Deutsche Börse: EU verbietet Börsenhochzeit

Nun ist es offiziell. Die EU-Kommission untersagt die Fusion der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange (LSE).
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von Birgit Haas, €uro am Sonntag
"Der Zusammenschluss hätte den Wettbewerb erheblich eingeschränkt", begründete EU-Kommissarin Margrethe Vestager in Brüssel am Mittwoch. Für die Fusionskandidaten ist es ein Rückschlag. Die deutsch-britische Börsenhochzeit scheitert bereits zum fünften Mal.
Die EU-Wettbewerbshüter wollen mit der Absage eine Monopolstellung im Clearing festverzinslicher Finanzinstrumente verhindern. Um der Behörde entgegenzukommen, hatte die London Stock Exchange (LSE) bereits im August das Abwicklungshaus Clearnet zum Verkauf gestellt. Als die EU-Kommission darüber hinaus von den Briten den Verkauf der italienischen Handelsplattform MTS forderte, lehnten die ab.
Dabei dürfte jedoch auch eine Rolle gespielt haben, dass wegen des Brexits keine Einigkeit über den künftigen Hauptsitz London herrschte. Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Börsenchef Carsten Kengeter wegen des Verdachts auf Insiderhandel. Die Deutschen Börse will nun sparen und aus eigener Kraft wachsen.
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