13.06.2015 23:04

EuroFondsNote: Das sind die Fonds-Renner im Juni

DWS-Flaggschiff mit Comeback: EuroFondsNote: Das sind die Fonds-Renner im Juni | Nachricht | finanzen.net
DWS-Flaggschiff mit Comeback
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Zurück zu alter Qualität: Das ­frühere DWS-Flaggschiff Vermögensbildungsfonds I kann seine Bewertung deutlich verbessern. Die Auf- und Absteiger im Juni.
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€uro am Sonntag
von Ralf Ferken, Euro am Sonntag

Vor zwei Monaten hatten wir bereits den DWS Akkumula, der von Andre Köttner geführt wird, auf FondsNote 2 hochgestuft. Nun gelang dies auch beim DWS Vermögensbildungsfonds I, den Köttner ebenfalls seit Februar 2013 leitet. Im Vergleich zum DWS Akkumula agiert der Fondsmanager beim DWS Vermögensbildungsfonds I etwas offensiver und könnte dort auch bis zu 20 Prozent in Emerging-Markets-Aktien investieren. Davon macht er aktuell aber keinen Gebrauch. Derzeit sind beide Fonds sehr ähnlich aufgestellt. Beim Anlagestil gibt es ohnehin keine Unterschiede.

Köttner ist ein Stock-Picker, der Unternehmen mit tragfähigen Geschäftsmodellen und soliden Bilanzen kauft. In beiden Portfolios hält er rund 200 Einzelwerte, an denen er meist einige Jahre festhält. Auf diese Weise war der studierte Mathematiker und Physiker schon beim UniGlobal in den Jahren 2007 bis 2012 erfolgreich, als er den MSCI-Welt-Index bei niedrigem Risiko regelmäßig übertraf.

Nach wie vor ist der DWS ­Vermögensbildungsfonds I in Deutschland sehr populär. Anleger haben darin über sieben Milliarden Euro investiert. Nur drei Aktienfonds sind größer: der DWS Top Dividende, der ­iShares Core DAX ETF und der UniGlobal. Mit einem Volumen von über vier Milliarden Euro zählt der DWS Akkumula ebenfalls zu den Dickschiffen am deutschen Fondsmarkt.

Auch den Acatis Aktien Global UI stufen wir auf FondsNote 2 hoch. Seit Mai 1997 ist Value-Manager Hendrik Leber für den globalen Aktienfonds verantwortlich. Der Fondsmanager weicht zum Teil deutlich vom MSCI­-Welt-Index ab. So hält er vergleichsweise viele IT-Werte und zyklische Konsumgüter, aber ­relativ wenige Energie- und Industrietitel.

Strategie ging nicht überall auf

Weniger Fortune hatte der ­PowerShares FTSE RAFI Emerging Markets ETF, den €uro am ­Sonntag auf FondsNote 5 he­runterstufte. PowerShares ist die ETF-Tochter der US-Fondsgesellschaft Invesco. Die RAFI-­ETFs des Asset Managers gewichten Aktien nicht anhand ihres Börsenwerts, sondern anhand vier fundamentaler Kriterien: Cashflow, Dividendenrendite, Kurs-Buchwert-Verhältnis und Umsatz. Auf diese Weise enthalten die RAFI-ETFs mehr Nebenwerte und Value­titel als herkömmliche Indizes.

In den Schwellenländern funktionierte dieser Ansatz in den vergangenen vier Jahren jedoch nicht - das ist der Zeitraum, den die FondsNote erfasst. Die RAFI-ETFs für globale und US-Aktien bewerten wir ­dagegen mit FondsNote 2. Die entsprechenden Europa-ETFs tragen jeweils FondsNote 3. Anleger sollten den RAFI-Ansatz also nicht grundsätzlich infrage stellen.
Aufsteiger, Absteiger und Erstbewertungen (pdf)

Investor-Info

DWS Vermögensbildungsfonds I
Starke Einzeltitelauswahl

Bei dem unter deutschen Privatanlegern ­äußerst beliebten Fonds weicht Manager Andre Köttner bei den Branchen und Ländern kaum vom MSCI-Welt-Index ab. Auch geht er keine Währungswetten ein. Innerhalb der Branchen und Länder sucht er seine ­Favoriten jedoch gezielt aus. Zu seinen größten Einzelwerten zählen momentan Apple, Google, Nestlé und Roche. Der geografische Fokus liegt auf den USA.

Acatis Aktien Global UI
Konzentriertes Portfolio

Fondsmanager Hendrik Leber hält nur 40 Einzelwerte im Portfolio. Im Gegensatz zu früheren Jahren gewichtet er seine Favoriten aber nicht mehr so stark, um das Rendite-Risiko- Profil des Fonds zu verbessern. So macht Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, nicht mehr acht oder neun Prozent des Portfolios aus, sondern nur noch drei bis vier Prozent. Über 50 Prozent des Vermögens entfallen momentan auf die Sektoren Informationstechnologie und nichtzyklische ­Konsumgüter.
Bildquellen: TijanaM / Shutterstock.com, AR Pictures / Shutterstock.com
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