08.04.2021 01:00

Staatsfonds: Wie sich Anleger die Rendite-Stars ins Depot holen

Wie die ganz Großen: Staatsfonds: Wie sich Anleger die Rendite-Stars ins Depot holen | Nachricht | finanzen.net
Wie die ganz Großen
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Mit den hier vorgestellten ETF-Bausteinen können sich Anleger ein Depot aufbauen, das in den Grundzügen der Anlagephilosophie großer Staatsfonds entspricht.
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von Christoph Platt und Andreas Hohenadl, Euro am Sonntag

Konkret haben Anleger die Möglichkeit, sich ein Portfolio nach dem Vorbild des norwegischen Government Pension Fund zusammenzustellen. Oder sie folgen investitionstechnisch dem Staatsfonds von Abu Dhabi.

In der Tabelle schlägt die Redaktion ETFs vor, mit denen sich breit diversifiziert die großen Anlagebereiche abdecken lassen. Die letzten beiden Spalten geben Aufschluss darüber, welchen Anteil ein ETF in einem Portfolio à la Norwegen oder Abu Dhabi einnehmen sollte. Die Quoten orientieren sich an den öffentlich verfügbaren Infos zur Vermögensaufstellung des jeweiligen Staatsfonds und sind als Orientierungsgrößen gedacht, wie die Gewichtung im eigenen Depot aussehen könnte.

Wer wie der norwegische Staatsfonds verstärkt das Thema Nachhaltigkeit bei seinen Investments beachtet, für den sind bei den Kategorien "Aktien" und "Anleihen" passende Anlageprodukte angegeben. Sie verstehen sich als Alternativen zu den jeweils darüber gelisteten ETFs, ihr entsprechender Portfolioanteil ist deshalb in Klammern gesetzt.

Zu den Positionen im Einzelnen: Bei Aktien und Anleihen soll gründlich diversifiziert werden. Das geschieht am besten global und über viele Wirtschaftszweige hinweg. Ein ETF auf den Weltaktienindex MSCI World ist bei Aktien das Mittel der Wahl. Der bildet die Wertentwicklung von rund 1.600 Unternehmen aus 23 Industrieländern ab. Den USA kommt das größte Gewicht zu.

Ergänzt wird dieser Indexfonds durch einen ETF, der in Aktien aus den Schwellenländern anlegt. Dort sind die Anteilscheine von fast 1.400 Unternehmen aus 27 Nationen vertreten. Schwergewicht ist China. Als weitere Beimischung empfiehlt sich ein globaler Small-Cap-ETF. Mit diesem bekommen Anleger Zugang zur Wertentwicklung von knapp 4.300 Aktien kleinerer Unternehmen aus 23 Industrieländern - auch hier dominieren US-Firmen. Wegen des höheren Schwankungsrisikos von Emerging-Markets-Titeln sowie gering kapitalisierter Firmen sind die Anteile dieser ETFs gegenüber dem MSCI-World- Vehikel jeweils geringer gewichtet.

Als Alternative zu den genannten Global-ETFs kommt ein Produkt der UBS infrage. Es setzt auf einen Index, der Unternehmen versammelt, die im Vergleich zur Konkurrenz aus ihrem Sektor über ein hohes Rating in den Bereichen Umweltschutz, soziale Verantwortung und Unternehmensführung verfügen. Abgebildet wird die Kursentwicklung von gut 500 groß- und mittelkapitalisierten Firmen aus 23 Industrie- und 27 Schwellenländern.

Weltweite Diversifizierung ist auch bei den festverzinslichen Wertpapieren angeraten. Das Vermögen in diesem Bereich ist zwischen globalen Staats- und Unternehmensanleihen aufgeteilt. Bei Staatsanleihen hat sich die Redaktion für einen ETF auf inflationsgeschützte Papiere entschieden. Dies vor dem Hintergrund, dass die massiven staatlichen Ausgabenprogramme zur Bewältigung der Corona-Krise anziehende Teuerungsraten und steigende Zinsen in Zukunft wahrscheinlicher machen. Der ETF ist zudem vor Währungsschwankungen gesichert (Euro-hedged).

Da es Zinspapiere nicht nur von Staaten, sondern auch von vielen Unternehmen weltweit gibt, sollten Anleger diesen Bereich ebenfalls mit einem ETF im Depot berücksichtigen. Wer auch bei Anleihen nachhaltig unterwegs sein will, für den gibt es als Alternative den Lyxor Green Bond ETF. Er beinhaltet Anleihen mit Investment-Grade-Rating, die von Staaten, Unternehmen oder Entwicklungsbanken ausgegeben werden. Green Bonds sind festverzinsliche Papiere, deren Erlöse ausschließlich in umweltfreundliche Projekte fließen, die etwa den Klimawandel bremsen.

Etwas diffiziler ist es, via ETF die Anlagesegmente Immobilien und Alternative Investments abzubilden, die in vielen Staatsfonds eine Rolle spielen. Statt in reale Gebäude zu investieren, beteiligt man sich mit einem Indexfonds an der Kursentwicklung börsengelisteter Real Estate Investment Trusts, kurz REITs. Das sind Kapitalgesellschaften, die Immobilien besitzen und verwalten. Ebenso partizipiert man mit ETFs im Bereich Infrastruktur - nämlich an börsennotierten Betreibern von Mautstraßen, Energienetzen und so weiter.

Im Unterschied zu den Staatsfonds beteiligt man sich auch nicht direkt an Start-ups und anderen Unternehmen ohne Börsenlisting. Das Segment Private Equity decken Privatanleger vielmehr mit einem ETF ab, der in große Beteiligungsunternehmen wie Blackstone oder KKR investiert. Deren Wertentwicklung in den vergangenen Jahren kann sich sehen lassen.

Wem die Portfoliokonstruktion über verschiedene ETFs zu mühsam ist, der kann zu einer bequemen All-in-one-Lösung greifen. Gut geeignet ist der Portfolio ETF von Xtrackers. Dieser verteilt ähnlich wie Norwegens Staatsfonds das Anlagevermögen zu rund zwei Drittel auf Aktien(indizes) und zu einem Drittel auf Anleihen(indizes).











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Bildquellen: Thomas Northcut/Getty Images, Christian Zachariasen/Getty Images, Finanzen Verlag

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