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07.01.2018 17:55
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Lufthansa: Hoch droben! Wie es mit der Aktie weitergeht

Euro am Sonntag-Aktien-Check: Lufthansa: Hoch droben! Wie es mit der Aktie weitergeht | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Aktien-Check
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Nach einem perfekten Aufstieg wird esfür den Kranich 2018 ungemütlicher werden. Was fürdie Aktie der Fluggesellschaft noch möglich ist.
€uro am Sonntag
von Floriana Hofmann, €uro am Sonntag

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat ein gutes Jahr hinter sich. Der niedrige Ölpreis, die Einigung mit den Piloten im Tarifstreit und die Pleite von Air Berlin im August sorgten für gute Stimmung. "Wir dürften ungefähr ein Viertel des Umsatzes von Air Berlin für uns gewinnen, das wären für Oktober bis Dezember grob etwa 150 Millionen Euro zusätzlicher Umsatz", sagte er in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". An der Börse wurde die Aktie 2017 gefeiert: Das Papier flog um rund 150 Prozent nach oben.

Auch 2018 wird wohl ein gutes Jahr für die Kranich-Airline. "Die Lufthansa wird deutlich wachsen", erwartet Wolfgang Donie von der Nord/LB. Analysten schätzen, dass die Erlöse 2018 um rund fünf Prozent zulegen. Die gute Konjunktur steigert die Nachfrage nach Flugtickets. Der Flughafenverband ADV erwartet ein Plus von 4,2 Prozent an deutschen Airports.

Durch die Insolvenzen von Air Berlin und der Tochter Niki wird das Angebot an Flügen kleiner. Nach Angaben der Lufthansa würden täglich 60 000 Sitzplätze fehlen. Kurzfristig trieb das die Preise in die Höhe - auf manchen innerdeutschen Strecken um bis zu 30 Prozent. Das Bundeskartellamt prüft, ob die Lufthansa ihre Marktmacht missbraucht. Die Airline selbst verweist auf ihre automatisierten Preissysteme.

Längerfristig werden die Ticketpreise wohl sinken. "Der Druck auf die innerdeutschen Preise wird wieder steigen, wenn Easyjet 2018 innerdeutsche Strecken aufnimmt", erläutert Analyst Donie. Die britische Billigairline will ab Januar innerhalb der Bundesrepublik fliegen. "Für uns wird das ein härterer Wettbewerber, als Air Berlin es je war", so Spohr.

Angriff mit Eurowings

Die Lufthansa setzt auf die eigene Billigtochter Eurowings. 2018 soll die Flotte von 160 auf 210 Flugzeuge ausgebaut werden. Die Expansion von Eurowings ist sowohl Chance als auch Risiko. "Das Wachstum muss Lufthansa auch stemmen", bemerkt Donie. Die Kartellbehörde hat mittlerweile die Übernahme der Air-Berlin- Tochter LGW unter Auflagen genehmigt. Wichtig sind die Start- und Landerechte, die sogenannten Slots. "Die LGW ist für die Lufthansa ein Konstrukt, um an Slots von Air Berlin zu kommen", sagt Gerald Wissel, Luftfahrtexperte beim Unternehmensberater Airborne Consulting. Die Flugzeuge, die der DAX-Konzern durch den LGW-Deal erhält, sollen in Eurowings integriert werden. Ob Spohr das gelingt und ob er damit wirklich die Konkurrenz von Ryanair, Easyjet und Co. auf Abstand halten kann, muss er 2018 zeigen.

Fazit: Die Aussichten für das operative Geschäft sind gut. Billigflieger-Konkurrenz dürfte aber belasten. Halteposition.

Bildquellen: 360b / Shutterstock.com, Christopher Parypa / Shutterstock.com, Thomas Lohnes/Getty Images
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