20.10.2021 22:11

Geheimtipps der Analysten: Diese beiden angeschlagenen Aktien könnten sich nun lohnen

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Um am Markt erfolgreich zu sein, ist der richtige Zeitpunkt für einen Einstieg in eine Investition entscheidend. Hinweise darauf können Anleger aus Insiderinformationen ziehen.
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• Starke Kurseinbrüche bei Annovis Bio und Lamb Weston
• Studiendaten könnten Annovis-Bio-Aktie wieder auf die Beine helfen
• Lamb Weston will Anleger mit Expansionsplänen über enttäuschende Gewinne hinwegtrösten

Richtiger Zeitpunkt für Investition ist entscheidend

Wer in Aktien investiert, trägt auch immer das Risiko, sein Geld zu verlieren. Denn trotz Chartanalyse oder gründlichen Auswertungen von Strategen kann man sich am Markt nicht gegen jedes Risiko absichern - wie im vergangenen Jahr etwa der Bilanzskandal um den Zahlungsabwickler Wirecard gezeigt hat. Daher ist eine wichtige Zutat, um an der Börse Erfolg zu haben, der richtige Zeitpunkt für einen Einstieg, wie auch das Analyse-Portal TipRanks schreibt. Diesen Zeitpunkt zu finden, ist jedoch nicht einfach. Dabei helfen können dem Onlineanbieter zufolge aber Insiderinformationen von Beteiligten, die mit der Unternehmensleitung oder der Erzielung profitabler Ergebnisse vertraut sind. Zwar werden diese Insider ihre Informationen nicht mit der Öffentlichkeit teilen, die Beobachtung der Handelsaktivitäten dieser könne TipRanks zufolge jedoch Aufschluss darüber geben, ob sich eine Investition aktuell lohnt oder nicht. Vor diesem Hintergrund nennt das Portal zwei Aktien, die in der Vergangenheit deutlich unterbewertet waren, bei denen vor kurzem aber Insiderhandel betrieben worden sein soll.

Annovis Bio arbeitet an Medikament gegen Alzheimer und Parkinson

Einer der Werte, die TipRanks besonders unter die Lupe nimmt, ist die Aktie des Pharmakonzerns Annovis Bio. Das Unternehmen mit Sitz in Berwyn im US-Bundesstaat Pennsylvania hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Medikament zur Behandlung von Alzheimer, Parkinson und anderen neurodegenerativer Erkrankungen zu entwickeln. Derzeit wird das Medikament ANVS401 in Phase-1- und Phase-2-Studien gegen Alzheimer und Parkinson erprobt. Im Juli legte Annovis Bio Daten einer Phase-2-Studie vor, die laut TipRanks jedoch gemischte Ergebnisse an den Tag brachte. So sei bei den Probanden zwar eine 30-prozentige Steigerung der kognitiven Fähigkeiten erkennbar gewesen, bei anderen Schlüsselmerkmalen seien jedoch keine signifikanten Verbesserungen sichtbar gewesen.

Studienergebnisse lassen Kurs der Annovis Bio-Aktie einbrechen

Während das Papier an der NYSE zu Jahresbeginn noch bei etwa 8 US-Dollar gehandelt wurde, kletterte der Kurs der Aktie im Sommer stetig aufwärts. Im Juli ging es sogar bis auf 132 US-Dollar nach oben. Die Freude der Anleger dürfte aber nur kurze Zeit angehalten haben. Nach der Veröffentlichung der Studienergebnisse Ende Juli fiel der Kurs der Annovis Bio-Aktie abrupt um etwa 75 Prozent und verbleibt seitdem auch auf diesem Niveau. Zuletzt wurden die Anteilsscheine bei 28,41 US-Dollar gehandelt (Schlusskurs vom 19. Oktober 2021).

Neue Studiendaten könnten zu Erholung verhelfen

Anfang des Monats hat das Unternehmen nun aber neue Daten aus einer Phase-2-Studie zur Parkinson-Krankheit veröffentlicht, die zuversichtlich stimmen. So seien bei den Untersuchungen starke Verbesserungen der motorischen Fähigkeiten der Probanden zu beobachten gewesen. Dies könnte dem Kurs der Aktie zugutekommen, wie Maxim Group-Analyst Jason McCarthy laut TipRanks schreibt. "Eine P2-Studie ist dazu gedacht, die Dosierung und andere Parameter eines Medikaments zu bestimmen, um eine weitere Studie mit der höchsten Erfolgswahrscheinlichkeit durchzuführen. Unter diesem Gesichtspunkt sind wir der Meinung, dass dies mit den vorliegenden Daten erreicht wurde", so der Stratege. "Das Unternehmen plant ein Treffen mit der FDA, um die nächsten Schritte zu besprechen... In Anbetracht des Rückgangs der Aktien und der unveränderten fundamentalen Einschätzung des Unternehmens besteht bei Annovis immer noch Potenzial." Laut McCarthy könnte die Annovis Bio-Aktie auf 70 US-Dollar klettern, was etwa 150 Prozent über dem derzeitigen Kurs liegt.

