28.05.2015 10:22

DJE - Marktkommentar kompakt - Der Draghi-Versuch scheint nicht zu funktionieren

DJE-Investment-Kolumne: DJE - Marktkommentar kompakt - Der Draghi-Versuch scheint nicht zu funktionieren | Nachricht | finanzen.net
DJE Investment-Kolumne
Dr. Jens Ehrhardt
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An den Aktienbörsen verwirrt, daß der Zusammenhang zwischen schwachem Euro und steigenden deutschen bzw. europäischen Börsen nicht mehr zu bestehen scheint.
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- "Abwertungshaussen" sind zwar die Regel, aber es gab auch Phasen, in denen eine Parallelität zwischen starkem Euro und steigender deutscher Börse bestand. Allerdings hat sich im Zuge der Euro-Einführung die deutsche Exportquote (damit auch die gefährliche Abhängigkeit von der Weltkonjunktur) mehr als verdoppelt. Auch die Tatsache, daß inzwischen hauptsächlich Ausländer (primär Angloamerikaner) im Besitz der deutschen Aktien sind (eine Gruppe, die in Dollar oder Pfund rechnet) könnten eine Erklärung sein. Hinzu kommt, daß die Börse immer noch in einer saisonal schwachen markttechnischen Phase ist. Des weiteren ist die Welt-Investment-Gemeinde in europäischen Aktien über- und in US-Titeln unterinvestiert. Die gegenwärtige US-Aktien-Unterinvestierung ist die stärkste seit November 2007; damals begann die bessere Entwicklung der US-Aktienmärkte gegenüber dem Rest der Welt (bis Ende 2014).

- Der Draghi-Versuch, die Zinssätze für europäische Peripherie-Anleihen erneut zu senken (vorgezogene Anleihekäufe), scheint nicht zu funktionieren. Die Renditen besonders in Spanien und Italien erscheinen gegenüber den Renditen der US-Staatsanleihen immer noch viel zu niedrig.

- Kurzfristig könnte die Entwicklung in Griechenland die europäischen Märkte beeinflussen.

Theoretisch kann die versteckte griechische Staatsfinanzierung über ELA-Kredite (IWF-Rückzahlungsvolumen im Juni ist klein im Vergleich zu bereits über 80 Mrd. € ELA-Krediten von der EZB) noch länger weiterbetrieben werden. Politisch einflußreiche Kreise schätzen die Wahrscheinlichkeit des Austritts von Griechenland weiter nur auf ca. 25%. Ein Austritt ist von den USA nicht gewünscht. Ansteckungsgefahren gibt es in Spanien nach Linksruck sowie italienischen Industriebestrebungen nach Abwertung.

- Trendindikatoren in den USA lassen zwar zu wünschen übrig (nur 55% der Aktien notieren über 200-Tage-Durchschnitt sowie Verkaufssignal nach Dow-Theorie beim Dow Transport), wegen teilweise steigendem Pessimismus (außer NASDAQ) baut sich aber technische Stärke in USA auf, trotz wohl ca. 1% BIP-Rückgang im 1. Quartal.

Den vollständigen Marktkommentar sowie viele weitere Anlegerinformationen finden Sie im Börsenbrief der Finanzwoche GmbH unter www.finanzwoche.de.

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1974 gründete Dr. Jens Ehrhardt die Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG, heute DJE Kapital AG, eine der größten bankenunabhängigen deutschen Wertpapier-Vermögensverwaltungsgesellschaften, die er bis heute erfolgreich führt.
Die FINANZWOCHE Verlagsgesellschaft für Anlageinformation mbH wurde ebenfalls im Jahre 1974 vom heutigen geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Jens Ehrhardt gegründet. Den wöchentlichen Marktkommentar diktierte Dr. Ehrhardt inzwischen über 2.000 Mal.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: DJE Investments
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