DAX vor erneutem Rückschlag? Leitindex dürfte schwächer in die Handelswoche starten

Am deutschen Aktienmarkt dürften Anleger zum Start der neuen Handelswoche wohl vorerst mit roten Vorzeichen konfrontiert werden.
Der DAX hatte am Freitag nach einem durchaus ruhigen Handelstag 0,18 Prozent fester bei 24.900,71 Einheiten geschlossen. Am Montag deuten sich vorbörslich unterdessen Verluste an.
Der letzte DAX-Rekord
Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen, was einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Schwacher Start erwartet
Nach seiner Erholung seit Mittwochnachmittag dürfte der DAX am Montag zunächst wieder den Rückwärtsgang einlegen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zweieinhalb Stunden vor dem regulären Xetra-Start ein halbes Prozent tiefer auf 24.774 Punkte. Das zwei Wochen alte Rekordhoch von gut 25.507 Punkten bleibt einstweilen in weiter Ferne. Stattdessen orientiert sich der DAX wieder in Richtung Vorwochentief bei fast 24.349 Punkten.
Zollthema hat Bewegungen gebracht
Der DAX war zuletzt hin- und hergerissen von der zwischenzeitlichen Zoll-Drohung des US-Präsidenten Donald Trump gegen Europa, die dann nach einer Kehrtwende auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos plötzlich wieder vom Tisch war.
Der Anlagestratege Mislav Matejka von der Investmentbank JPMorgan setzt auch in diesem Kontext eher auf Aktienmärkte aufstrebender Länder als auf die der klassischen Industrienationen. Im Vergleich zu Europa und den USA seien sie vom Zoll-Thema weniger betroffen. Obendrein erschienen sie im Bewertungsvergleich sehr attraktiv. Seine Favoriten sind China und Korea.
Berichtssaison auch hierzulande in den Startlöchern
In Deutschland und in den USA steht die kommende Woche im Zeichen der Berichtssaison, die nun in Fahrt kommt, sowie der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend.
Redaktion finanzen.net / dpa-AFX
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