DE/Öffentliches Finanzierungsdefizit nach 9 Monaten bei 107,6 Mrd Euro
Von Hans Bentzien
DOW JONES--Die Öffentliche Hand in Deutschland hat in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 ein Finanzierungsdefizit von 107,6 Milliarden Euro verzeichnet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in seinem Bericht zum Öffentlichen Gesamthaushalt mitteilte, waren das 67 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben im Rahmen des Gesamthaushalts stiegen um 5,6 Prozent und die Einnahmen um 6,0 Prozent. Demnach verzeichneten alle Ebenen des Öffentlichen Gesamthaushalts − Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung - ein Minus. Zwar trug der Bund wie in den Vorjahren seit 2020 den größten Anteil des Gesamtdefizits, jedoch ist das Finanzierungsdefizit bei den Gemeinden weiter gewachsen.
Während die Einnahmen aus Steuern und Beiträgen zur Sozialversicherung zunahmen (plus 7,1 Prozent), blieben die Einnahmen aus der Grundsteuer nach der jüngsten Reform weitgehend unverändert. Die Ausgaben des Bundes stiegen um 4,3 Prozent, seine Einnahmen aber nur um 2,7 Prozent. Bei den Ländern nahmen die Ausgaben um 2,4 Prozent zu und die Einnahmen um 4,0 Prozent, während bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden die Ausgaben um 5,9 Prozent wuchsen, stiegen die Einnahmen um nur 5,5 Prozent. Das Finanzierungsdefizit Gemeinden erreichte ein Rekordniveau von 28,3 Milliarden Euro.
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January 08, 2026 02:33 ET (07:33 GMT)