Finnland: Verdächtiger Frachter an Kriminalpolizei übergeben

07.01.26 20:38 Uhr

HELSINKI (dpa-AFX) - Der wegen eines Schadens an einem Datenkabel in der Ostsee gestoppte Frachter ist für weitere Ermittlungen an die finnische Kriminalpolizei übergeben worden. Das teilten der Zoll und die Verkehrsbehörde nach Abschluss ihrer Untersuchungen mit.

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Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hat die "Fitburg" ihren Anker kilometerweit über den Meeresboden schleifen lassen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der schweren Sachbeschädigung, der versuchten schweren Sachbeschädigung sowie der schweren Störung des Telekommunikationsverkehrs. Ein Besatzungsmitglied wurde festgenommen, gegen drei weitere wurden Ausreiseverbote verhängt.

Die "Fitburg" war in den Fokus der Behörden geraten, nachdem der Telekommunikationsanbieter Elisa einen Schaden an einem Datenkabel gemeldet hatte, das die finnische Hauptstadt Helsinki mit Estlands Hauptstadt Tallinn verbindet. Als das Schiff von den Behörden gestoppt wurde, hatte es die Ankerkette heruntergelassen. Der Fall erinnert an frühere Vorfälle, bei denen mutmaßlich Schiffe mit Verbindung zu Russland unterseeische Kabel mit ihrem Anker beschädigten.

Während der Ausgang der Ermittlungen der Kriminalpolizei noch offen ist, kündigte der Zoll an, kein Strafverfahren gegen die Besatzung einzuleiten. Das Schiff hatte laut der Behörde Stahlprodukte an Bord, die unter EU-Sanktionen fallen. Der Frachter sei aber auf seinem Weg vom russischen St. Petersburg in die israelische Hafenstadt Haifa auf Ersuchen der Behörden in finnische Hoheitsgewässer gefahren, weswegen man der Besatzung diesbezüglich keinen Vorsatz vorwerfen könne, hieß es./wbj/DP/jha