finanzen.net
17.05.2019 18:18
Bewerten
(0)

Geplantes IPO im Juni: Könnte der verpatzte Uber-Börsengang das Slack-IPO in Frage stellen?

Dämpfer für IPOs?: Geplantes IPO im Juni: Könnte der verpatzte Uber-Börsengang das Slack-IPO in Frage stellen? | Nachricht | finanzen.net
Dämpfer für IPOs?
Ist die Luft raus am IPO-Markt? Diese Frage kommt mit Blick auf das verpatzte Börsendebut des Fahrdienstleisters Uber unweigerlich auf. Könnte Uber ein Menetekel für die weiteren demnächst geplanten IPOs sein?
Es sollte ein fulminanter Start an die NYSE sein: Der Börsengang von Uber war gespannt erwartet worden, der Fahrdienstleister sollte in eine Liga mit den größten Tech-Giganten aufsteigen, die Investmentbank Morgan Stanley ersann schon eine Erweiterung des Akronyms FAANG, das für die Branchengrößen Facebook, Amazon, Apple, Netflix und die Alphabet-Tochter Google steht, zu UFAANG. Doch der Plan ging gründlich schief. Am vergangenen Freitag, dem ersten Handelstag von Uber, sackte die Aktie bereits deutlich ab, sie schloss 7,6 Prozent unter dem Ausgabepreis, der bei 45 US-Dollar schon im unteren erwarteten Bereich lag. Am zweiten Uber-Handelstag mussten die Papiere nochmal mehr als 10 Prozent einbüßen und wurden zum Handelsschluss bei nur mehr 36,10 US-Dollar gehandelt. Damit liegt die Marktkapitalisierung nun bei dürftigen etwas mehr als 60 Milliarden US-Dollar - ein ernüchterndes Ergebnis, war doch im Vorfeld des Börsengangs erwartet worden, dass Uber beim Sprung auf das Börsenparkett einen Börsenwert von 120 Milliarden US-Dollar erreichen könnte.

Wie wird sich Slack schlagen?

Das Uber-Debakel gibt dem IPO-Geschäft einen ziemlichen Dämpfer. Bereits der Uber-Rivale Lyft enttäuschte nach seinem Börsendebut: Lag der Ausgabepreis für Lyft-Aktien Ende März noch bei 72 US-Dollar, wurden die Papiere zum Handelsschluss am vergangenen Montag nur noch bei 48,15 US-Dollar gehandelt, sprich mehr als 33 Prozent unter dem Emissionspreis.

Der nächste Kandidat für ein IPO ist der Instant-Messaging-Dienst Slack. Zu Wochenbeginn gab das Unternehmen in einer Investorenkonferenz bekannt, die Erstnotiz vermutlich am 20. Juni durchführen zu wollen. Beim IPO wird sich Slack aber nicht an Uber und Lyft orientieren, sondern wie vor einem Jahr Spotify eine Direktplatzierung vornehmen. Bei einer Direktplatzierung werden keine neuen Aktien ausgegeben, bestehende Investoren bekommen dadurch aber die Möglichkeit, ihre Wertpapiere öffentlich zu verkaufen.

Geschäftsmodell von Slack bereits bewiesen

Was Slack mit den beiden Fahrdienstleistern gemeinsam hat, sind allerdings die roten Zahlen, die es schreibt. Wenn man bei Slack aber von roten Zahlen redet, dann muss man bei Uber von tiefroten Zahlen sprechen. Denn Slack weist für 2018 "nur" einen Verlust in Höhe von 143,85 Millionen US-Dollar aus - ein Bruchteil von den 3 Milliarden US-Dollar, die Uber im vergangenen Jahr verbrannte.

Im ersten Quartal diesen Jahres konnte Uber aber einen Anstieg der Einnahmen um 65 Prozent auf 134 Millionen US-Dollar verzeichnen. Außerdem darf sich Slack damit brüsten, ein Geschäftsmodell zu verfolgen, das sich bereits in der Vergangenheit als profitabel erwiesen hat - im Gegensatz zu Uber und Lyft, die sich mit ihren Fahrdienstleitungen an der Börse erst noch beweisen müssen.

