17.09.2012 09:50

Anleihen als Renditebringer im Depot

Vermögensverwalter-Kolumne: Anleihen als Renditebringer im Depot | Nachricht | finanzen.net
Vermögensverwalter-Kolumne
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Unternehmensanleihen solider Emittenten ersetzen mittlerweile in vielen Portfolios die sicher geglaubten Staatsanleihen.
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„Mit einem gut gestreuten High-Yield-Bondportfolio können Anleger eine attraktive Rendite bei überschaubarem Risiko erzielen“, sagt Susanne Woda, Portfoliomanagerin bei der MERITO Asset Management GmbH.

Allerdings sind durch hohe Mindestanlagesummen die Anlagemöglichkeiten in Einzelanleihen für Privatanleger begrenzt. Auch Staatsanleihen aus Schwellenländern sind eine Bereicherung für jedes Rendite-Depot und haben durch die Währungskomponente zusätzliche Ertragschancen.

Die Ausfallwahrscheinlichkeiten von Corporate-High-Yields befinden sich aktuell auf einem historisch niedrigen Niveau. Experten erwarten weiterhin eine positive Entwicklung des Segments durch das niedrige Zinsniveau und die verbesserte Kapitalausstattung der Unternehmen. Das Rating unter Investmentgradestatus schreckt viele Anleger ab, und sie verzichten auf ein lukratives Investment im Anleihebereich. Allerdings sind die Renditen durch das anhaltend niedrige Zinsniveau in den letzten Monaten gesunken und das Kurspotenzial begrenzt. Wer jetzt noch investiert, sollte sich des Risikos von Kursschwankungen während der Laufzeit bewusst sein und diese bis zum Rückzahlungstermin tragen können.

Ein Depot aus einzelnen Anleihen sollte aus mindestens 15-20 Titeln bestehen. Die hohen Kuponzahlungen können so das Risiko des Ausfalls einer einzelnen Anleihe abmildern. Da viele Hochzinsanleihen mit einer Mindestanlagesumme von über 50.000 EUR ausgestattet sind, empfiehlt sich für Privatanleger die Anlage über einen Investmentfonds. Hierbei fällt, durch die hohe Streuung der Anleihen über Unternehmen und Branchen, die mögliche Insolvenz eines einzelnen Schuldners weniger ins Gewicht. Hinzu kommt, dass Anleihen mit größerer Stückelung einen deutlichen Renditeaufschlag gegenüber den Tranchen für Privatanleger aufweisen. Jedoch ist Vorsicht bei den Kosten geboten. Nicht nur der Ausgabeaufschlag, sondern auch die laufenden Verwaltungskosten mindern die Rendite und können die Vorteile wieder zunichte machen. Ein unabhängiger Berater kann Auskunft über kostengünstige Alternativen geben.

Wer selbst ein Portfolio aufbauen will, sollte auf ein breit gestreutes Basisinvestments setzen. Bei hohem Verschuldungsgrad sollten hier Firmen mit tragfähigem Geschäftsmodell und stabilen Erträgen gewählt werden, die die hohe Zinslast auch zukünftig stemmen können. Hierzu gehören Anleihen von Unternehmen wie Fresenius, Celesio oder Freenet mit Renditen zwischen 2,5 und 4% pro Jahr. Durch die gezielte Beimischung riskanterer Anleihen kann die Rendite auf das gewünschte Maß angehoben werden. Anleger können hier einen Blick auf Peugeot, Heidelbergcement oder Schaeffler werfen, mit denen sich noch zwischen 5 und 6% pro Jahr verdienen lässt. Risikobewusste Anleger nehmen als Beimischung auch Anleihen von Versorgern oder Telekomanbietern der Peripherieländer ins Depot auf. Diese leiden unter der negativen Bonitätseinschätzung der Euro-Staaten, könnten aber bei weiteren Ratingherabstufungen noch weiter nachgeben. Im Gegenzug sind aber auch zweistellige Renditen zu erzielen.

Ebenso interessant sind Staatsanleihen aus Schwellenländern, die sich in vielen Fällen durch einen geringeren Verschuldungsgrad als die Industrieländer auszeichnen, und deren Staatsausgaben durch eine solide wirtschaftliche Entwicklung untermauert sind. Auch sie gehören in ein diversifiziertes Anleihenportfolio. Anleger profitieren hier vom höheren Zinsniveau dieser Länder. Durch die solide wirtschaftliche Basis, den vergleichsweise geringen Verschuldungsgrad und hohe Devisenreserven, profitieren auch die landesspezifischen Währungen. Diese stellen eine zusätzliche Ertragskomponente für den Euro-Anleger dar. Bei der Fondsauswahl sollte ein hoher Stellenwert auf aktives Management gelegt werden, welches die länderspezifischen Chancen und die Währungsaussichten separat beurteilt und unerwünschte Teilrisiken absichert.

Immer mehr Privatanleger in Deutschland vertrauen bei ihrer Geldanlage auf bankenunabhängige Vermögensverwalter. Frei von Produkt- und Verkaufsinteressen können sie ihre Mandanten bestmöglich beraten. Mehr Informationen finden Sie unter www.vermoegensprofis.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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