Nahostkonflikt im Fokus: DAX scheitert trotz Gewinnen letztlich an 24.000-Punkte-Marke

Der deutsche Leitindex versuchte sich am Dienstag an einer Stabilisierung. Grund dafür waren zwischenzeitlich leicht sinkende Ölpreise.
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Nachdem der DAX seine Verluste zum Wocheneinstieg letztlich reduzieren konnte, eröffnete er die Dienstagssitzung 2,04 Prozent fester bei 23.886,38 Punkten. Im Anschluss konnte er seine Gewinne zeitweise ausbauen und über der Marke von 24.000 Punkten notieren. Schlussendlich stand noch ein Plus von 2,39 Prozent bei 23.968,63 Zählern an der Kurstafel.
Energiepreise im Fokus
Bei leicht gesunkenen Ölpreisen erholte sich der DAX am Dienstag zunächst weiter von seinem jüngsten Tief.
Am Montagmorgen war der DAX im Zuge des über das Wochenende eher noch zugespitzten Iran-Kriegs und der Rally von Öl- und Erdgaspreisen zunächst auf 22.927 Punkte abgetaucht. Der Schock nach dem Wochenende hielt aber nur eine halbe Stunde an, dann suchten einige Anleger wieder schrittweise ihre Chance.
Die Panik am Energiemarkt sei so schnell verflogen, wie sie aufgetaucht sei, kommentierte Stephen Innes von SPI Asset Management. Getrieben worden sei die Erholung von den klassischen Schlagzeilen bis hin zur Aussicht auf ein baldiges Kriegsende, die US-Präsident Trump gegeben hat.
Wenn der Krieg tatsächlich schneller beendet werden könne als bislang erwartet, werde die geopolitische Risikoprämie am Ölmarkt rasend schnell abgebaut, so Innes. Anstelle weiter das "Kein-Ende-in-Sicht"-Szenario zu verfolgen, starte bereits der "Frontrun auf das Finale".
DAX-Rekord zuletzt im Januar
Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen, was einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Redaktion finanzen.net / dpa-AFX / Dow Jones Newswires
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