Schwieriges Marktumfeld für Uber-Börsenstart

Damit könnte man Slack vielmehr in einem Atemzug mit dem Videokonferenz-Unternehmen Zoom und der Cloud-Computing-Firma PagerDuty nennen, die am Anfang der Woche auch ein paar Prozent vom Aktienkurs abgeben mussten, aber trotzdem noch deutlich über ihrem Ausgabepreis im vergangenen Monat liegen. Es ist also gut möglich, dass Investoren Slack gegenüber freundlich gesinnt sind, denn wie bei Zoom und PagerDuty besteht beim Geschäftsmodell von Slack kein Zweifel, dass es prinzipiell funktioniert.

Dass das Börsendebakel von Uber ein Hinweis darauf ist, dass es auch für die kommenden IPOs in diesem Jahr schlecht laufen wird, muss nicht unbedingt zu sein. Ein Faktor, der die schlechte Performance von Uber beeinflusst haben könnte, sind sicherlich die Eskalationen im Handelskonflikt zwischen den USA und China - nicht nur Uber musste abgeben, auch die großen Indizes wie der S&P 500 oder der Dow Jones büßten deutlich ein. In einer schwierigen Marktumgebung zu glänzen ist gerade für Neulinge alles andere als leicht.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: DJSinop / Shutterstock.com, Piotr Swat / Shutterstock.com

Nachrichten zu Uber

  • Relevant
    1
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Uber

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
22.07.2019Uber HoldHSBC
04.06.2019Uber buyDeutsche Bank AG
04.06.2019Uber BuyCanaccord Adams
04.06.2019Uber OutperformOppenheimer & Co. Inc.
04.06.2019Uber BuyBTIG Research
04.06.2019Uber buyDeutsche Bank AG
04.06.2019Uber BuyCanaccord Adams
04.06.2019Uber OutperformOppenheimer & Co. Inc.
04.06.2019Uber BuyBTIG Research
04.06.2019Uber OutperformCowen and Company, LLC
22.07.2019Uber HoldHSBC

Keine Analysen im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.

Eventuell finden Sie Nachrichten die älter als ein Jahr sind im Archiv

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Uber nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Uber Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.

Heute im Fokus

DAX zieht an -- Wirecard bestellt Sonderprüfer -- SAP bestätigt vorläufige Zahlen -- Sartorius wird optimistischer -- Hypoport, Munich RE, HelloFresh im Fokus

Ufo: Keine Streiks bei Lufthansa diese Woche. TOTAL und chinesische Zhejiang Energy gründen Joint Venture. BNP Paribas beteiligt sich mit 22,5 Prozent an spanischer Allfunds. Reckitt Benckiser bestellt ehemaligen Ahold Delhaize-CFO zum neuen Finanzvorstand. Verkauf von Senvion-Teilen an Siemens Gamesa in trockenen Tüchern.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Das sind die reichsten Länder Welt 2019
Deutschland gerade noch in den Top 20
Die Performance der DAX 30-Werte in Q3 2019.
Welche Aktie macht das Rennen?
Hohe Gehälter:
Welche Arbeitgeber am meisten zahlen
Die wertvollsten Fußballvereine der Welt 2019
Welcher Club ist am wertvollsten?
Die 12 toten Topverdiener 2019
Diese Legenden sind die bestbezahlten Toten der Welt
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung erlaubt anscheinend Huawei-Technik bei Aufbau des 5G-Netzes. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Microsoft Corp.870747
NEL ASAA0B733
Allianz840400
BASFBASF11
Amazon906866
Apple Inc.865985
Deutsche Telekom AG555750
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
SAP SE716460
Ballard Power Inc.A0RENB
ProSiebenSat.1 Media SEPSM777