24.12.2021 22:03

Twitter-Aktie: Jack hat sich abgeschaltet

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Firmengründer und Chef Jack Dorsey ist raus beim Kurznachrichtendienst Twitter. Seinem Nachfolger trauen Investoren viel zu. Allerdings ist der Konzern ab sofort auch ein Übernahmeziel.
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von Klaus Schachinger, Euro am Sonntag

Es war ein Rückzug mit sofortiger Wirkung und einer deutlichen Reaktion an den Märkten. Als Parag Agrawal, zuvor Technologiechef des Kurznachrichtendienstes Twitter, am Montag Mitgründer und Chef Jack Dorsey mit sofortiger Wirkung ablöste, legte der Aktienkurs deutlich zu. Genauso wie jener des Bezahldienstleisters Square, den Dorsey ebenfalls gegründet hat und weiterhin führt.

An den Kapitalmärkten sind Investoren erleichtert, dass Dorsey dem Druck des einflussreichen US-Finanzinvestors Elliott Management endlich nachgegeben hat und die Führung einem Twitter-Insider überlässt. Agrawal und der designierte Twitter-Chairman Bret Taylor, Co-Chef des Cloud-Software-Pioniers Salesforce, seien "die richtigen Anführer", teilte Elliott mit. Selbst Dorsey ist mit der Auswahl seines Nachfolgers zufrieden. Der Firmengründer rollt für Agrawal den roten Teppich aus: "Er ist neugierig, forscht, rational, kreativ, anspruchsvoll, selbstbewusst und bescheiden. Er führt mit Herz und Seele", sagt Dorsey. Der 37-jährige Inder ist der jüngste Chef eines Konzerns im S & P 500, dem Index für Amerikas größte Firmen.

Zukunftsprojekte gefördert

Der bisherige Technologiechef ist mit allen Projekten vertraut, die Twitter bei der Weiterentwicklung der sozialen Netzwerke technologisch an die Spitze führen sollen. Bluesky zum Beispiel: Seit 2019 entwickelt Twitter unter Führung von Agrawal einen offenen und dezentralisierten Standard auf der Grundlage von Blockchain-Technologie. Kryptowährungen wie Bitcoin werden ebenfalls über Blockchains entwickelt. Der offene Ansatz, sogenannte Open-Source-Software, ist oft die Basis für webbasierte Technologien.

Das erinnert an das Credo von Microsoft-Chef Satya Nadella, der den Riesen zurück in die Erfolgsspur führte: "Werkzeuge entwickeln und Plattformen bauen, sodass andere damit noch mehr Technologie entwickeln können." Das könnte auch mit Twitters Social-Web-Technologie funktionieren.

Allerdings muss der in der Öffentlichkeit bisher weitgehend unbekannte Manager auch die ehrgeizigen Wachstumsziele erfüllen, die sich Twitter nach dem Einstieg des Investors Elliott 2020 gesetzt hat. So soll Twitter 2023 mindestens 7,5 Milliarden Dollar erlösen, mehr als doppelt so viel wie 2020.

Gleichzeitig soll die Anzahl der Nutzer bis dann jährlich um ein Fünftel zulegen. Aktuell hat Twitter weltweit 206 Millionen aktive Nutzer, die Tweets checken und versenden.

Um den Gesamterlös, also im Wesentlichen den Umsatz mit Onlinewerbung, wie geplant deutlich zu steigern, muss auch die durchschnittliche Verweildauer der Nutzer zulegen. Laut Statistik des US-Börsendienstleisters Bloomberg waren es während der vergangenen vier Quartale zwischen 15 und 17 Minuten am Tag. Das ist deutlich weniger als bei Facebook mit 29 bis 31 Minuten oder Alphabets Videodienst Youtube mit 27 bis 28 Minuten. Diesbezüglich muss sich der neue Twitter-Chef also mächtig anstrengen.

Schuldenfreie Bilanz

Für das aktuelle Geschäftsjahr erwarten Analysten im Schnitt mehr als fünf Milliarden Dollar Umsatz, 37 Prozent mehr als 2020. Die Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft sind hoch. Twitter hat eine schuldenfreie Bilanz und 8,6 Milliarden Dollar Reserven. Für finanzstarke Konzerne wie Amazon, Alphabet oder Disney wäre Twitter ein attraktives Übernahmeziel, sagen Analysten des Börsendienstes Bloomberg.

Vorschuss: Technische Unterstützungen sichern den Kurs ab. Auch der Vertrauensvorschuss für den neuen Chef sollte helfen.








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