Verantwortung

Versicherungen und Vorsorge - Familie absichern: Wichtige Tipps zur finanziellen Vorsorge

17.02.26 23:24 Uhr

Finanzielle Absicherung für die Familie: Die wichtigsten Vorsorge- und Versicherungstipps | finanzen.net

Mit der Gründung einer Familie ändert sich das finanzielle Leben grundlegend. Auf einmal gibt es mehr Verantwortung, höhere Ausgaben und oft weniger Einkommen, weil ein Partner in Teilzeit geht oder ganz zu Hause bleibt. Wer seine Familie richtig absichert, schläft ruhiger und muss sich auch im Ernstfall keine Sorgen um die Zukunft der Kinder machen.

Risikolebensversicherung

Wenn der Hauptverdiener stirbt, stehen Hinterbliebene ohne Absicherung schnell vor dem finanziellen Aus. Die Hannoversche Versicherung zählt die Risikolebensversicherung deshalb zu den wichtigsten Absicherungen überhaupt. Aber wie hoch sollte die Versicherungssumme sein? CosmosDirekt empfiehlt das Drei- bis Fünffache des gemeinsamen Bruttojahreseinkommens. Familien mit kleinen Kindern brauchen dabei mehr Schutz als Paare ohne Nachwuchs.

Ein cleverer Kniff ist die Risikolebensversicherung über Kreuz, erklärt die Hannoversche. Dabei versichert Partner A das Leben von Partner B und umgekehrt. Der große Vorteil: Wenn einer stirbt, kassiert der andere die Versicherungssumme ohne Erbschaftssteuer. Experten von Patientenverfuegung.digital raten außerdem, beide Partner abzusichern. Warum? Auch der Hauptverdiener kann nach dem Tod des Partners nicht mehr Vollzeit arbeiten, wenn er plötzlich die Kinder allein versorgen muss.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Viele denken bei der BU nur an den Hauptverdiener. Dabei ist auch der Partner zu Hause gefährdet, betont die Hannoversche. Falls die Hausfrau oder der Hausmann berufsunfähig wird, zahlt die Krankenkasse höchstens 12 Wochen lang einen Zuschuss zur Haushaltshilfe und das nur, wenn mindestens ein Kind unter 12 Jahren im Haushalt lebt. Eine professionelle Haushaltshilfe kostet mehrere tausend Euro pro Jahr. Bei 26 Wochenstunden zum Mindestlohn kommen noch Sozialabgaben dazu, weil man als Arbeitgeber auftritt.

Krankenversicherung

In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es einen riesigen Vorteil für Familien: die beitragsfreie Familienversicherung. Kinder können kostenlos mitversichert werden - normalerweise bis 18 Jahre, ohne Beruf bis zum 23. Lebensjahr und während Studium oder Ausbildung bis 25 Jahre, erklärt die Techniker Krankenkasse. Auch Ehepartner sind kostenlos dabei, wenn sie monatlich nicht mehr als 535 Euro verdienen oder höchstens einen Minijob mit 556 Euro haben. Vorsicht allerdings, wenn ein Elternteil privat versichert ist. Dann kann es mit der kostenlosen Familienversicherung für die Kinder schwierig werden. In der privaten Krankenversicherung kostet jedes Familienmitglied extra.

Altersvorsorge

Bei der Altersvorsorge gibt es keine Lösung von der Stange - jede Familie hat andere Bedürfnisse. Die Riester-Rente lohnt sich besonders für Familien mit vielen Kindern, weil der Staat kräftig zuzahlt. Ein Haken: Riester-Renten sind nur komplett vererbbar, wenn der überlebende Partner ebenfalls einen Riester-Vertrag hat. Sonst fordert der Staat die Zuschüsse zurück. Bei der Rürup-Rente gilt: Vererbbar ist sie nur unter Ehepartnern oder eingetragenen Lebenspartnern. Waisenkinder können befristet Rürup-Renten beziehen. Wer eine private oder betriebliche Altersvorsorge abschließt, kann Hinterbliebenenrenten vereinbaren, die lebenslang laufen, aber das muss rechtzeitig geregelt werden.

Für Kinder sparen

Je früher Eltern für ihre Kinder sparen, desto mehr kommt am Ende zusammen. Ein konkretes Beispiel: Wer ab dem 10. Geburtstag monatlich 100 Euro zurücklegt, hat zum 20. Geburtstag bei 2 Prozent Zinsen rund 13.300 Euro angespart. Startet man schon bei der Geburt, wächst das Kapital auf fast 30.000 Euro an. Patientenverfuegung.digital empfiehlt für Familien sichere Geldanlagen mit moderatem Risiko, etwa Festgeldkonten mit ein bis zwei Prozent Zinsen. Ein kleiner Teil kann durchaus in Fonds oder Aktien fließen. Wichtig ist aber: Sparen und Versichern sollten getrennt bleiben. Kombipolicen sind teuer, bringen kaum Rendite und verursachen bei vorzeitiger Kündigung hohe Verluste.

Redaktion finanzen.net

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