finanzen.net
11.07.2019 13:54
Bewerten
(5)

EZB-Protokoll signalisiert Bereitschaft zu neuem Stimulus

Erhöhte Unsicherheit: EZB-Protokoll signalisiert Bereitschaft zu neuem Stimulus | Nachricht | finanzen.net
Erhöhte Unsicherheit
DRUCKEN
Die Ratsmitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) haben bei ihrer Sitzung im Juni zu erkennen gegeben, dass sie angesichts der schwachen Inflationsdaten und der zunehmenden globalen Unsicherheiten bald neue Impulse für die Wirtschaft der Eurozone in Betracht ziehen werden.
Das Protokoll der Sitzung vom 6. Juni legt nahe, dass sich die Währungshüter darauf vorbereiten, die exportorientierte Wirtschaft der Eurozone zu unterstützen, indem sie den Einlagenzins, der derzeit auf minus 0,40 Prozent festgelegt ist, senken oder ihr Anleihekaufprogramm wieder aufnehmen.

"Es herrschte weitgehend Einigkeit darüber, dass der EZB-Rat angesichts der erhöhten Unsicherheit, die sich voraussichtlich weiter in die Zukunft erstrecken wird, bereit und vorbereitet sein muss, die geldpolitische Haltung durch Anpassung aller seiner Instrumente weiter zu lockern", so das Protokoll. Zu den zu berücksichtigenden Maßnahmen gehörten Zinssenkungen und neue Anleihenkäufe, hieß es in den Aufzeichnungen.

Die großen Zentralbanken haben in den letzten Wochen ihren Fokus auf Zinssenkungen verlagert, inmitten der anhaltenden internationalen Handelsspannungen und einer Abschwächung in wichtigen Schwellenländern wie China. Fed-Chef Jerome Powell signalisierte vor dem US-Kongress, dass die US-Notenbank die Zinssätze bereits im Juli senken könnte. Die Anleger beobachten aufmerksam die Signale, wie aggressiv die EZB dem Beispiel der Fed folgen könnte.

Draghi enttäuschte die Anleger nach der Sitzung der EZB im Juni, indem er vorschlug, dass die Wirtschaft der Eurozone weiter nachlassen müsse, bevor die Bank handeln würde. Wenige Tage danach hat Draghi seinen Kurs geändert und signalisiert, dass neue Impulse auf dem Weg sind, es sei denn, die wirtschaftlichen Aussichten verbessern sich. Aber es war nicht klar, ob der Rest des EZB-Rats einen solchen Schritt unterstützen würde.

Das Protokoll deutet darauf hin, dass der Rat folgen würde. Die Aufzeichnungen zeigen, dass die Ratsmitglieder sehr besorgt sind, dass die globalen Unsicherheiten die Wirtschaft des Euroraums für einige Zeit belasten werden. Die Geldpolitiker betonten die Abwärtsbewegung bei den Markterwartungen für die zukünftige Inflation, die "nahe den vorherigen Tiefstständen vom September 2016" gesunken sind. Die EZB hatte zuvor nachlassende Inflationserwartungen genutzt, um aggressive Konjunkturmaßnahmen zu rechtfertigen.

"Für das Jahr 2021 wird immer noch nur eine Inflation von 1,6 Prozent prognostiziert, was sich in einiger Entfernung vom Inflationsziel befindet", so das Protokoll. Die EZB strebt an, die Inflation mittelfristig bei knapp 2 Prozent zu halten. "Es wurde daher als wichtig erachtet, dass der Rat seine Entschlossenheit zum Handeln unter Beweis stellt und sich weiter auf ungünstige Umstände in der kommenden Zeit vorbereitet", hieß es im Protokoll.

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: Jorg Hackemann / Shutterstock.com, DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images

Sparbriefe Zinsen

  • Anlagebetrag: 10.000 Euro
  • Anlagezeitraum: 3 Jahre
  • Einlagensicherung: Auch die Europäische
  • Zinszahlung: Alle Varianten
InstitutZinssatz
Banka Kovanica1,45%
Rietumu Bank1,45%
Banca Sistema1,45%
Banco BNI Europa1,45%
Haitong Bank1,35%
weitere Sparbriefe Zinssätze

Heute im Fokus

DAX stabil -- Wall Street im Plus erwartet -- Kursrally bei Gold -- Wirecard: Zusammenarbeit mit Aldi -- Zipse wird neuer BMW-Vorstandschef -- Software AG, Bayer, Sartorius, Microsoft, Boeing im Fokus

American Express meldet Gewinnsprung. Ex-Automanager Ghosn reicht Klage gegen Nissan und Mitsubishi ein. NORMA passt Jahresprognose an. Heidelberger Druck-Aktien setzen Kurseinbruch fort. Fortum steigert Gewinn überproportional. AB InBev verkauft Australien-Geschäft. Munich Re erzielt Milliarden-Gewinn.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Top-Rankings

KW 29: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 29: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Die Performance der MDAX-Werte in KW 28 2019.
Welche Aktie macht das Rennen?

Umfrage

Wo sehen Sie den DAX Ende 2019?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Microsoft Corp.870747
Daimler AG710000
NEL ASAA0B733
SAP SE716460
Amazon906866
Infineon AG623100
BayerBAY001
Netflix Inc.552484
Apple Inc.865985
BASFBASF11
Airbus SE (ex EADS)938914
TeslaA1CX3T
Heidelberger Druckmaschinen AG731400