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19.08.2019 21:01
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Wall Street-Analysten: Diese Aktien sind besonders vom verschärften Handelskrieg betroffen

USA vs. China: Wall Street-Analysten: Diese Aktien sind besonders vom verschärften Handelskrieg betroffen | Nachricht | finanzen.net
USA vs. China
Unter den Analysten an der Wall Street geht es dieser Tage darum, genau die Unternehmen zu identifizieren, welche besonders von den neuen Zöllen und Sanktionen zwischen den USA und China betroffen sind.
Im gegenwärtigen Marktumfeld bemühen sich viele Experten und Analysten darum, die neue Eskalationsstufe im Handelsstreit zwischen den USA und China richtig einzuschätzen. Denn die jüngste Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, ab dem ersten September neue Zölle in Höhe von zehn Prozent auf chinesische Güter im Wert von 300 Milliarden US-Dollar zu erheben, hat die Stimmungslage an den internationalen Finanzmärkten weiter eingetrübt.

US-Strafzölle werden teilweise verschoben

Dass diese neuen Zölle nun für manche Produkte, wie Smartphones, Laptops, bestimmte Schuhe sowie Kleidungsstücke und Spielzeuge, nun doch erst ab dem 15. Dezember gelten sollen, ist dabei nur ein kleiner Trost für die Märkte.

Der Handelsstreit belastet die unterschiedlichsten Branchen

Um herauszufinden, welche Branchen und Unternehmen nun besonders in Mitleidenschaft gezogen werden, hat sich der Nachrichtensender CNBC intensiv mit den neusten Wall Street-Untersuchungen beschäftigt. Dabei fiel der Blick der Experten besonders auf die Unternehmen Dollar Tree, Rio Tinto, O’Reilly Automotive, AMD, NVIDIA und Abercrombie & Fitch.

Billig-Discounter lebt von Made in China

Mit einer Herabstufung der Papiere vom US-Billig-Gemischtwarenladen Dollar Tree reagierten die Analysten der Deutschen Bank unmittelbar auf die Ankündigungen der US-Regierung, welche vor allem auch die Produkte des US-Discounters betreffen dürften.

"Wir betrachten [Dollar Tree] nach wie vor als einen hochwertigen Einzelhändler mit einem wohlüberlegten Managementteam. Dennoch ist [Dollar Tree] unter den am stärksten gefährdeten Unternehmen in unserer Beobachtung", so die Experten der Deutschen Bank. Dennoch trauen die Analysten der Aktie noch etwas Aufwärtspotenzial zu, denn das neue Kursziel liegt mit 99 US-Dollar pro Aktie rund fünf Prozent unter dem aktuellen Kurs.

Halbleiterindustrie ringt um Lagerbestände

Laut den Experten dürften die neuen Strafzölle auch negative Auswirkungen für die multinationale Halbleiterindustrie mit sich bringen. Mit Blick auf Unternehmen wie AMD und NVIDIA sagten die Analysten vom japanischen Finanzdienstleisters Mizuho: "Die Lieferzeiten der Lieferanten sind bereits im kritischen Bereich".

"Die plötzliche Ankündigung lässt den Lieferanten nicht viel Zeit für den Aufbau von Lagerbeständen oder das Einziehen von Waren, da die Versandzeit zwei bis vier Wochen beträgt und die Zölle schon in weniger als vier Wochen in Kraft treten. […] Wir glauben, dass die normalen Schifffahrtszeiten von China bis zur Westküste zwei Wochen und bis zu den Häfen an der Ostküste von New York vier Wochen betragen. […] Sofern die US-Administration nicht auf Sendungen verzichtet, die bereits vor dem Datum des ersten Septembers unterwegs sind oder bei denen Bestellungen eingegangen sind, könnten wir feststellen, dass sich die Zollgebühren für viele Sendungen früher auswirken", so die Experten aus Japan weiter.

Höherer Preise für Automobilersatzteile

Die US-Strafzölle dürften nach der Meinung der Analysten der Schweizer Investmentbank Credit Suisse auch negative Auswirkungen auf die US-amerikanische Automobilbranche haben, dabei blicken die Experten vor allem auf den Autoteilehändler O'Reilly Automotive.

Obwohl die Experten der Credit Suisse einen Investorentag des Autoteilehändlers besucht haben und von diesem sehr beeindruckt waren, empfehlen sie die Aktien des Unternehmens gegenwärtig nicht zum Kauf. "Die kurz- bis mittelfristige Geschichte beinhaltet ein herausforderndes Rezept, Preiserhöhungen zum Ausgleich von Zöllen und Vertriebsgemeinkosten, diese gehen mit zusätzlichen Unsicherheiten hinsichtlich der Elastizität und der Reaktion des Verbrauchers auf die nächsten Preiserhöhungsrunden einher. Zusammen mit den Konsensschätzungen für 2020, die eine Verbesserung der operativen Marge erwarten, […] bleiben wir mit unserer Einschätzung am Rande", so die Experten der Schweizer Großbank.

Angst vor chinesischen Gegenmaßnahmen

Skeptische Kommentare gab von Seiten der Analysten unter anderem auch für die Aktien der Modemarke Abercrombie & Fitch sowie den Bergbaukonzern Rio Tinto. "Wir sehen bei Abercrombie & Fitch […] ein übergroßes Risiko, welches laut unserer Analyse die höchsten Auswirkungen beim geschätzten Gewinn pro Aktie haben dürfte. […] Wir sehen auch ein inkrementelles Risiko, sollte China Gegenmaßnahmen ergreifen, indem die Kontrolle für ausländische Einzelhändler verschärft wird, was zu Umsatzsteigerungen in China […] mit einem signifikanten internationalen Umsatzrisiko von 36 % und einem schnell wachsenden Marktanteil führt", so die Analysten den US-Finanzdienstleisters Wedbush.

Abercrombie & Fitch- und Rio Tinto-Aktie im Sog des Handelskriegs

Die negativen Erwartungen für die Papiere des Modeherstellers scheinen schon jetzt in den Kurs eingepreist zu sein. Denn mit 15,60 US-Dollar je Aktie notieren die Anteilsscheine von Abercrombie & Fitch aktuell schon rund 48 Prozent unter ihrem Niveau von Angang Mai. Einen heftigen Rücksetzer vom Jahreshoch mussten unterdessen auch die Papiere des Bergbaugigant Rio Tinto verkraften. Mit einem gegenwärtigen Preis von 40,60 GBP kostet die Aktie nun schon rund 20 Prozent weniger wie noch Anfang Juli.

"Wir erkennen das Argument an, dass die Tarife von Trump ein Katalysator sein könnten, um ein echtes Handelsabkommen auszuhandeln. Die Möglichkeit, dass diese Zölle aber zu einer weiteren Eskalation des Handelskriegs bis zu einem Punkt führen, an dem die weltweite Nachfrage nach Metallen erheblich beeinflusst wird, ist deutlich gestiegen. Wie wir in unserer Untersuchung bereits besprochen haben, ist die Abwertung des Renminbi etwas, worüber wir uns Sorgen gemacht haben, denn dies wirkt sich negativ auf die Rohstoffpreise aus - insbesondere auf Eisenerz und Kohle", so die Experten der US-amerikanischen Investmentbank Jefferies in Bezug auf die zukünftige Entwicklung der Rohstoffpreise.

Pierre Bonnet / finanzen.net

Bildquellen: Dilok Klaisataporn / Shutterstock.com

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