18.10.2021 23:52

Analystenmeinungen: Tesla-Aktie gehört zu den am stärksten überbewerteten Titeln im S&P 500

Kursziele variieren: Analystenmeinungen: Tesla-Aktie gehört zu den am stärksten überbewerteten Titeln im S&P 500 | Nachricht | finanzen.net
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Nachdem die Tesla-Aktie im vergangenen Jahr deutlich zulegen konnte, geht es für das Papier nun mit gedrosseltem Tempo aufwärts. Marktstrategen halten die Anteilsscheine des Musk-Konzern dennoch für stark überbewertet.
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• Tesla-Aktie 2020 mit Kursplus von 743 Prozent
• In Top 3 der überbewerteten S&P 500-Aktien
• Diskrepanz zwischen Befürwortern und Kritikern

Tesla-Aktie gibt 2020 Gas - 2021 nur noch mit Schritttempo?

Die Tesla-Aktie war einer der Überflieger des vergangenen Jahres. Nicht nur schaffte es das Papier des US-amerikanischen Elektroautobauers kurz vor Ablauf des Kalenderjahres in den S&P 500, den Index der 500 größten US-amerikanischen börsennotierten Unternehmen, auch beendeten Tesla-Titel 2020 an der NASDAQ mit einem satten Kursplus von 743 Prozent bei 705,67 US-Dollar. Nachdem der Anteilsschein dann zu Jahresbeginn um die Marke von 800 US-Dollar pendelte, schien die Rally aber vorerst beendet. Seit dem Sommer nimmt der Kurs zwar wieder Fahrt auf, mit einem aktuellen Wert von 843,03 US-Dollar (Schlusskurs vom 15. Oktober 2021) konnte die Tesla-Aktie in diesem Jahr aber bisher nur um 19,47 Prozent zulegen.

Analystenurteil: Tesla-Aktie stark überbewertet

Auch wenn die Tesla-Aktie ihr hohes Niveau damit hält, scheinen einige Analysten keine Fans der E-Konzerns von Elon Musk zu sein. Wie das Marktportal "Investor's Business Daily" mithilfe von Daten von S&P Global Market Intelligence und MarketSmith herausgefunden hat, entsprechen die Papiere des E-Auto-Pioniers der drittgrößten als überbewertet eingeschätzten Position im S&P 500. Für noch stärker überbewertet halten die Börsenexperten nur Aktien des Rohstoffunternehmens Amcor und des Industriekonzerns Robert Half. Nach Meinung der Strategen ist die Tesla-Aktie um mehr als 13 Prozent überbewertet. In den nächsten zwölf Monaten werde der Kurs je Aktie auf 688,99 US-Dollar sinken, so der Konsens. Im Schnitt erhält das Papier von den Analysten aber eine "Hold"-Empfehlung.

Kursziele zwischen 150 und 1.200 US-Dollar

Das höchste Kursziel für das Papier liegt derzeit bei 1.200 US-Dollar und stammt von Piper Sanders-Analyst Alexander Potter. Die niedrigste Kurserwartung beträgt derweil 150 US-Dollar - also etwa 80 Prozent weniger als der aktuelle Wert. Craig Irwin von Roth Capital rechtfertigt dies unter anderem mit steigenden Materialkosten, die sowohl durch pandemiebedingte Verzögerungen in der Lieferkette sowie die zunehmende Inflation entstehen könnten. Aber auch der Druck durch Mitbewerber sei nicht zu vernachlässigen. Besonders chinesische Konkurrenten wie NIO, BYD und Xpeng werden dem Konzern mit Sitz im kalifornischen Palo Alto dabei gefährlich.

CFRA-Analyst lobt Teslas Expansionsstrategie

Dennoch gibt es auch positive Stimmen zur Tesla-Aktie, wie das Portal weiter berichtet. So hob Garrett Nelson vom Investmentunternehmen CFRA sein Kursziel für das Papier des Herstellers von E-Autos kürzlich auf 750 US-Dollar an. Zwar liegt Nelsons Einschätzung damit immer noch unter dem aktuellen Kurs der Aktie, zuvor lag das Ziel aber bei 675 US-Dollar, wie "GOBankingRates" schreibt. Als Grund dafür nannte der Analyst in einer Notiz, die der Webseite vorliegt, dass das Unternehmen mit einem langfristigen Ertragspotenzial und einer starken Leistung glänzen könne. "Viel wichtiger als die Quartalszahlen sind der Stand der Bauarbeiten in den neuen Fabriken in Texas und Deutschland sowie der Zeitpunkt der ersten Produktion des Cybertrucks und des Semi", so der Stratege. "Wir bleiben bei einer 'Hold'-Bewertung und aufgrund von Bedenken in Bezug auf den zunehmenden Wettbewerb bei Elektrofahrzeugen und Unsicherheiten in Bezug auf das Infrastrukturgesetz/künftige Steuergutschriften, da verschiedene Gesetzgeber ihre frühere Unterstützung für das Infrastrukturgesetz zunehmend zurückziehen." Laut Investor's Business Daily erhöhte Nelson seine Einschätzung für den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2021 um sieben Prozent auf 5,30 US-Dollar. Im vergangenen Jahr betrug der Wert noch 2,24 US-Dollar.

Tesla-Bulle Dan Ives bestätigt Kursziel von 1.000 US-Dollar

Eindeutig zuversichtlicher als sein Kollege Nelson äußert sich Dan Ives von der Investmentfirma Wedbush Securities. Laut dem Anlageportal hält Ives an seiner Einschätzung fest, dass die Tesla-Aktie innerhalb der nächsten zwölf Monate einen Kurssprung auf bis zu 1.000 US-Dollar verbuchen könnte. "Wir halten an unserem Outperform-Rating und dem Kursziel von 1.000 US-Dollar fest, da Tesla nach wie vor unser Favorit ist, wenn es darum geht, auf die grüne Welle und den 5-Billionen-US-Dollar-Markt für Elektrofahrzeuge im nächsten Jahrzehnt zu setzen", so der Experte in einer Notiz. "Kurz gesagt, der Wettbewerb nimmt von allen Seiten in diesem EV-Wettrüsten zu, das einen Überhang über Tesla und den gesamten Sektor gebildet hat. Dies ist jedoch nur der Beginn einer EV-Transformation, die die Automobilindustrie für die kommenden Jahrzehnte verändern wird, wobei Tesla die Führung übernimmt", ist sich Ives laut "StreetInsider" sicher.

Ungewöhnlich hohe Überbewertung

Die unterschiedlichen Einschätzungen zur Tesla-Aktie verdeutlichen: Das Unternehmen polarisiert unter den Analysten. Dennoch sei es Investor's Business Daily zufolge ungewöhnlich, dass eine im S&P 500 enthaltene Aktie von den Experten die Einschätzung erhält, mehr als zehn Prozent überbewertet zu sein. So werden nur 40 aller Indexmitglieder - also weniger als zehn Prozent - als zu hoch bewertet eingestuft. Im Schnitt gehen die Strategen davon aus, dass Titel dieser Art vier Prozent zu hoch bewertet sind. Tesla bricht hier also deutlich aus. Als Grund hierfür nennt das Portal die starke Diskrepanz zwischen Befürwortern und Kritikern, die sich in den Kurszielen äußert.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Zhang Peng/LightRocket via Getty Images, Justin Sullivan/Getty Images

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