14.09.2013 17:39

Experte sieht NSA-Vertragsfirmen als Einfallstor für Industriespionage

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   Der amerikanische Whistleblower William Binney, bis 2001 Technischer Direkter der NSA, sieht die Vertragsfirmen, mit denen der Geheimdienst NSA zusammenarbeitet, als Einfallstor für Industriespionage. Zwar betreibe die NSA selbst seines Wissens keine direkte Industriespionage, sagte Binney in einem Interview mit den VDI Nachrichten. Doch die Daten stünden auch anderen Diensten und Firmen zur Verfügung.

   "Die Datenbank der NSA wird zum Beispiel von Vertragsfirmen betrieben und gewartet. Diese internationalen Vertragsfirmen suchen überall auf der Welt Aufträge. Es ist ein Leichtes für sie, in der Datenbank zu schauen, was ihre Wettbewerber machen", erklärte Binney. "Oder sie werden bestochen, um Daten herauszufischen."

   Wenn Unternehmensdaten abgezogen werden, falle das der NSA nicht einmal auf, sagte Binney. Das zeige sich auch daran, dass dem Geheimdienst nicht aufgefallen sei, dass Edward Snowden umfangreiche Daten heruntergeladen habe.

   Der Geheimdienst hat nach Binneys Angaben Zugriff auf rund 80 Prozent der Daten des Internets. "Die NSA sammelt Daten von allen Bürgern dieser Welt. 80 Prozent des weltweiten Internetverkehrs laufen über Leitungen in den Vereinigten Staaten. Und die NSA hat Zugriff auf alle diese Daten."

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   September 14, 2013 09:27 ET (13:27 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 27 AM EDT 09-14-13

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