Dass es nun auch wieder für die Aktie aufwärts gehen könnte, hält offenbar auch Annovis-CEO Maria Maccecchini für wahrscheinlich. Wie in Daten der US-Technologiebörse NASDAQ ersichtlich ist, hat die Konzernchefin in der vergangenen Woche 18.000 Aktien für 496.980 US-Dollar erworben. Auch Vorstandsmitglied Mark White gab 137.000 US-Dollar für 5.000 Papiere aus.

Lamb Weston-Aktie verliert an Boden

Vergleichsweise eher unspektakulär mag dagegen das Geschäftsmodell von Lamb Weston erscheinen. Das Lebensmittelunternehmen hat sich auf die industrielle Verarbeitung von Kartoffeln und Kartoffelprodukten spezialisiert und hat seinen Sitz demnach auch in der Kartoffel-Hochburg Boise im US-Staat Idaho. Lamb Weston gilt als einer der größten Hersteller von tiefgekühlten Pommes Frites und liefert diese an zahlreiche Restaurants und Einzelhandelsunternehmen. Die Produkte des des Unternehmens sind bereits in mehr als 100 Ländern zu finden.

Zwar konnte die Aktie an der NYSE im Jahresverlauf zunächst um die Marke von 80 US-Dollar pendeln, im August verlor das Papier jedoch an Boden und fiel auf etwa 65 US-Dollar. Zuletzt betrug der Preis für einen Anteilsschein des Lebensmittelverarbeiters noch 55,95 US-Dollar (Schlusskurs vom 19. Oktober 2021).

Quartalszahlen enttäuschen Lamb Weston-Anleger

Der Einbruch des Kurses ist vermutlich auf die hinter den Erwartungen der Experten zurückgebliebenen Gewinne des Unternehmens zurückzuführen - und das obwohl die Umsätze gesteigert werden konnten. Im vergangenen Quartal konnte Lamb Weston somit einen Umsatz von 984 Millionen US-Dollar verbuchen, was einem Wachstum von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht, beim Gewinn je Aktie enttäuschte das Unternehmen aber. Während Analysten im Vorfeld mit einem Gewinn von 0,37 US-Dollar je Aktie gerechnet hatten, vermeldete Lamb Weston Anfang Oktober stattdessen einen Gewinn von jeweils 0,20 US-Dollar - und damit 67 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die gesteigerten Umsätze will das Unternehmen TipRanks zufolge nun aber in seine Expansionsstrategie stecken und etwa seine Pommes-Frites-Anlage in American Falls erweitern.

Erholung nur eine Frage der Zeit

Jefferies-Analyst Rob Dickerson hält eine baldige Erholung der zuletzt unter die Räder gekommenen Aktie für wahrscheinlich. "Das Management hat erklärt, dass der Kostendruck und die Verknappung in der Lieferkette vorübergehend sind, und wir stimmen dem zu; wir brauchen nur eine Entlastung bei diesen Kosten (insbesondere bei den Arbeitskosten), damit die Wertsteigerung eintreten kann", so der Stratege gegenüber TipRanks. "Da sich die Preise nach oben bewegen und eine inkrementelle Preisgestaltung möglich ist, in Verbindung mit einer wahrscheinlichen Kostensenkung in den kommenden Jahren und verbesserten Produktivitätseinsparungen durch Win as One, ist es nicht eine Frage des Ob, sondern des Wann, um die Margen von vor der Pandemie zu erreichen." Langfristig könnte das Papier Dickson zufolge auf 80 US-Dollar klettern, was ein Wachstum von mehr als 40 Prozent auf Basis des aktuellen Kurses bedeuten würde. "Unterm Strich hat sich unsere positive These zu Lamb nicht geändert - wir befinden uns lediglich auf einer neuen und niedrigeren Basis, wobei die Erholung länger dauert als erwartet."

Diese optimistische Einschätzung scheint man auch bei Lamb Weston selbst zu teilen. Demnach hat Verwaltungsratmitglied Peter Bensen in der vergangenen Woche 278.700 US-Dollar in insgesamt 5.000 Aktien des Kartoffelverarbeiters gesteckt.

Redaktion finanzen.net

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