18.06.2020 17:56

BASF-Aktie höher: Verlust im zweiten Quartal nicht ausgeschlossen - Kurt Bock neuer Aufsichtsratschef bei BASF

Belastbare Prognose in Q3: BASF-Aktie höher: Verlust im zweiten Quartal nicht ausgeschlossen - Kurt Bock neuer Aufsichtsratschef bei BASF | Nachricht | finanzen.net
Belastbare Prognose in Q3
Folgen
Der Einbruch der Autobranche belastet den Chemiekonzern BASF weiter stark.
Werbung
Vorstandschef Martin Brudermüller bekräftigte die Einschätzung, dass im zweiten Quartal bestenfalls ein operativer Gewinn im niedrig dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erzielt wird, womöglich aber auch ein Verlust. "Wir wissen nicht, ob und wann sich die Märkte wieder normalisieren", sagt er laut dem vorab veröffentlichten Redetext auf der virtuellen Hauptversammlung am Donnerstag.

BASF erwartet im Verlauf des Jahres insgesamt eine Verbesserung der Lage. Allerdings könne der Rückgang im Geschäft mit der Automobilbranche durch starke Nachfrage in anderen Segmenten nicht ausgeglichen werden. "Wir hoffen, Ihnen im dritten Quartal belastbare Zahlen nennen zu können", so Brudermüller.

Schlechte Marktbedingungen für Wintershall DEA-IPO

BASF hält an dem Verkauf seiner Beteiligung Wintershall DEA fest. "Aufgrund der schlechten Marktbedingungen insbesondere der sehr niedrigen Preise für Öl und Gas werden wir den Börsengang aber voraussichtlich verschieben", sagte Finanzchef Hans-Ulrich Engel auf der Online-Hauptversammlung des Unternehmens am Donnerstag.

Bislang habe BASF geplant, das Öl- und Gaseunternehmen im zweiten Halbjahr 2020 an die Börse zu bringen. Der Konzern wolle weiterhin in den kommenden Jahren den Anteil an Wintershall Dea sukzessive reduzieren.

BASF hatte 2019 die Kasseler Öl- und Gastochter Wintershall mit dem Konkurrenten Dea fusioniert. Wintershall Dea steht wegen des Baus der umstrittenen Leitung Nord Stream 2 im Fokus. Das Unternehmen ist an der Pipeline finanziell beteiligt, die Gas direkt von Russland über die Ostsee nach Deutschland transportieren soll. Das Projekt ist den USA jedoch ein Dorn im Auge und Firmen, die an der Pipeline mitbauen, drohen Sanktionen. Dadurch liegt der Bau derzeit auf Eis.

Nach dem Baustopp hatte Russland sein eigenes Spezialschiff für die Verlegung von Gasröhren in Bewegung gesetzt. Nun wollen US-Präsident Donald Trump sowie seine Republikaner und die Demokraten in beiden Kammern des Kongresses die Gaspipeline auf den letzten Metern durch die Ausweitung der US-Sanktionen stoppen. Die USA argumentieren, Deutschland begebe sich damit in Abhängigkeit von Russland.

Ein neuer US-Gesetzesentwurf sieht Sanktionen nicht nur gegen Firmen vor, die die Schiffe zur Verlegung der Rohre stellen. So sollen auch Unternehmen mit Strafmaßnahmen belegt werden, die Schiffe für andere Aktivitäten im Zusammenhang mit den Verlegearbeiten stellen. Dabei kann es sich zum Beispiel um das Ausheben von Gräben für die Pipeline handeln. Auch Firmen, die solche Schiffe versichern, drohen Sanktionen. Das gleiche gilt für Unternehmen, die Zertifizierungen für die Pipeline vornehmen, damit diese in Betrieb gehen kann.

Kurt Bock neuer Aufsichtsratschef bei BASF

Der frühere BASF-Vorstandschef Kurt Bock ist wie vorgesehen neuer Aufsichtsratsvorsitzender bei dem Chemiekonzern aus Ludwigshafen. Das Kontrollgremium erwählte den 61-Jährigen für diese Funktion. In den Aufsichtsrat hatten die Aktionäre Bock zuvor nur mit einer vergleichsweise knappen Mehrheit von 67,3 Prozent gewählt. Die Fondsgesellschaft Union Investment hatte sich im Vorfeld kritisch geäußert: Bock sei der falsche Kandidat, habe schon als Vorstandschef zu wenig strategische Weitsicht gezeigt.

Bock stand von 2011 bis 2018 an der Spitze von BASF. Vor zwei Jahren hatte er seinen Stuhl im Rahmen einer langfristigen Nachfolgeplanung für Martin Brudermüller geräumt. Bock ist auch Aufsichtsratschef beim Mannheimer Schmierstoffhersteller FUCHS PETROLUB und Mitglied im Aufsichtsrat von BMW. Der Ostwestfale ersetzt im Aufsichtsrat Jürgen Hambrecht, der das Gremium sechs Jahre führte.

Die BASF-Aktie gewann am Donnerstag im XETRA-Handel letztlich 1,89 Prozent hinzu und stieg auf 54,01 Euro.

DJG/rio/brb

FRANKFURT (Dow Jones) / dpa-AFX

Ausgewählte Hebelprodukte auf Wintershall DEA
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Wintershall DEA
Long
Short
Hebel wählen:
5x
10x
Name
Hebel
KO
Emittent
Bildquellen: BASF

Nachrichten zu Wintershall DEA

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Wintershall DEA

Keine Analysen gefunden.

mehr Analysen
Werbung

Meistgelesene Wintershall DEA News

Keine Nachrichten gefunden.
mehr
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Wintershall DEA Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.

Heute im Fokus

Nervosität bleibt: DAX schließt im Minus -- US-Börsen schließen rot -- Gamesa-Übernahme durch Siemens Energy stockt -- XXXLutz greift nach Home24 -- Porsche, Twitter, Lufthansa, BASF im Fokus

Munich Re verschärft Richtlinien für Öl- und Gasprojektversicherung. Peloton-Chef sieht Sanierung in Gefahr. Schwedische Staatsanwaltschaft sieht Sabotage-Verdacht bei Nord-Stream-Lecks erhärtet. Amazon ordert E-Vierzigtonner von Volvo - Volvo-Aktie profitiert. Volkswagen will offenbar China-Joint-Venture für Software gründen. Elektro-Postschiff in Berlin gestartet.

Umfrage

Glauben Sie, dass es in den kommenden sechs Monaten schwieriger wird, die eigenen Renditeerwartungen zu erzielen?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln