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14.09.2019 20:16
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Feuerwehr warnt vor möglichem höheren Risiko bei E-Auto-Unfällen: "Eigentlich kann man es nicht löschen"

Sicherheitsproblem?: Feuerwehr warnt vor möglichem höheren Risiko bei E-Auto-Unfällen: "Eigentlich kann man es nicht löschen" | Nachricht | finanzen.net
Sicherheitsproblem?
Die Anzahl von E-Autos auf Deutschlands Straßen nimmt, wenn auch nur langsam, zu. Feuerwehrleute sorgen sich daher um eine steigende Anzahl an Fahrzeugen mit Lithium-Ionen-Batterien, die in Unfälle verwickelt werden können.
Der Wandel von Benzinern und Dieselfahrzeugen hin zur Elektromobilität ist im Gange. Auch wenn auf Deutschlands Straßen noch verhältnismäßig wenig E-Autos unterwegs sind, sehen sich Feuerwehrleute vor neuen Herausforderungen, wenn Elektroautos an Unfällen beteiligt sind.

Kein Sicherheitsproblem bei Elektroautos

Wie der ADAC berichtet, stehen Elektroautos Benzinern und Dieselfahrzeugen in Sachen Sicherheit in nichts nach. Denn alle Autos, die zugelassen werden sollen, müssen gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Bei kürzlich von Euro NCAP durchgeführten Crashtests haben sich auch Elektrofahrzeuge wie der Jaguar I-Pace oder der Tesla Model 3 als sicher erwiesen und eine Fünf-Sterne-Bewertung erhalten.

Bei den Elektroautos ist einer der wichtigsten Aspekte, dass die elektrischen Komponenten "eigensicher" sein müssen. Wenn also ein Defekt am Auto auftritt, zum Beispiel durch eine Panne oder einen Unfall, muss der Stromfluss der Batterie automatisch unterbunden werden. Bei einer Panne könne also, wie bei anderen Autos auch, Hilfe geleistet werden. An die Hochvoltkomponenten darf aus Sicherheitsgründen aber nur ausgebildetes Personal, wie vom ADAC. Und auch bei einem Unfall könne ohne Bedenken erste Hilfe geleistet werden. Für die Feuerwehr sei nach einem Unfall die "Rettungskarte" des ADAC, die hinter die Sonnenblende geklemmt werden soll, eine wichtige Hilfestellung, da sie angibt, an welcher Stelle die Rettungskräfte ihr Werkzeug am besten anlegen können.

Risiko eines Fahrzeugbrands

Die gefährlichste Situation mit einem Elektroauto entsteht, wenn die Batterie durch einen Unfall beschädigt wird. Doch auch hier verglich der ADAC den VW up! mit dem VW e-up! bei einem Frontalzusammenstoß mit 64 km/h und konnte keinen Unterschied feststellen. Die Fahrzeugbatterie wurde nicht deformiert und auch das automatische Abschalten des Hochvolt-Systems funktionierte. Das Risiko eines Brandes sei bei einem Elektroauto, laut ADAC, daher vergleichsweise gering.

Feuerwehrleute vor besonderen Herausforderungen

Die Feuerwehr sieht dennoch eine Gefahr darin, dass Elektroautos nach einem Unfall in Brand geraten können. Denn wenn die Batterie in Brand gerät, setzt sie Unmengen an Energie frei. "Eigentlich kann man es nicht löschen", erklärt Andreas Ruhs, Brandschutzexperte der Frankfurter Feuerwehr, in einem Bericht der Hessenschau. Das Fahrzeug müsse dann kontrolliert abbrennen oder ausbrennen oder am besten in ein Wasserbad getaucht werden. Auch die Entwicklung von heißen, giftigen und ätzenden Gasen stelle, vor allem in geschlossenen Räumen, ein Problem dar. Zudem gebe es noch Unsicherheiten bei den Feuerwehrleuten, wo sie ihr Werkzeug anlegen können, um Verletzte aus elektrischen Fahrzeugen zu bergen, da teils Angst herrscht, man könnte einen elektrischen Schlag bekommen, wenn man eines der Kabel erwischt.

Das Risiko, dass ein E-Auto in Brand gerät oder die automatische Unterbindung des Stromflusses nicht einsetzt, ist vergleichsweise gering, da die Hersteller besonderen Wert darauf legen, die Batterie so gut wie nur möglich zu schützen, um eine Deformation zu verhindern. Bei der Feuerwehr wird daher verstärkt der Ernstfall geübt, damit die Einsatzkräfte genau wissen, wie sie vorgehen müssen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Tesla, Smile Fight / Shutterstock.com

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