RIB Software rechnet 2016 höchstens mit gleichbleibendem Gewinn - Aktie fällt

Der Bausoftwarehersteller RIB Software rechnet für das laufende Jahr bestenfalls mit einer Stagnation seines operativen Gewinns.
Der Umsatz soll zwar 2016 auf 90 bis 100 (Vorjahr: 82) Millionen Euro steigen, wie die im TecDAX notierte Gesellschaft am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde aber voraussichtlich 20 bis 25 Millionen Euro erreichen, nach 25 Millionen Euro im Vorjahr. Das Software-Unternehmen geht von höheren Entwicklungs- und Beratungskosten aus. Damit will sich die RIB Software Gruppe auf ein Wachstum ab 2017 vorbereiten. Die Aktie verlor zum Handelsstart über zwei Prozent.
Die RIB Gruppe will weiter im Ausland wachsen, dabei stehen aktuell Spanien und Lateinamerika im Fokus. Außerdem planen die Stuttgarter strategische Zukäufe, bei denen es vor allem darum geht, sich neue regionale Märkte zu erschließen und die internationale Kundenbasis zu erweitern.
Im vergangenen Jahr ging der Nettogewinn des Softwareherstellers um fast die Hälfte auf 10,5 Millionen Euro zurück. Sondergewinne im Vorjahr, sowie Änderungen im Produktmix und Personalkosten in der Forschung und in der Beratung führten dazu. Der Umsatz hatte hingegen wie schon berichtet um 17 Prozent auf 82 Millionen Euro zugelegt. RIB Software will seinen Aktionären wie schon im Vorjahr eine Dividende in Höhe von 16 Cent je Aktie zahlen.
Die Aktionäre nehmen den verhaltenen Ausblick wenig wohlwollend auf und schicken die RIB-Aktie im Donnerstagshandel auf Talfahrt. Gegen Mittag büßten die Aktien von RIB Software über 4 Prozent ein.
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STUTTGART (dpa-AFX)
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