DroneShield-Aktie bricht ein: Sales-Pipeline sinkt, Umsatz springt hoch

Der Drohnenabwehr-Spezialist DroneShield hat am Dienstag seine Bilanz zum vierten Quartal sowie dem Gesamtjahr 2025 vorgelegt. Anleger reagierten verschnupft.
Werte in diesem Artikel
• DroneShield-Aktie sackt ab
• Umsatzboom in 2025
• Sales-Pipeline seit Oktober 2025 kleiner geworden
Der Drohnenabwehr-Spezialist DroneShield hat in 2025 einen Umsatzsprung verzeichnet. So kletterten die Einnahmen von 57,5 Millionen AUD in 2024 um 277 Prozent auf 216,5 Millionen AUD. Allein im vierten Jahresviertel ging es im Vorjahresvergleich um 94 Prozent aufwärts auf 51 Millionen AUD.
Wie das Unternehmen mitteilte, seien für das Geschäftsjahr 2026 bereits Aufträge im Wert von 95,6 Millionen AUD gesichert worden, weshalb man mit hoher Planbarkeit in das neue Jahr starten könne. Auch die Cash-Conversion-Rate zeigte sich stark. So wurden die Zahlungseingänge in 2025 um 256 Prozent im Vorjahrvergleich gesteigert auf 201,6 Millionen AUD, was darauf hindeutet, dass die Finanzierungskapazitäten des Rüstungskonzerns zunehmen. So flossen im vergangenen Jahr 70 Millionen AUD zurück in Forschung und Entwicklung, ohne dass dies das Unternehmen finanziell belastete.
SaaS-Einnahmen ziehen an
In dem Bereich Software-as-a-Service konnte DroneShield im vergangenen Quartal ein besonders starkes Wachstum verzeichnen. So gingen die SaaS-Einnahmen im Vorjahresvergleich um 475 Prozent nach oben auf 4,6 Millionen AUD. Das Management des australischen Konzerns geht zudem auch weiterhin davon aus, dass dieser Einkommenszweig in 2026 weiter wachsen dürften, da alle neuen Produkte auch eine oder mehrere SaaS-Komponenten beinhalten.
Darüber hinaus verfügt DroneShield über eine beeindruckende Sales-Pipeline, die Stand Januar 2026 einen Wert von 2,09 Milliarden AUD umfasst. Dazu gehören verschiedene Projekte in Europa, Großbritannien, den USA, Australien und Asien. Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, sollen die Fertigungskapazitäten bis Ende 2026 von aktuell 500 Millionen AUD jährlich auf 2,4 Milliarden AUD pro Jahr steigen.
DroneShield-Aktie unter Druck
Trotz der starken Zahlen geriet die DroneShield-Aktie an der Heimatbörse in Sydney am Dienstag unter Druck. Zum Handelsschluss ging es hier 6,49 Prozent runter auf 4,18 AUD. Dennoch kann das Papier seit Jahresbeginn auf ein Plus von 33,55 Prozent blicken. In den letzten zwölf Monaten ging es gar 538,17 Prozent nach oben.
Abnehmende Sales-Pipeline belastet Aktienkurs
Der Ausverkauf nach den positiven Zahlen dürfte einerseits auf kurzfristige Gewinnmitnahmen zurückzuführen sein. Anderseits geht aus der Unternehmenspräsentation hervor, dass die Sales-Pipeline im Vergleich zu Oktober 2025 kleiner geworden ist. Hier hatte das Unternehmen noch einen Wert von 2,5 Milliarden AUD genannt. DroneShield begründet den Rückgang mit mehrere Großprojekten, die sich in einer Frühphase befanden und/oder die nur eine geringe Wahrscheinlichkeit einer tatsächlichen Durchführung aufwiesen. Auch die Verkleinerung des Umfangs mancher Projekte sowie die Aufwertung des Australischen Dollars gegenüber dem US-Dollar dürften zum Rückgang der Sales-Pipeline beigetragen haben. So betont DroneShield in der Präsentation: "Die Pipeline umfasst bestehende definierte Verkaufschancen in verschiedenen Reifestadien. Die Chancen sind hinsichtlich ihrer Wahrscheinlichkeit nicht gewichtet. Es gibt keine Garantie dafür, dass die Verkaufschancen des Unternehmens tatsächlich zu Verkäufen führen werden."
Mittelfristig will DroneShield in den Jahren 2028 bis 2029 seine Pipeline um 100 Prozent bis auf 5 Milliarden AUD steigern und auch KI-Software als SaaS-Abomodell lancieren.
Redaktion finanzen.net
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Bildquellen: Droneshield
