24.04.2018 20:38

Analyst: So viel muss Netflix im Monat kosten, damit der Konzern Gewinne macht

Geldverbrennungsmaschine: Analyst: So viel muss Netflix im Monat kosten, damit der Konzern Gewinne macht | Nachricht | finanzen.net
Geldverbrennungsmaschine
Folgen
Netflix hat in der vergangenen Woche überzeugende Quartalszahlen vorgelegt. Doch trotz einer überragenden Bilanz sind nicht alle Analysten von der Aktie überzeugt. Ein Netflix-Bär zeigt sich besorgt über ein anhaltendes Problem beim weltgrößten Streaminganbieter.
Werbung
Die Netflix-Aktie gehört zu den größten Anlegerlieblingen an der Börse. Schließlich hat sich der Anteilsschein innerhalb der letzten zwölf Monate verdoppelt. Und auch nach dem jüngsten Quartalsbericht gerieten die Börsianer in einen Jubeltaumel und schickten die Netflix-Aktie auf ein neues Allzeithoch. Doch nicht alle wollten sich der Netflix-Party anschließen: Ein Analyst äußerte sich besonders besorgt über den anhaltend hohen Kapitalverbrauch und fürchtet: Ein Break-Even würde sich auf andere Weise negativ in der Bilanz niederschlagen.

Geldverbrennungsmaschine läuft bei Netflix auf Hochtouren

Michael Pachter, Analyst bei Wedbush Securities, rechnet damit, dass Netflix auch in den nächsten Jahren weiter einen hohen Kapitalverbrauch haben wird, um seine Inhalte zu finanzieren. Obwohl der Streaminganbieter die Preise erhöht hatte, verstärke sich der Cash Burn noch, zeigte sich das Analystenteam um Pachter besorgt. Dabei rechnen die Experten insbesondere im internationalen Geschäft, wo der Konkurrenzdruck stärker wird, damit, dass schwarze Zahlen schwierig zu erreichen sind.

Zwar zeigte sich Pachter insbesondere von den überzeugenden Wachstumszahlen beeindruckt. "Netflix erfüllt seine Wachstumsziele absolut" und mache damit "eindeutig etwas richtig." Jedoch erkaufe sich das Unternehmen das Wachstum teuer, indem es sein Geschäft unterbewertet, so die Analyse des Experten.

Netflix-Abopreis zu niedrig - Kosten zu hoch

Damit kritisiert Pachter insbesondere die niedrigen Abonnement-Gebühren, die Netflix seinen Kunden in Rechnung stellt. Rund 11 US-Dollar kostet der Streaming-Service im Heimatland USA, weltweit liege der Durchschnitt bei 9 US-Dollar, so Pachter weiter. Um aus Cashflow-Perspektive den Break-Even zu erreichen, müsse der Konzern die Preise auf 15 US-Dollar pro Monat anheben, rechnet er vor. Um ein wirklich profitables Geschäft zu führen, müsse der Konzern von seinen Kunden sogar 20 US-Dollar im Monat verlangen. Doch eine solche Preiserhöhung werde sich zwangsläufig auf die Wachstumsrate von Netflix auswirken - gerade angesichts der zwischenzeitlich starken Konkurrenz, die mit deutlich niedrigeren Preisen aufwarten kann.

Doch gerade die Inhalte, die Netflix von den Mitbewerbern abheben, die Eigenproduktionen des Unternehmens nämlich, sind der Hauptgrund für den hohen Kapitalverbrauch des Konzerns - was den Streaminganbieter in einem Dilemma zurücklässt.

Bewertung nicht gerechtfertigt

Angesichts der Tatsache, dass auch das Unternehmen damit rechnet, dass der hohe Kapitalverbrauch noch "mehrere Jahre lang" anhaltend wird, rät Pachter Anlegern, die Finger von der Netflix-Aktie zu lassen. Zwar erhöhte der Analyst das Kursziel von 110 auf 125 US-Dollar, beließ den Anteilsschein aber weiter auf "underperform". "Bis wir den Beweis sehen, dass ein positiver Free Cash Flow erzielt werden kann, raten wir Investoren, attraktivere Anlagemöglichkeiten zu finden", so Pachter in einer Mitteilung. "Wir glauben, dass die Bewertung von Netflix nicht gerechtfertigt ist."

Redaktion finanzen.net

Ausgewählte Hebelprodukte auf Netflix Inc.
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Netflix Inc.
Long
Short
Hebel wählen:
5x
10x
Name
Hebel
KO
Emittent
Bildquellen: Netflix, dennizn / Shutterstock.com

Nachrichten zu Netflix Inc.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Netflix Inc.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
14.06.2023Netflix Equal WeightBarclays Capital
07.06.2023Netflix OverweightJP Morgan Chase & Co.
30.05.2023Netflix BuyJefferies & Company Inc.
30.05.2023Netflix BuyUBS AG
23.05.2023Netflix BuyUBS AG
07.06.2023Netflix OverweightJP Morgan Chase & Co.
30.05.2023Netflix BuyJefferies & Company Inc.
30.05.2023Netflix BuyUBS AG
23.05.2023Netflix BuyUBS AG
19.04.2023Netflix BuyJefferies & Company Inc.
14.06.2023Netflix Equal WeightBarclays Capital
19.04.2023Netflix NeutralCredit Suisse Group
17.04.2023Netflix NeutralCredit Suisse Group
20.01.2023Netflix NeutralCredit Suisse Group
19.10.2022Netflix NeutralUBS AG
19.04.2023Netflix SellGoldman Sachs Group Inc.
20.01.2023Netflix SellGoldman Sachs Group Inc.
18.11.2022Netflix SellGoldman Sachs Group Inc.
11.10.2022Netflix SellGoldman Sachs Group Inc.
20.07.2022Netflix SellGoldman Sachs Group Inc.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Netflix Inc. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Großer Verfallstag: DAX geht fester ins Wochenende - neues Rekordhoch -- Bayer legt Roundup-Streit mit New Yorker Staatsanwaltschaft bei -- Tesla, Nikola, NVIDIA, VW, Rheinmetall im Fokus

Virgin Galactic will noch im Juni kommerziellen Flugbetrieb ins All starten. Glencore veräußert Kupfermine Cobar für eine knappe Milliarde US-Dollar. Vertrag für Intel-Werk in Magdeburg offenbar unterschriftsreif - Milliardeninvestition in Breslau. ProSiebensat.1-Großaktionär PPF kommt in den Aufsichtsrat. DHL Express investiert Millionen Euro in neues Logistikzentrum in Helsinki.

Top-Rankings

Die teuersten Musikvideos aller Zeiten
Das sind die Top Ten der teuersten Musikvideos der Welt.
Aktien Empfehlungen KW 23/24: Analysten raten zum Verkauf
Diese Aktien stehen auf den Verkaufslisten der Experten in KW 23/24. Immer aktuell im wöchentlichen Aktien Top-Ranking und exklusiv bei finanzen.net
Aktien Empfehlungen KW 23/24: Analysten raten zum Kauf
Diese Aktien stehen auf den Einkaufslisten der Experten in KW 23/24. Immer aktuell im wöchentlichen Aktien Top-Ranking und exklusiv bei finanzen.net
mehr

Umfrage

Auf welche Aktien setzen Sie derzeit?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln