02.01.2019 22:16

Apple-Aktie: Analyst dampft Kursziel drastisch ein - und sieht Kaufgelegenheit

Aktie vor dem freien Fall?: Apple-Aktie: Analyst dampft Kursziel drastisch ein - und sieht Kaufgelegenheit | Nachricht | finanzen.net
Aktie vor dem freien Fall?
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Bisher galt die Apple-Aktie als Analysten-Liebling. Diese Zeiten scheinen nun vorbei. Obwohl sich die Experten weiterhin mehrheitlich einig sind, dass dem Konzern eine große Zukunft bevorsteht, sagt ein Analyst der Apple-Aktie ein schwarzes Jahr 2019 voraus. Anleger könnten davon jedoch profitieren.
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Nachdem der gesamte Aktienmarkt Ende des Jahres 2018 unter die Räder gekommen ist, soll es nun auch mit der bullishen Einschätzung für die Apple-Aktie vorbei sein. Pelham Smithers, Direktor von Pelham Smithers Associates, geht davon aus, dass die Papiere kräftig Federn lassen müssen. Schuld daran sollen vielfältige Probleme sein.

Patent-Streitigkeiten mit QUALCOMM

Eines dieser Probleme ist der Gerichtsstreit mit der US-Firma QUALCOMM. In dem Konflikt geht es um Patentrechte, die Apple verletzt haben soll. Und die Gerichtsbarkeit scheint dem Chip-Riesen Recht zu geben: In Deutschland konnte QUALCOMM bereits im Dezember ein Verkaufsverbot von älteren iPhone Modellen erwirken, welche von der Patentverletzung betroffen sein sollen. In China erwirkte QUALCOMM schon Wochen zuvor ein Verkaufsverbot. Doch nicht nur eventuelle Einbußen durch fehlenden iPhone-Absatz dürfte den iKonzern in diesem Fall teuer zu stehen kommen. Hinzu kommt eine Sicherheitsleistung von mindestens 668,4 Millionen Euro, die Apple hinterlegen musste, und das Unternehmen muss Schadenersatz an QUALCOMM leisten. Der Betrag wurde bisher jedoch nicht festgesetzt.

Wird 5G für Apple zum Problem?

Schwierig werden könnte es für den iKonzern auch wegen des neuen Mobilfunkstandards 5G. 5G soll mindestens 100-mal schneller reagieren als die bisherigen 4G-Netze. Wie Smithers gegenüber CNBC verlauten ließ, dürfte dies jedoch ein großer Test für Apple werden. "Letztlich sind sie (Apple) ein Konzern für Endverbraucherlösungen, und der erste Schritt dahin ist die Hardware. Und dann geht es darum, was die Hardware mit der Software anstellen kann", gab der Analyst in der Sendung "Squawk Box Europe" zu bedenken. "Während wir also in die 5G-Ära einziehen, geht es um die Effizienz der Mobiltelefone, ihrer Tablets in dieser Umgebung - ob aus Konzern- oder Endverbrauchersicht - das wird der Schlüssel sein."

Sinkende iPhone-Absatzzahlen

Außerdem kursieren derzeit am Markt Gerüchte, dass Apple mit sinkenden Absatzzahlen beim Flaggschiff iPhone zu kämpfen hat. Diese wurden bei der letzten Bilanzvorlage des Unternehmens noch untermauert, als bekannt wurde, dass Apple in Zukunft keine genauen Absatzzahlen der iPhones mehr veröffentlichen will. Des Weiteren soll das neue Zugpferd, das iPhone XR, doch nicht so gut bei den Kunden ankommen, sodass Apple bereits im November angeblich die Produktion gekürzt hat. Und auch das iPhone XS kann die Erwartungen Analysten-Einschätzungen zufolge nicht erfüllen. Michael Walkley von Canaccord Genuity warnte seine Kunden Anfang Dezember mit den Worten: "Unsere Untersuchungen haben eine schwache iPhone-Nachfrage mit enttäuschenden iPhone XS-Umsatzzahlen gezeigt".

Handelskrieg als Damoklesschwert

Dem nicht genug, kommt noch der weiter schwelende Handelskrieg zwischen den USA und China als Belastungsfaktor hinzu. Zwar betonte US-Präsident Donald Trump in jüngster Vergangenheit immer wieder, dass der iKonzern von etwaigen Strafzöllen ausgenommen werden solle, doch diese Aussage gilt inzwischen als unsicher. Bob Parker, Mitglied des Investitionsausschusses bei Quilvest Wealth Management, sagte dazu gegenüber CNBC: "Wenn Sie sich Apple anschauen, dann handelt es sich um amerikanische Technologie. Das Produkt wird von einem taiwanesischen Unternehmen in chinesischen Fabriken produziert. Damit ist es an der Spitze der Anfälligkeit für Handelskonflikte." Darum könnte eine weitere Eskalation im Handelsstreit für Apple besonders schmerzhaft werden.

Analysten-Fazit fällt mau aus - oder doch nicht?

"Wir haben (Apple-) Bewertungen gesehen, die deutlich geringer sind als die von heute", schrieb Pelham Smithers in einer E-Mail an CNBC. "Und mit dem QUALCOMM-Prozess, der Smartphone-Sättigung des Marktes und Handelssorgen könnten wir diese historischen Tiefstände mühelos testen, was einen Abschwung von bis zu 25 Prozent vom jetzigen Punkt bedeuten würde", führt der Experte weiter aus. Das Kursziel setzte Smithers bei 117,75 US-Dollar fest. Niedriger stand die Apple-Aktie zuletzt Anfang 2017. Doch der Analyst malt nicht nur schwarz, ganz im Gegenteil. Denn sollte der iKonzern seine 5G-Mobiltelefone vorstellen, könnte es kräftig nach oben gehen. Dann könnten die aktuellen, oder noch kommenden, niedrigen Bewertungen für Anleger eine perfekte Einstiegschance bieten, so der Experte. Allerdings rechnet Smithers erst Ende 2019 oder sogar erst in 2020 mit der technischen Neuerung aus dem Hause Apple.

Am Mittwoch verlor die Apple-Aktie an der NASDAQ zunächst, drehte im Verlauf jedoch ins Plus - zuletzt ging es um 0,11 Prozent auf 157,92 US-Dollar aufwärts.

Redaktion finanzen.net

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