Direkte Produkt-Rentabilität DPR

Direkte Produkt-Rentabilität DPR - Definition

Kennzahl zur Beurteilung des Erfolges in Handelsunternehmen und zunehmend auch in der Industrie. Mit der DPR wird keine Prozentrentabilität (Rentabilität), sondern ein Deckungsbeitrag in Euro errechnet. Die Grundidee besteht darin, die Gefahr der willkürlichen Kostenschlüsselung zu umgehen, indem ein Deckungsbeitrag stufenweise ermittelt wird und damit explizit der Einzelartikel bzw. zumindest die übergeordnete Warengruppe zum Kalkulationsobjekt aufsteigt. Konkret wird die DPR meist definiert als Nettoverkaufspreis (d. h. exklusive Umsatzsteuer) abzüglich Nettoeinkaufspreis zzgl. sonstige herstellerseitige Vergütungen (z. B. Werbekostenzuschüsse, artikelbezogene Rabatte) abzüglich der direkten Produktkosten. Zur Deckungsbeitragsermittlung subtrahiert die DPR-Rechnung einzelne ausgewählte Kostenarten, z. B. Prozesskosten der Warenpräsentation, oder Logistik vom Nettoerlös je Warengruppe und vermeidet pauschale Kostenzuordnungen im Zuge einer willkürlichen Vollkostenrechnung.

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Schneck (Hrsg.), Lexikon der Betriebswirtschaft, 9. Auflage, München 2015
www.finanzen.net/wirtschaftslexikon/direkte-produkt-rentabilitaet-dpr/9

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