großen Sorgen wegen des Handelskonflikts.
Die Rede ist von Mario Gabelli von Gabelli Asset Management und Lee Cooperman, US-amerikanischer Milliardär und Hedgefonds-Manager bei Omega Advisors. Ihre Aussagen zum Handelskonflikt tätigten sie vergangenen Donnerstag gegenüber CNBC. Obwohl es beim Thema Handelsstreit ständig zu neuen Eskalationen kommt, sind ihre Grundansichten sicherlich auch nach den erneuten Drohungen gleich.

Eskalation zwischen den USA und China

Am Freitag vergangener Woche eskalierte der Handelskonflikt. US-Präsident Donald Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping tauschten wilde Drohungen aus, die die gesamte Weltwirtschaft belasten könnten. Die Eskalation begann damit, dass die USA Anfang vergangener Woche Sonderzölle auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von zehn auf 25 Prozent erhöhte. Als wäre das nicht genug, kündigte die USA dann Ende der Woche an, die Zölle auszuweiten und zwar auf alle Importe aus China im Wert von 325 Milliarden US-Dollar.

China reagierte ebenso aggressiv: Am Montag, dem ersten Handelstag nach der Ankündigung der USA, erklärte China, ab dem 1. Juni Sonderzölle auf US-Importe im Wert von 60 Milliarden US-Dollar auf bis zu 25 Prozent auszuweiten. Sowohl amerikanische als auch chinesische Indizes sind durch die erneuten Drohungen belastet worden. Mittlerweile gaben beide Parteien an, wieder Gespräche aufnehmen zu wollen, die den Handelskrieg lösen könnten.

Vernünftige Bewertungen und taubenhafte Fed

Doch wie kann es sein, dass sich Gabelli und Cooperman über den nun schon so lange schwelenden Handelskonflikt keine großen Sorgen machen? Die Gründe liegen in den starken wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. So erklärt Cooperman, dass die derzeitigen Bewertungen am Aktienmarkt durchaus "vernünftig" seien. Ein Bullenmarkt-Zyklus aber ende nicht, wenn die Bewertungen fair seien, sondern nur, wenn die Werte überbewertet seien.

Was man derzeit - ergo bis Donnerstag letzter Woche - an den Märkten beobachten konnte, sei nur eine "Verlangsamung", aber noch lange keine Rezession, die Bewertungen seien bei Weitem nicht spekulativ. "Die Märkte sind okay", äußert Cooperman, er fahre zwar nicht auf den S&P 500 ab, möge dafür aber einige individuelle Aktien.

Auch die taubenhafte Zinspolitik der Fed, die dieses Jahr voraussichtlich die Zinsen niedrig halten wird, um die Wirtschaft anzukurbeln, sieht er als einen Faktor, der Sicherheit an den Märkten gibt. Momentan sei die Fed alles andere als "feindselig". "Die Bedingungen für einen großen Abschwung sind nicht gegeben", so Cooperman gegenüber CNBC.

Lösung für den Handelskonflikt unabdinglich

Gabelli teilt Coopermans Meinung. Auch den Handelskonflikt sieht er als etwas, das schon lange nötig war. "Normalerweise haben wir ein 400-Milliarden-US-Dollar-Defizit beim Handel mit China. Das ist unfair. Es ist Zeit, dass sich jemand für das Thema einsetzt." Als Lösung für den Konflikt hofft er auf einen "besseren" und "faireren" Weg.

Trotz der starken wirtschaftlichen Bedingungen geben beide Investoren aber auch zu, dass eine Lösung im Handelskonflikt unabdinglich ist, "wenn wir ihn nicht lösen, ist das negativ für alle", so Cooperman. Dass sie sich nicht stark besorgt zeigen, liegt auch daran, dass beide eine langfristige Anlagestrategie verfolgen, in der derzeitigen Situation würden sie ihr Geld nicht auf kurzfristige Strategien setzen. Ob, wann und was für eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China kommen wird, bleibt abzuwarten. Zum Wohle der Weltwirtschaft täten Trump und Xi aber gut daran, sich schnellstmöglichst auf eine vernünftige Lösung zu einigen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Dilok Klaisataporn / Shutterstock.com

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