finanzen.net
15.12.2014 17:05
Bewerten
(1)

Rubel stürzt ab - Währungen der 'fragilen Fünf' unter Druck

Angst vor Fed: Rubel stürzt ab - Währungen der 'fragilen Fünf' unter Druck | Nachricht | finanzen.net
Angst vor Fed
DRUCKEN
An den Finanzmärkten sind am Montag Währungen von Ländern stark unter Druck geraten, die als besonders anfällig gegen steigende US-Zinsen gelten.
Dazu gehören in erster Linie die sogenannten "fragilen Fünf" - das sind die Länder Brasilien, Indien, Indonesien, Südafrika und die Türkei. Die Länder sind besonders abhängig von Kapitalimporten, weil sie große Defizite in ihren Leistungsbilanzen - also letztlich im Warenhandel - haben. Unter erheblichem Druck stand zudem der russische Rubel.
Anzeige
Jetzt Devisen mit bis zu Hebel 30 handeln
Handeln Sie mit Devisen mit hohem Hebel und kleinen Spreads. Mit nur 100,00 € können Sie von der Wirkung von 3.000 Euro Kapital profitieren!
80,6% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Am stärksten ging es mit der Währung Russlands bergab: Am Nachmittag kostete ein US-Dollar 62 Rubel und damit über sechs Prozent mehr als am Freitag. Damit fiel die russische Währung auf ein neues Rekordtief. Deutliche Verluste von teils deutlich mehr als einem Prozent mussten auch der brasilianische Real, die indische Rupie, die indonesische Rupiah, der südafrikanische Rand und die türkische Lira hinnehmen.

Ulrich Leuchtmann, Leiter der Devisenabteilung bei der Commerzbank, erklärte die Entwicklung mit der Aussicht auf eine Straffung der amerikanischen Geldpolitik. Dass die US-Notenbank Fed im kommenden Jahr aller Voraussicht nach damit beginnen werde, die Zinsen anzuheben, sei zwar nichts Neues, so Leuchtmann. "An den Finanzmärkten ist das aber noch nicht vollständig eingepreist."

Darüber hinaus sieht Leuchtmann eine gewisse Eigendynamik am Devisenmarkt entstehen: "Ausgehend von dem immer schwächeren Rubel scheint es Ansteckungseffekte auf andere Währungen zu geben." Betroffen seien vor allem Währungen, deren Länder etwa wegen struktureller Schwächen besonders unter steigenden Leitzinsen in den USA leiden würden.

Der Offenmarktausschuss der Fed trifft sich an diesem Mittwoch, um über die weitere Geldpolitik zu beraten. Beobachter warten gespannt darauf, ob die Federal Reserve stärkere Signale für eine erste Zinsanhebung nach der Finanzkrise aussenden wird. Experten rechnen mit der Zinswende für Mitte 2015. Beobachter wie Leuchtmann weisen aber seit langem darauf hin, dass das absehbare Tempo der Zinsstraffung an den Finanzmärkten unterschätzt werde.

Die jüngste Entwicklung erinnert - wenn auch in schwächerer Form - an den Sommer 2013: Seinerzeit hatten wenige Sätze des damaligen Notenbankchefs Ben Bernanke ausgereicht, um in zahlreichen Schwellenländern eine Kapitalflucht auszulösen. Allein die Aussicht auf ein Ende der Geldschwemme hatte damals genügt, um die jeweiligen Währungen wochenlang massiv unter Druck zu setzen. Für die betroffenen Länder kann dies erhebliche Probleme mit sich bringen, weil sie aufgrund hoher Einfuhren auf einen stetigen Zustrom an Kapital angewiesen sind./bgf/jsl

FRANKFURT (dpa-AFX)
Bildquellen: VLADJ55 / Shutterstock.com

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1123-0,0034
-0,31
Japanischer Yen124,5050-0,6150
-0,49
Pfundkurs0,8640-0,0007
-0,07
Schweizer Franken1,1363-0,0021
-0,18
Russischer Rubel72,21400,3605
0,50
Bitcoin4915,759835,7100
0,73
Chinesischer Yuan7,50560,0053
0,07

Heute im Fokus

DAX pendelt um Nulllinie -- Deutsche Bank & Commerzbank: Fusion gescheitert -- Wirecard steigert Umsatz -- Bayer übertrifft Erwartungen -- Nokia, Delivery Hero, Tesla im Fokus

HAWESKO unter Erwartungen. Euro auf tiefstem Stand seit Juni 2017. Harter Winter drückt bei Paketdienst UPS auf den Gewinn. Südzucker-Aktien steigen nach Kepler-Empfehlung. RBS-Chef zieht sich zurück. Norwegian verzeichnet Verlust. Iberdrola erhöht Ausblick nach Gewinnsprung. Dialog Semiconductor schneidet besser ab als erwartet. Visa steigert Gewinn und Erlöse deutlich.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Der Bitcoin konnte wieder über die Marke von 5.500 Dollar klettern. Wo sehen Sie den Kurs der Kryptowährung Ende 2019?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
CommerzbankCBK100
Deutsche Bank AG514000
SAP SE716460
BayerBAY001
Daimler AG710000
Amazon906866
TeslaA1CX3T
Apple Inc.865985
Facebook Inc.A1JWVX
BASFBASF11
Allianz840400
Aurora Cannabis IncA12GS7
SteinhoffA14XB9
Volkswagen (VW) AG Vz.766403