RBS kappt Gebühren für Geschäftskunden - Aktie holt auf

Die Royal Bank of Scotland (RBS) halbiert nach heftiger Kritik die Überziehungsgebühren für Tausende Geschäftskunden und nimmt geringere Profite in Kauf.
"Es wird definitiv unseren Gewinn treffen, er wird sinken", sagte die Chefin des Firmen- und Privatkundengeschäfts, Alison Rose, der britischen Zeitung "The Times" (Freitagausgabe). Die Royal Bank of Scotland (RBS) sei aber der Ansicht, dass es der richtige Schritt sei. Die RBS musste sich zuletzt vorwerfen lassen, dass sie überlebensfähige Unternehmen zerstört habe. Das Ziel des Instituts sei künftig, Kunden vor ernsthaften Schwierigkeiten zu bewahren.
Mit einem Marktanteil von 30 Prozent ist die RBS die größte Geschäftskundenbank Großbritanniens. Neben der Halbierung der Gebühren für geduldete Kontoüberziehungen will das Institut auch weniger Geld für geplatzte Schecks verlangen und weitere Strafgebühren senken. Die Änderungen sollen im September in Kraft treten.
Die RBS-Aktie konnte sich von ihren anfänglichen Verlusten wieder erholen und gewinnt aktuell um 1 Prozent. /stw/jha/stb
LONDON (dpa-AFX)
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