01.03.2019 06:25

Kryptowährung IOTA - Was man über den vielversprechenden Bitcoin-Konkurrenten wissen muss

IOTA-Token: Kryptowährung IOTA - Was man über den vielversprechenden Bitcoin-Konkurrenten wissen muss | Nachricht | finanzen.net
IOTA-Token
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Mit den IOTA-Token gibt es nun eine flexible Art des Kryptogelds für Maschinen. Dieser sogenannte Altcoin könnte laut seinen Erfindern dem Bitcoin Konkurrenz machen. Doch welche Vorteile bringt der Krypto-Taler?
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Die IOTA Kryptowährung wurde im Jahr 2014 von den drei Gründern Dominik Schiener, Serguei Popov und David Sønstebø entwickelt und auf den Markt gebracht. Die drei Entwickler kreierten eine Währung, welche "das Rückgrat einer autonomen Ökonomie der Maschinen" darstellen soll. Hierbei agiert die Kryptowährung in einer Art Maschinen-Wirtschaft, in welcher sich die unterschiedlichsten technischen Geräte gegenseitig bezahlen können.

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Die Erschaffer des Krypto-Talers sehen für die Zukunft diverser wirtschaftlicher Prozesse eine unbedingte Notwendigkeit ihrer Währung. Das Internet-der-Dinge benötigt laut den Gründern ein autonomes Zahlungssystem mit einem geeigneten Zahlungsmittel. All diese Eigenschaften soll der IOTA-Token nun erfüllen. Um jedoch genau zu verstehen, was das alles zu bedeuten hat, muss man sich die Funktions- und Konstruktionsweise des IOTA genauer anschauen.

Maschine bezahlt Maschine

Durch eine immer weiter voranschreitende digitale Vernetzung sollen in Zukunft auch alle Maschinen einer industriellen Produktionskette miteinander verbunden sein. Der elektrische Rasenmäher mit dem Wolkensensor, das Auto mit dem Parkhaus und natürlich auch der Wecker mit der Kaffeemaschine. Solche M2M - Machine-to-Machine-Beziehungen werden sich in Zukunft immer weiterentwickeln bis eines Tages dabei Geld ins Spiel kommt. So könnten sich die unterschiedlichsten Maschinen für ihre erbrachten Dienstleistungen gegenseitig bezahlen. Die Solaranlage könnte sich dann beispielsweise Daten von einer Wetterstation kaufen, um sich optimal auszurichten oder der heimische Kühlschrank geht auf Online-Einkaufstour, falls sich die Milchvorräte dem Ende zuneigen. Dass Maschinen selbst ihr Geld verwahren, um damit verschiedene Dienstleistungen oder Waren zu kaufen, klingt aus heutiger Sicht natürlich noch sehr surreal. Doch laut den Gründern des IOTA bieten diese Prozesse enorme Möglichkeiten. So könnten auch Maschinen, welche gar keinen eigenen Besitzer haben, mit anderen technischen Geräten in Kontakt treten, um Geschäfte abzuwickeln.

Blockchain ohne Block - Vorteil zum Bitcoin

Um eine schnelle und beliebig skalierbare Währung zu erhalten, wurde die ursprüngliche Blockchain des Bitcoin durch einen sogenannten "Tangle Ledger" ersetzt. Demnach gibt es bei IOTA keine Miner und Blocks, sondern lediglich Transaktionen. Gründer Dominik Schiener erklärt das Verfahren so: "Die Transaktionen sind miteinander verbunden, und jeder, der eine Transaktion absendet, nimmt am Konsens teil. Wenn du eine neue Transaktion bildest, musst du zwei vorhergegangene Transaktionen verifizieren." Ein solches Verfahren unterscheidet sich grundlegend vom Bitcoin-Mining. "Wenn man sich heute eine Blockchain anschaut, ist das ein einziger chronologischer Strang, der Block auf Block setzt. Das hat Beschränkungen, etwa das 10 Minuten Intervall bei Bitcoin. Was IOTA nun macht, ist, dass es anstatt einen Strang viele Stränge benutzt." Durch einen derartigen Prozess besteht die Möglichkeit, die verifizierten Transaktionen endlos weiterzuführen. Durch diese prinzipiell unendliche Skalierbarkeit hat der IOTA einen erheblichen Vorteil gegenüber dem Bitcoin. Wenn es in naher Zukunft Milliarden von Maschinen gibt, welche miteinander handeln, kommunizieren und Daten austauschen, braucht es ein flexibles Payment-System, das in einem solchen M2M-Markt Transaktionen schnell und beliebig umsetzten kann.

Investition hat sich gelohnt

Ende 2015 verkaufen die Gründer der IOTA-Token in einem speziellen Vorverkauf Währungseinheiten im Wert von rund 500.000 US-Dollar an interessierte Investoren. Zur Freude der Kapitalgeber pendelte der Wert dieser ersten Tranche nur ein halbes Jahr später bei mehr als 15 Millionen US-Dollar. So gibt sich Dominik Schiener glaubhaft selbstbewusst und sagt: "Wir sind seit Ethereum das innovativste Altcoin-Projekt".

Was sind Altcoin?

Die IOTA-Kryptowährung wird auch als Altcoin bezeichnet. Unter Altcoins versteht man alternative Kryptowährungen wie den Ethereum, Peercoins und IOTA-Token, welche neben dem Bitcoin existieren und verschiedene Konstruktionsweisen und Eigenschaften aufweisen. Im Vergleich zum Bitcoin haben viele dieser Altcoin nennenswerte Vorteile wie günstigere Mining-Verfahren, schnellere Blockintervallgenerierungsverfahren, größere Sicherheiten und unkompliziertere Transaktionen. In Zukunft besteht die Möglichkeit, dass sich einige dieser Altcoins sogar besser entwickeln werden als der Bitcoin.

Pierre Bonnet/Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Wit Olszewski / Shutterstock.com

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