DAX aktuell

Ruhiger Wochenausklang: DAX am Freitag mit überschaubaren Bewegungen

23.01.26 10:56 Uhr

BÖRSE AKTUELL: Freitag an der Börse Frankfurt - Atempause nach spannender Woche: DAX zeigt sich nur wenig verändert | finanzen.net

Nach einer aufregenden Woche halten die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Freitag die Füße still. Kursbewegungen halten sich in Grenzen.

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Der DAX ist mit einem leichten Minus von 0,15 Prozent bei 24.819,94 Punkten in den Handel gestartet und zeigt sich auch im Verlauf nur wenig bewegt.

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Der letzte DAX-Rekord

Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen, was einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.

Analyst: "Taco-Trade" setzte sich einmal mehr durch - Ruhe bewahren trotz Turbulenzen

Am Freitag bleibt der DAX zumindest weiter in der Nähe der Marke von 25.000 Punkten, die er zum Wochenstart aufgrund inzwischen zerstreuter Zollsorgen unterschritten hatte. "Die Details zum Grönland-Deal sind an der Börse gut angekommen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Am Donnerstag hätten die Anleger wieder "im großen Stil gekauft" - mit dem höchsten Handelsumsatz in den 40 DAX-Werten in diesem Jahr.

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US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag eine Kehrtwende im Streit um Grönland vollzogen. Er nahm angekündigte US-Strafzölle gegen acht europäische Länder einschließlich Deutschland zum 1. Februar zurück und kündigte ein Rahmenabkommen mit der Nato zur Beilegung des jüngsten Streits um Grönland an.

Damit hätten die Börsen einen weiteren politischen Sturm überstanden, sagte ein Börsenhändler. Allerdings blieben die Märkte äußerst empfindlich gegenüber politischen Risiken, was in den kommenden Monaten auch ein großes Risiko darstellen könnte. "Ruhe bewahren, Absicherung betreiben und weitermachen", lautet am Morgen die Empfehlung des Barclays-Analysten Emmanuel Cau. Die rasche Deeskalation der Grönlandkrise deute darauf hin, dass die Trump-Regierung wenig Toleranz für eine gestresste Marktsituation zeige. Es werde einmal mehr deutlich, dass sie sich weiter der Schmerzgrenze von Aktienanlegern bewusst sei und sehr sensibel für Reaktionen an den Finanzmärkten sei. Wieder einmal habe sich der sogenannte "Taco-Trade" durchgesetzt, bei dem Anleger darauf setzen, dass Trump seine Position irgendwann aufweicht.

Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA voraus

Zum Wochenende rückt nun einmal mehr der Ukraine-Krieg stärker in den Fokus, denn die diplomatischen Bemühungen zu dessen Beendigung nehmen an Fahrt auf. Erstmals nach monatelanger Pause wollen die Kriegsparteien heute wieder auf offizieller Ebene miteinander reden - in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, unter Vermittlung der USA. Die Zusammenkunft russischer und ukrainischer Unterhändler in Abu Dhabi soll der vorläufige Höhepunkt einer ganzen Reihe diplomatischer Treffen werden, nachdem es am Donnerstag bereits gesonderte Gespräche mit der US-Regierung gab.

Redaktion finanzen.net / dpa-AFX

Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag, PhotoSTS / Shutterstock.com

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