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13.06.2019 17:52

Nahende Zinssenkung: Das erwarten Experten von der US-Notenbank Fed

Zinssenkungsspekulationen: Nahende Zinssenkung: Das erwarten Experten von der US-Notenbank Fed | Nachricht | finanzen.net
Zinssenkungsspekulationen
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Anleger und Ökonomen rechnen mit einer Zinssenkung der Fed, was den Märkten immer wieder Aufschwung verlieh. Experten von Morgan Stanley, JPMorgan, Goldman Sachs und Wells Fargo erklären, welche Auswirkungen diese für die Finanzmärkte haben könnte.
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Nach mehreren Anhebungen im Jahr 2018 beließ die US-Notenbank den Leitzins in diesem Jahr unangetastet. Am 19. Juni wird die Fed in ihrer Sitzung entscheiden , ob sie das aktuelle Zinsniveau beibehält. Verschiedene Aussagen von Fed-Vertretern signalisierten in den vergangenen Wochen die Bereitschaft, die Wirtschaft - wenn nötig - anzukurbeln, daher rechnen viele Investoren mit einer Zinssenkung. In einem Bloomberg-Bericht erklären Experten, wie sich dies auf die Märkte auswirken könnte.

JPMorgan ist optimistisch

Die Experten John Normand und Nikolaos Panigirtzoglou bevorzugen eine positive Sichtweise. Eine Zinssenkung könnte einen Bullenmarkt wiederherstellen. Allerdings zeige das Rezessions-Risiko-Modell von JPMorgan eine gewisse Gefahr für risikoreiche Märkte. Die Senkung nach einer Rezession verlängere nur einen Bärenmarkt. Die Erfahrung aus vergangenen Zinssenkungen zeige aber, dass sich die US-Anleiherenditen weiter erholten und bis zu sechs Monate nach der ersten Zinssenkung stiegen. Die Kreditspannen hätten sich durchschnittlich während der ersten sechs Monate ausgeweitet und auch dem Dollarkurs hätten die Zinssenkungen im Schnitt in den ersten drei Monaten einen Aufschwung verliehen.

Goldman Sachs erwartet Erträge

David Koston von Goldman Sachs und sein Team erklären, dass der S&P 500 üblicherweise zu Beginn eines Zinssenkungszyklus starke Zuwächse generiere. In den vergangenen 35 Jahren sei der Index in den folgenden drei Monaten nach einer Zinssenkung um zwei Prozent und in den ersten 12 Monaten nach einer Zinssenkung um 14 Prozent gestiegen. Kürzungen könnten vor allem dem Gesundheitswesen und dem Konsumgütermarkt zugutekommen, während die Informationstechnologie weiter hinterherhinken könnte. Falls die Fed den Leitzins nicht senken sollte, würde der S&P dagegen vermutlich zurückfallen, da die Erwartungen der Anleger nicht erfüllt würden.

Morgan Stanley vermutet abwartende Haltung

Die Morgan Stanley-Analysten Sheena Shah und Andrew Watrous sind der Meinung, dass die Zinssenkungszyklen der Fed in zwei verschiedene Typen differenziert werden könnten: Zum einen die Kürzungen vor dem Euro 1995, 1998 und 2001, die zu einer Dollar-Rally führten, zum anderen die Kürzungen nach dem Euro 2002 und 2007, nach denen es zu einer Dollar-Schwäche gekommen sei. Die Experten von Morgan Stanley rechneten daher mit einer abwartenden Haltung der Fed, bis sich die Lage an den Finanzmärkten weiter verschärfe.

Wells Fargo rechnet mit Grenzen nach oben

Pravit Chintawongvanich von Wells Fargo meint: "Obwohl sich die Aktien mit niedrigeren Zinssätzen erholten, könnte es zu einem Abverkauf (oder zumindest begrenztem Aufschwung) kommen, wenn der Zinssatz weiter zurückgeht". Eine Zinssenkung sei bereits eingepreist und sollte es zu mehreren Senkungen bis zum Jahresende kommen, würde dies vermutlich bedeuten, dass sich das Wirtschaftswachstum weiter verlangsamt habe oder die Handelskonflikte erneut eskalierten. Es sei mit einer hohen Volatilität zu rechnen. Den Aktien könnten vor dem G20-Gipfel Grenzen nach oben gesetzt sein.

Während die Märkte die Aussagen von Jerome Powell so deuten, dass es zu einer Zinssenkung kommen könnte, sehen einige Experten das kritischer. Wie CNBC berichtet, meint Jan Hatzius von Goldman Sachs, die Experten gingen davon aus, dass die Aussagen kein klarer Hinweis auf eine Zinssenkung gewesen seien, sondern vielmehr zusichern sollten, dass das FOMC (Federal Open Market Commitee) sich der Risiken durch die aktuellen Handelskonflikte bewusst sei. Dass es schon kommende Woche zu einer Zinssenkung kommen könnte, gilt als weniger wahrscheinlich.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: tlegend / Shutterstock.com, fstockphoto / Shutterstock.com

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