Litecoin-Hard Fork

Litecoin-Gründer Charlie Lee warnt: "Litecoin Cash ist Betrug"

15.02.18 16:27 Uhr

Litecoin-Gründer Charlie Lee warnt: "Litecoin Cash ist Betrug" | finanzen.net

Bereits in wenigen Tagen soll eine neue Kryptowährung entstehen: Litecoin Cash. Doch nicht jeder ist von diesem Vorhaben begeistert - allen voran Litecoin-Gründer Lee äußert sich kritisch.

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Nicht ungewöhnlich

In der Geschichte der Kryptowährungen hat es bereits eine Vielzahl an Hard Forks gegeben. Dabei findet eine von Nutzern initiierte Abspaltung der ursprünglichen Kryptowährung und eine damit verbundene Schaffung einer neuen digitalen Währung statt. Bekannte Token wie Bitcoin oder auch Ethereum haben es bereits hinter sich, teilweise sogar mehrfach. So wurde Bitcoin bereits in Bitcoin Gold, Bitcoin Cash oder auch Bitcoin Dark aufgespaltet. Nun ist Litecoin an der Reihe.

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Rasanter Kursanstieg

Am Mittwochmorgen ging der Kurs von Litecoin plötzlich durch die Decke - mehr als 30 Prozent konnte die digitale Währung an Wert gewinnen. Bei einer Marktkapitalisierung von über 12 Milliarden US-Dollar liegt der Kurs inzwischen über 200 US-Dollar. Litecoin wird mittlerweile als fünftgrößte Kryptowährung gemessen an der Marktkapitaliserung auf "CoinMarketCap" gelistet und hat damit die vorherige Nummer fünf, Cardano, deutlich überholt.

Für den Kurssprung nennen Analysten zwei Gründe. Zum einen dürfte der bevorstehende Launch des Zahlungsdienstleisters LitePay die Kurse in die Höhe getrieben haben. Mithilfe von LitePay sollen Transaktionen einfacher, schneller und kostengünstiger gestaltet werden. LitePay-CEO Kenneth S. Asare kündigte am Mittwoch an, der "Zugriff auf die Zahlungsabwicklung von LitePay" soll ab dem 26. Februar möglich sein. 41 Länder, darunter China, Deutschland, Großbritannien, Japan und USA, sollen den Dienst nutzen können. Asare teilte außerdem mit, die Litecoin Foundation sei einer der Investoren von LitePay. Bereits seit Sommer letzten Jahres arbeite das Team an dem Zahlungsdienst.

Ein weiterer Grund für den Kursanstieg dürfte die Ankündigung des bevorstehenden Litecoin-Hard Fork und die damit verbundene Schaffung des Litecoin Cash, kurz LCC, sein. Die Litecoin Cash Foundation plant die zeitnahe Trennung von der ursprünglichen Litecoin-Blockchain. Diejenigen, die zu der Zeit Litecoin-Token besitzen, sollen diese im Verhältnis 1:10 tauschen können. Für einen Litecoin-Token sollen die Nutzer zum Ausgleich also zehn Litecoin Cash erhalten - wie viel ein Litecoin Cash dabei wert sein wird, ist unklar. Ziel der Hard Fork sei eine verbesserte Litecoin-Version. Dabei solle das Mining dezentralisiert sowie profitabler für private Nutzer gemacht werden, so die Initiatoren des Hard Fork.

Das mag ansprechend klingen, Litecoin-Gründer Charlie Lee warnt derweil jedoch vor der Hard Fork.

Hard Fork noch in dieser Woche

Sobald Litecoin den Block 1.371.111 erreicht, soll die Hard Fork stattfinden - das wird voraussichtlich diesen Sonntag sein. Lee bezeichnete den Plan kürzlich als "Betrug". Sein Team sei bei dieser Abspaltung nicht involviert und werde sie auch nicht unterstützen. Lee zufolge werde es in naher Zukunft keine ernst gemeinten Hard Forks von Litecoin geben. Er befürchtet, dass die Abspaltung lediglich zu Marketingzwecken genutzt werden könnte. Sie sei nur ein Versuch, Verwirrung zu stiften. Denn viele Menschen wüssten bereits etwas mit dem Namen "Litecoin" anzufangen. Es sähe also so aus, als hätte Litecoin Cash etwas mit dem ursprünglichen Coin zu tun, dies sei aber keineswegs der Fall. Litecoin Cash sei völlig losgelöst von der 2011 veröffentlichten digitalen Währung Litecoin.

Verwunderlich sei zudem, dass die Menschen, die hinter diesem Projekt steckten, ihre vollständigen Namen nicht bekannt geben. Dies würde zu mehr Vertrauen und Sicherheit führen. Vertreter von Litecoin Cash argumentierten in einer Mail an "CNBC": "Charlie Lee hat absolut recht, skeptisch zu sein und die Community vor möglichen Betrügereien zu warnen.", die Litecoin Cash Foundation versuche jedoch lediglich, allgemeine Probleme mit dem Netzwerk auf diese Weise zu lösen.

Redaktion finanzen.net

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