Strom und Geld sparen: So lässt sich der Stromverbrauch senken

Drückt die Stromrechnung aufs Budget, lässt sich der Energieverbrauch im Haushalt mit einfachen Maßnahmen deutlich reduzieren, ohne große Investitionen oder Komfortverlust. Das sind die wirksamsten Methoden.
Versteckte Stromfresser aufspüren und eliminieren
Viele Haushalte übersehen die größten Energieverbrauchsquellen im eigenen Zuhause. Wie aus einem Beitrag der Verbraucherzentrale hervorgeht, können Haushalte ihre Stromkosten um bis zu 50 Prozent reduzieren, wenn sie gezielt gegen Stromfresser vorgehen. Besonders alte Haushaltsgeräte entpuppen sich als wahre Energieschlucker: Ein etwa 30 Jahre alter Kühlschrank mit Gefrierfach verbraucht laut dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) um die 410 kWh pro Jahr, während moderne energieeffiziente Modelle nur noch rund 110 kWh benötigen.
Den heimlichen Stromverbrauch kann man leicht selbst aufdecken. Mit einem einfachen Strommessgerät für etwa zehn Euro - oder kostenlos ausgeliehen bei den Verbraucherzentralen - lassen sich die tatsächlichen Verbrauchswerte einzelner Geräte ermitteln. Ein einfacher Test ohne Messgerät: Fühlen, ob das Netzteil eines scheinbar ausgeschalteten Geräts warm ist. Falls ja, zieht es weiterhin Strom. Dies betrifft häufig Steh- oder Schreibtischlampen, Laptops und andere Bürogeräte, deren ungenutzte Leistungsaufnahme zwischen 0,5 und 10 Watt variieren kann.
Standby-Modus und Co.: Die größten Energiefallen im Alltag
Der Standby-Modus ist eine der häufigsten Energieverschwendungsquellen in deutschen Haushalten. Schaltet man den Fernseher nur in den Standby-Modus, zeigt er zwar kein Bild mehr, frisst aber trotzdem kontinuierlich Strom. Besonders problematisch sind dabei Smart-Home-Geräte wie Sprachassistenten, Soundbars mit Bluetooth-Bereitschaft und Ladegeräte, die dauerhaft in der Steckdose stecken.
Wie co2online berichtet, können Geräte im Standby-Modus für bis zu 10 Prozent des gesamten Stromverbrauchs verantwortlich sein. Hochqualitative, schaltbare Steckerleisten oder Zwischenstecker mit App-Steuerung können hier Abhilfe schaffen, indem sie die Stromzufuhr komplett kappen. Besonders bei Entertainment-Geräten wie Fernsehern, Receivern und Spielekonsolen lohnt sich das konsequente Abschalten: Eine täglich 20 Stunden im Standby laufende Spielekonsole kann jährlich rund 110 kWh an Stromkosten verursachen.
Küche und Haushalt: Effiziente Nutzung der Großgeräte
In der Küche verstecken sich besonders viele Einsparmöglichkeiten. Kühl- und Gefrierschränke laufen ununterbrochen und können im schlimmsten Fall für ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs verantwortlich sein. Die richtige Temperatureinstellung macht dabei einen enormen Unterschied: 7 Grad Celsius im Kühlschrank und minus 18 Grad im Gefrierfach sind völlig ausreichend. Jedes Grad kälter erhöht den Stromverbrauch bereits um etwa 6 Prozent.
Beim Kochen lassen sich ebenfalls beträchtliche Mengen Energie sparen. Die Verwendung eines passenden Deckels und einer zur Topfgröße passenden Herdplatte kann den Energieverbrauch um die Hälfte senken. Für kleinere Wassermengen erweist sich der Wasserkocher als deutlich effizienter als der Elektroherd. Auch die Nutzung der Restwärme hilft beim Sparen: Herdplatten und Backofen können bereits 10 Minuten vor Ende der Garzeit ausgeschaltet werden.
Dominik Maier, Redaktion finanzen.net
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