Illegale Transaktionen

Crypto Crime Report: Neue Gefahren trotz Rückgang der Krypto-Verbrechen

30.06.25 22:11 Uhr

Die Schattenseite von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Co.: Crypto Crime Report warnt vor neuen Gefahren | finanzen.net

Illegale Transaktionen mit Kryptowährungen sind laut dem neuen Crypto Crime Report von TRM Labs im Jahr 2024 deutlich zurückgegangen. Dennoch gibt es wohl keine Entwarnung.

Werte in diesem Artikel
Devisen

68.611,6625 CHF 572,2082 CHF 0,84%

74.652,2723 EUR 463,9879 EUR 0,63%

64.632,2772 GBP 133,1963 GBP 0,21%

13.681.277,4685 JPY 89.208,4180 JPY 0,66%

89.191,8879 USD 4,7319 USD 0,01%

2.317,7766 CHF 13,0907 CHF 0,57%

2.521,8350 EUR 8,8711 EUR 0,35%

2.183,3486 GBP -1,4149 GBP -0,06%

462.168,4376 JPY 1.767,1884 JPY 0,38%

3.012,9990 USD -8,0185 USD -0,27%

0,2257 CHF 0,0012 CHF 0,55%

0,2456 EUR 0,0008 EUR 0,33%

0,2126 GBP -0,0002 GBP -0,09%

45,0094 JPY 0,1626 JPY 0,36%

0,2934 USD -0,0008 USD -0,29%

0,0000 BTC -0,0000 BTC -0,85%

0,0004 ETH -0,0000 ETH -0,57%

4,4302 TRX -0,0242 TRX -0,54%

0,0000 BTC -0,0000 BTC -0,63%

0,0004 ETH -0,0000 ETH -0,35%

4,0717 TRX -0,0135 TRX -0,33%

0,0000 BTC -0,0000 BTC -0,18%

0,0005 ETH 0,0000 ETH 0,06%

4,7030 TRX 0,0040 TRX 0,09%

• Anteil illegaler Krypto-Transaktionen 2024 gesunken
• Hauptnutzung: Umgehung von Sanktionen
• Neue Risiken durch Terrorgruppen und staatliche Akteure

Die Welt der Kryptowährungen entwickelt sich rasant weiter, wird jedoch weiterhin auch von Kriminellen genutzt. Ein Bericht des Blockchain-Analyseunternehmens TRM Labs bringt nun Licht in das Ausmaß der illegalen Transaktionen auf der Blockchain. Die zentrale Erkenntnis: Der Anteil krimineller Aktivitäten ist im Jahr 2024 deutlich zurückgegangen. Doch trotz dieser positiven Entwicklung warnen die Experten eindringlich vor neuen Risiken.

Rückgang illegaler Krypto-Transaktionen: Eine nur scheinbar gute Nachricht

Laut dem im Juni 2025 veröffentlichten Crypto Crime Report lag der Anteil illegaler Transaktionen am gesamten Krypto-Transaktionsvolumen im Jahr 2024 bei lediglich 0,4 Prozent. Das entspricht einem Rückgang um 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein erster Lichtblick für einen oft kritisierten Sektor.

Doch dieser Rückgang relativiert sich bei einem Blick auf das Gesamtvolumen: Laut TRM Labs stieg das gesamte Transaktionsvolumen im Kryptosektor im selben Zeitraum um beeindruckende 56 Prozent auf mehr als 10,6 Billionen US-Dollar. Etwa 45 Milliarden US-Dollar davon stehen in Verbindung mit kriminellen Aktivitäten.

Umgehung von Sanktionen als größter Anteil an illegalen Transaktionen

Ein genauerer Blick auf die Verwendungsformen zeigt, dass die Umgehung von Sanktionen mit 33 Prozent den größten Anteil an den illegalen Geldern ausmacht. Auch terroristische Vereinigungen, staatlich sanktionierte Akteure und Ransomware-Gruppen nutzen Kryptowährungen zunehmend zur Finanzierung oder Geldwäsche, heißt es.

Die meistgenutzten Blockchains für illegale Aktivitäten waren laut TRM Labs Tron, Ethereum und Bitcoin. Besonders auffällig ist, dass Tron mit einem Anteil von 58 Prozent am häufigsten für kriminelle Transaktionen genutzt wurde.

Fortschritt mit Schattenseiten: Neue Herausforderungen am Kryptomarkt

Trotz des insgesamt rückläufigen Anteils an illegalen Transaktionen warnt TRM Labs ausdrücklich vor einer vorschnellen Entwarnung. In dem Bericht heißt es: "Die sich wandelnde Landschaft der Krypto-Kriminalität im Jahr 2024 verdeutlicht das komplexe Zusammenspiel zwischen fortschreitenden Sicherheitsmaßnahmen und immer anpassungsfähigeren illegalen Akteuren".

Besonders besorgniserregend sei laut den Analysten die zunehmende Nutzung von Kryptowährungen durch terroristische Organisationen und staatlich geförderte Akteure. Dies verdeutliche "die zweischneidige Natur technologischer Innovationen, die sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringen", so TRM Labs.

Die zunehmende Raffinesse und Anpassungsfähigkeit krimineller Gruppen zeigt, dass die Herausforderungen nicht kleiner, sondern lediglich komplexer werden. Regulierungsbehörden, Plattformbetreiber und Nutzer sind daher gleichermaßen gefordert, die Risiken der Blockchain-Technologie nicht aus den Augen zu verlieren.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Lukas Gojda/Shutterstock.com, Wit Olszewski / Shutterstock.com