20.03.2021 22:26

Berkshire Hathaway-Aktie läuft wieder - mit Old-School-Investments

Weisheit in leisen Tönen: Berkshire Hathaway-Aktie läuft wieder - mit Old-School-Investments | Nachricht | finanzen.net
Weisheit in leisen Tönen
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Buffett gibt im Jahresbericht dieses Mal nur indirekte Hinweise auf seine Sicht des Finanzmarkts: Anleihen überbewertet, Aktien teuer - dem eigenen Papier traut der Investor aber noch einiges zu.
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von Stephan Bauer, Euro am Sonntag

Was ist los mit Warren Buffett? Ist die größten lebende Investmentlegende der Wall Street, der Chef des Anlageimperiums Berkshire Hathaway, nun doch auf dem Weg in den Ruhestand? Soeben hat der 90-Jährige den mit Spannung erwarteten Jahresbericht der Holding vorgelegt. Buffett beschrieb die Geschäfte des Konglomerats, bestehend aus Versicherungen, Industrie-, Bahn- und Energiebeteiligungen sowie einer illustren Mischung an Aktienpaketen vornehmlich amerikanischer Konzerne, wie üblich gewissenhaft - erwähnte jedoch die Pandemie oder die politischen Turbulenzen in den USA des Jahres 2020 fast gar nicht.

Kein CNN-Interview

Auch das seit 14 Jahren regelmäßig vom TV-Sender CNN ausgestrahlte Interview entfiel. Buffett schwieg sich über die Folgen der Pandemie, die Aussichten für die US-Wirtschaft oder eine womöglich heranziehende Crash-Gefahr für den Markt weitestgehend aus. Lediglich vor Anleihen warnte das Orakel von Omaha, der Investor, der vor allem zu Beginn seiner Laufbahn regelmäßig den Markt geschlagen hatte. "Anleihen sind nicht der Platz, an dem man sein sollte", sagte Buffett, der die Rendite der zehnjährigen US-Bonds, Ende Dezember bei gerade einmal 0,9 Prozent, mit den 15,8 Prozent Rendite verglich, die er im Jahr 1981 hier vorgefunden hatte.

Was Buffett kauft? Der Starinvestor hat die Vorzüge des Aktienrückkaufs entdeckt. Knapp 25 Milliarden Dollar investierte die Holding 2020 in eigene Aktien, im laufenden Jahr waren es abermals gute vier Milliarden. Berkshire kann es sich leisten, 138 Milliarden Dollar Cash lagen Ende Dezember auf der hohen Kante. Daneben erwarb Berkshire Aktien etwa von Chevron und Verizon. Öl und Telekom - nicht gerade das, was 2020 unter den Highflyern rangierte. Insgesamt verkaufte die Holding netto für rund neun Milliarden Dollar mehr Papiere (darunter Apple), als sie erstand. Ein klares Statement, wie Buffett das Bewertungsniveau des Aktienmarkts beurteilt.

Operativ lief es bei Berkshire im vierten Quartal wieder rund. Der Gewinn zog um ein Viertel gegenüber dem Vorjahr an - die nicht realisierten Aktiengewinne von 36 Milliarden Dollar mal außen vor. Am besten schlugen sich die Bereiche Manufacturing, Service und Retail, die einen Jahresschlussspurt hinlegten. Das Eisenbahngeschäft läuft solide und dürfte mit anziehender Konjunktur an Fahrt gewinnen. Die Versicherungen erholen sich allmählich. Der Barbestand stieg im Jahresvergleich um zehn Milliarden Dollar.

2021 geht es nach LA

Auch die Aktie zieht nach einer Durststrecke wieder an, was nicht nur am Rückkaufprogramm liegt. Die zyklischen Teile des Konglomerats dürften bald wieder mehr Dampf liefern und mehr Cash bringen - den Buffett und sein nachrückendes Investmentteam um die Köpfe Ajit Jain und Greg Abel in aller Regel gewinnbringend anzulegen wissen.

Und was ist nun mit der Wachablösung an der Berkshire-Spitze? Klar wurde bloß, dass Buffett, der Corona-geimpft ist, noch reist. Die nächste Hauptversammlung im Mai, traditionell am Stammsitz in Nebraska, verlegte der Investor nach Los Angeles, wo sein langjähriger Freund und Partner Charlie Munger lebt. "Wir haben Charlie das letzte Mal vermisst", sagte Buffett. Munger ist mit 97 eben nicht mehr wirklich mobil - ein Zeichen, dass auch die langlebigsten Legenden irgendwann zur Ruhe kommen.

Unterstützt: Das Konglomerat ist auch eine Wette auf die anziehende US-Konjunktur. Aktienrückkäufe unterstützen.








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Bildquellen: Andy-Kropa/AP, Michael Buckner/Getty Images

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