Dividendenstrategie

Höhere Renditen als der Dow Jones? Das sind die "Dogs of the Dow"

20.03.24 06:42 Uhr

Dogs of the Dow: Dividendenstrategie mit höheren Renditen als der Dow Jones | finanzen.net

Marktexperte Michael B. O'Higgins erklärte bereits in den 1990er-Jahren in seinem Buch "Beating the Dow", wie Anleger den breiten Markt schlagen können. Eine dieser Strategien wird "Dogs of the Dow" genannt.

Werte in diesem Artikel
Aktien

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Indizes

18.489,2 PKT 51,9 PKT 0,28%

41.324,3 PKT 126,2 PKT 0,31%

4.909,4 PKT 17,9 PKT 0,37%

5.608,2 PKT 19,9 PKT 0,36%

• Börsen-Bestseller "Beating the Dow"
• Fokus auf Dividendenrenditen
• Geduld gefragt

"Dogs of the Dow"-Strategie geht auf Michael B. O'Higgins zurück

1991 präsentierte der Investmentmanager Michael B. O'Higgins in seinem Buch "Beating the Dow" erstmals eine Strategie, mit der Anleger den großen US-Aktienindex Dow Jones outperformen sollen. Seitdem erschien der Ratgeber in mehreren überarbeiteten und aktualisierten Auflagen. Der Bestseller soll sich dabei an alle Investoren richten, egal wie viel Geld sie in den Markt stecken können, so der Autor. Ein wichtiger Aspekt der im Buch vorgestellten Vorgehensweise ist auch die "Dogs of the Dow"-Strategie.

Entgegen der möglichen Erwartung bezeichnen die "Dogs of the Dow" aber keine Hunde im eigentlichen Sinne. Stattdessen handelt es sich dabei um eine umgangssprachliche Bezeichnung für Flop-Investitionen. Das Cambridge Dictionary definiert die vermeintlichen Hunde etwa als "eine Investition, ein Unternehmen oder ein Produkt, das wahrscheinlich scheitern wird".

Renditestärkste Dow-Titel im Blick

Die ursprüngliche Strategie sieht vor, zum Beginn eines jeden Jahres die zehn Aktien aus dem Dow Jones auszumachen, die zum Handelsschluss des letzten Handelstages des Vorjahres die höchsten Dividendenrenditen lieferten. Zwar handelt es sich dabei nicht um Aktienflops, im Vergleich zu spekulativen Investitionen sind die "Dog"-Aktien jedoch deutlich risikoärmer. In der ersten Phase sollen sich Anleger dann diese zehn Werte zu gleichen Anteilen ins Portfolio holen. Und dann heißt es erstmal abwarten. Zwölf Monate lang sollen die Anteile nicht angefasst werden. Damit ist auch jegliche Reaktion auf Unternehmensnachrichten wie Bilanzvorlagen tabu.

Nach Ablauf des ersten Jahres wird überprüft, ob die Zusammenstellung noch aktuell ist. Wenn nicht, werden Aktien ausgetauscht oder die entsprechenden Anteile neu gewichtet.

Das sind die "Dogs of the Dow" im Jahr 2024

Für das Börsenjahr 2024 sind die "Dogs" die Dow Jones-Werte Verizon, Dow, Intel, Walgreens Boots Alliance, 3M, IBM, Amgen, Cisco, Chevron, Chevron und Johnson & Johnson. Hier waren zum Jahresende Renditen zwischen 3,04 Prozent und 7,35 Prozent drin.

Dogs oft besser als der Dow - aber nicht immer

In der Vergangenheit behielt O'Higgins mit seiner Strategie weitgehend recht, wie die "WirtschaftsWoche" berichtete. So berechnete der Autor die zehn renditestärksten Dow-Aktien bis in die 1920er-Jahre zurück und konnte eine deutlich bessere Gesamtrendite als der Dow Jones selbst feststellen. Und auch seit der Erstveröffentlichung des Ratgebers hat sich die Theorie oftmals bewiesen, wie der Vermögensverwalter Third Rock Investments auf einer eigens dafür eingerichteten Webseite belegt. So haben die "Dogs of the Dow" zwischen 2015 und 2017 eine höhere Rendite erzielt als der Dow Jones. Zwar performte der Index 2018 und 2019 wieder stärker als die zehn renditestärksten Titel, seit 2020 habe der Gesamtindex jedoch wieder das Nachsehen, heißt es von Seiten der Investmentgesellschaft.

Strategie auch auf DAX & Co. anwendbar

Darüber hinaus sei die Strategie auch nicht mehr nur auf den Dow Jones beschränkt, sondern könne auch auf andere Indizes angewendet werden, berichtet die WirtschaftsWoche. Wichtig sei nur, dass es sich dabei um einen Standardwerte-Index handle. "Aufgrund ihrer schieren Größe und Stärke - nennen wir es einfach Durchhaltevermögen - sind Blue-Chip-Unternehmen in der Regel Überlebenskünstler", schrieb O'Higgins bereits in seinem Buch. "Das alte Sprichwort ‚Je größer sie sind, desto härter fallen sie‘ trifft nicht zu, wenn es um Unternehmensriesen geht. Blue-Chip-Aktien sind in der Regel sicherere Anlagen als andere Arten von Aktien." Damit könne die Strategie auch auf andere US-Indizes wie den S&P 500 angewendet werden, aber auch für europäische Indizes wie den DAX oder den EURO STOXX 50 gelte das Vorgehen, so das Portal. Anleger, die die Dog-Strategie anwenden, sollten aber über ein starkes Durchhaltevermögen verfügen - unabhängig davon, in welchen Standardwerte-Index sie investieren.

Weitere Abwandlungen möglich

Mittlerweile gibt es auch Abwandlungen der ursprünglichen Vorgehensweise von O'Higgins. Third Rock Investments verweist etwa auf die "Small Dogs of the Dow" bzw "Puppies of the Dow", die in der Regel sogar die regulären Dog-Titel outperformen. Statt alle zehn renditestärksten Aktien des Dow Jones auszuwählen, wandern davon nur diejenigen fünf mit den niedrigsten Aktienkursen ins Depot. In diese fünf Aktien soll dann ebenfalls der gleiche Geldbetrag investiert werden, nach einem Jahr erfolgt erneut die Neugewichtung.

Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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