Rheinmetall-Aktie legt zu: Produktion von Drohnenbooten soll stark steigen

Der Rüstungskonzern Rheinmetall will nach eigenen Angaben die Produktion von unbemannten Booten, die auch Drohnenboote genannt werden, in Hamburg ausweiten.
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Das kündigte Rheinmetall-Manager Tim Wagner an, der die Division Naval Systems im Konzern leitet.
"Wir fangen an mit einer relativ kleinen Anzahl von 15 Booten, um das ganze Thema in Fahrt zu bringen", sagte Wagner. "Wollen aber dann schon auf 200 Boote pro Jahr hochskalieren." Im Dreischichtbetrieb könnten künftig 1.000 Boote im Jahr auf der Hamburger Werft Blohm+Voss produziert werden.
Aufträge aus mehreren Ländern
Das Boot K3 Scout wird ferngesteuert - und soll künftig auch autonom fahren. Rheinmetall baut das Boot, das militärisch und zivil genutzt werden kann, in einem Joint Venture mit dem englischen Hersteller Kraken Technology Group. Fachsprachlich werden solche Boote Unmanned Surface Vehicles genannt.
Wagner sagte, es gebe bereits Aufträge für die Boote von Marinen der Nato-Länder. Einzelne Länder nannte er nicht. Der Bau von 150 Booten ist ihm zufolge aber bereits vertraglich geregelt.
Rheinmetall hatte Anfang März die Übernahme des Marineunternehmens NVL abgeschlossen, zu dem auch die Werft Blohm+Voss gehörte. Verkäufer war die Bremer Werftengruppe Lürssen.
Die Rheinmetall-Aktie notiert im nachbörslichen Tradegate-Handel zeitweise 2,23 Prozent höher bei 1.627,00 Euro. /lkm/DP/stw
HAMBURG (dpa-AFX)
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