Abkühlende US-Inflation

Aufatmen am Kryptomarkt: Bitcoin erobert 70.000er-Marke zurück - auch Ethereum, Ripple und Solana im Aufwind

15.02.26 21:10 Uhr

Erholung am Kryptomarkt? Bitcoin erobert 70.000er-Marke zurück - auch Ethereum, Ripple und Solana im Aufwind | finanzen.net

Nach heftigen Turbulenzen kehren Käufer an den Kryptomarkt zurück. Eine abkühlende US-Inflation sorgt für neue Zinshoffnungen und treibt Bitcoin & Co. an.

Werte in diesem Artikel
Devisen

55.847,7035 CHF -598,2356 CHF -1,06%

60.993,8995 EUR -684,8735 EUR -1,11%

52.794,6051 GBP -566,9674 GBP -1,06%

11.246.173,8080 JPY -119.543,7965 JPY -1,05%

70.536,4189 USD -770,1697 USD -1,08%

1.695,6893 CHF -20,2989 CHF -1,18%

1.851,9420 EUR -23,1273 EUR -1,23%

1.602,9889 GBP -19,2328 GBP -1,19%

341.464,6614 JPY -4.059,5279 JPY -1,17%

2.141,6790 USD -26,0813 USD -1,20%

71,2670 CHF -1,2647 CHF -1,74%

77,8340 EUR -1,4217 EUR -1,79%

67,3710 GBP -1,1974 GBP -1,75%

90,0112 USD -1,6161 USD -1,76%

1,1054 CHF -0,0139 CHF -1,24%

1,2072 EUR -0,0158 EUR -1,29%

1,0449 GBP -0,0132 GBP -1,24%

222,5894 JPY -2,7769 JPY -1,23%

1,3961 USD -0,0178 USD -1,26%

71,4128 CHF -1,1271 CHF -1,55%

77,9932 EUR -1,2715 EUR -1,60%

67,5088 GBP -1,0674 GBP -1,56%

90,1953 USD -1,4423 USD -1,57%

0,0016 CHF 0,0000 CHF 0,01%

• Abkühlende US-Inflation befeuert Zinshoffnungen und stützt Kryptowährungen
Bitcoin nähert sich erneut der 70.000er-Marke
• Ethereum, XRP und Solana legen deutlich zu

Bitcoin kratzt wieder an der 70.000er-Marke

Nach zuletzt turbulenten Wochen zeigen sich Erholungstendenzen am Kryptomarkt: Bitcoin gewinnt binnen 24 Stunden 2,15 Prozent auf 70.846,20 US-Dollar und hat damit die Marke von 70.000 US-Dollar zurückerobert. Auch die großen Altcoins ziehen spürbar an: Ethereum steigt um 1,50 Prozent auf 2.090,66 US-Dollar, XRP legt um 15,91 Prozent auf 1,64 US-Dollar zu und Solana klettert um 6,45 Prozent auf 90,70 US-Dollar.
Damit setzt scheinbar eine Erholung ein, nachdem der Markt Anfang Februar massiv unter Druck geraten war. Zwischenzeitlich war der Bitcoin in Richtung 60.000 US-Dollar gefallen. Ein robuster US-Arbeitsmarktbericht hatte zuletzt zusätzliche Zinssorgen geschürt, wie dpa-AFX berichtete. Das Vertrauen der Anleger blieb fragil, größere Schnäppchenkäufe blieben aus. Der Fear & Greed-Index von CoinMarketCap notiert aktuell dennoch nur bei 11 Punkten und signalisiert weiterhin extreme Angst.

Abkühlende Inflation sorgt für Zinshoffnung

Aus einem aktuellen Bericht von CoinDesk geht hervor, dass die Aufwärtsbewegung vor allem auf makroökonomische Impulse zurückzuführen ist. Demnach fielen die am 13. Februar vorgelegten US-Inflationsdaten mit einem Anstieg von 2,4 Prozent im Jahresvergleich etwas niedriger aus als erwartet. Prognostiziert worden waren 2,5 Prozent.
Diese leichte Abkühlung nährt Spekulationen auf eine frühere Leitzinssenkung durch die US-Notenbank. Niedrigere Zinsen erhöhen die Attraktivität risikobehafteter Anlagen wie Aktien und Kryptowährungen, da sichere Anlagen relativ an Renditevorteil verlieren. CoinDesk verweist zudem auf ein Kapitulationsereignis in der Vorwoche, bei dem realisierte Bitcoin-Verluste in Höhe von 8,7 Milliarden US-Dollar verbucht wurden. Eine solche Bereinigung könne historisch den Boden für eine Stabilisierung bereiten, auch wenn die Marktstimmung weiterhin stark von Angst geprägt sei.

Neue ETF-Pläne aus dem Trump-Umfeld

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält der Sektor durch politische Entwicklungen in den USA. Wie CoinDesk berichtet, hat der Vermögensverwalter Yorkville America Equities bei der US-Börsenaufsicht SEC die Zulassung für zwei neue Krypto-ETFs beantragt. Geplant sind unter anderem ein Truth Social Bitcoin and Ether ETF sowie ein weiteres Produkt mit Fokus auf den Cronos-Token.
Die Fonds stehen in engem Zusammenhang mit der Marke Truth Social, die dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump zugeordnet wird. Sollte die SEC grünes Licht geben, könnte dies das institutionelle Engagement im Kryptomarkt weiter ausbauen. Ob die aktuelle Erholung nachhaltig ist oder lediglich eine technische Gegenbewegung nach dem jüngsten Ausverkauf darstellt, bleibt damit weiterhin offen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Quality Stock Arts / Shutterstock.com, tungtaechit / Shutterstock