Microsoft-Aktie im Aufwind: Pentagon-Millionenauftrag und Mercedes-F1-Partnerschaft im Fokus

Microsoft sichert sich einen millionenschweren Pentagon-Auftrag und erweitert gleichzeitig seine Partnerschaft mit dem Mercedes-F1 Team.
Werte in diesem Artikel
• Microsoft erhält Millionenauftrag aus dem Pentagon - Infrastruktur der Air Force im Fokus
• Partnerschaft mit Mercedes-Benz um F1-Team ausgeweitet
• Aktie mit positiver Tendenz
Millionenhoher Pentagon-Auftrag für Microsoft
Das US-Verteidigungsministerium hat Microsoft einen Festpreisauftrag über 170,44 Millionen US-Dollar für das "Cloud One Program" der US-Luftwaffe erteilt. Ziel des Projekts ist die Bereitstellung und Verwaltung von Cloud-Diensten über Microsoft Azure, um die digitale Infrastruktur der Air Force und ihrer Kunden zu unterstützen.
Die Arbeiten erfolgen an verschiedenen, von Microsoft bestimmten Standorten innerhalb der USA. Der Vertrag läuft bis zum 7. Dezember 2028 und wurde im Rahmen einer Direktvergabe ("Sole Source Acquisition") ausschließlich an Microsoft vergeben, wie aus der entsprechenden Mitteilung des US Department of War hervorgeht. Zuständig für die Auftragsvergabe ist das Air Force Life Cycle Management Center auf der Hanscom Air Force Base in Massachusetts.
Zum Zeitpunkt der Vergabe stellte das Verteidigungsministerium bereits 1,94 Millionen US-Dollar aus dem Haushaltsjahr 2026 für Betrieb und Instandhaltung bereit.
Partnerschaft mit Mercedes-F1-Team
Außerdem haben Microsoft und das Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team am Donnerstag eine mehrjährige Partnerschaft geschlossen, um mithilfe von Cloud- und KI-Technologien neue Maßstäbe in Effizienz und Leistung zu setzen - sowohl in der Fahrzeugentwicklung als auch auf der Rennstrecke. Ziel sei es laut entsprechender Pressemitteilung, die Transformation der Formel 1 im Zuge der Regeländerungen ab 2026 aktiv mitzugestalten, die auf Elektrifizierung, Nachhaltigkeit und technologische Innovation ausgerichtet sind.
Durch den Einsatz von Microsoft Azure, Microsoft 365 und GitHub will das Rennteam Daten in Echtzeit auswerten und in strategische Entscheidungen umsetzen. Die Partnerschaft konzentriert sich auf Bereiche wie Rennsimulationen, Leistungsanalysen, Teamkommunikation und KI-gestützte Entscheidungsprozesse. Über 400 Sensoren pro Fahrzeug erzeugen dabei mehr als eine Million Datenpunkte pro Sekunde - Microsofts Cloud-Infrastruktur ermöglicht deren sofortige Verarbeitung und Visualisierung.
Laut Mercedes-Teamchef Toto Wolff soll die Kooperation "schnellere Entscheidungen, intelligentere Strategien und nachhaltige Wettbewerbsvorteile ermöglichen - auf und neben der Rennstrecke". Auch Judson Althoff, Chief Commercial Officer bei Microsoft, betonte die Bedeutung der Partnerschaft: "Diese Partnerschaft rückt Microsofts Cloud- und KI-Technologien für Unternehmen in den Mittelpunkt des Rennsports, wo Millisekunden entscheiden und Daten über Erfolg oder Misserfolg bestimmen."
Die technologische Basis dafür bilden Azure-KI-Funktionen und Azure Kubernetes Services (AKS), die flexible Rechenkapazitäten und schnelle Skalierbarkeit erlauben. Ingenieure können so virtuelle Sensoren simulieren und Entwicklungszyklen beschleunigen - ohne zusätzliche physische Infrastruktur.
Die Zusammenarbeit ist zudem Teil der langjährigen Kooperation zwischen Microsoft und Mercedes-Benz, die bereits in Bereichen wie Smart Factories, Telemetrie und cloudbasiertem Engineering besteht. Nun soll diese digitale Innovationskraft gezielt in die Königsklasse des Motorsports übertragen werden.
So reagiert die Microsoft-Aktie
Am Donnerstag ging es für die Microsoft-Aktie im NASDAQ-Handel um letztlich 1,58 Prozent aufwärts auf 451,14 US-Dollar. Und auch zum Wochenschluss kann sich das Papier auf positivem Terrain halten, wenn auch nur sehr leicht. Im vorbörslichen NASDAQ-Handel gewinnt die Microsoft-Aktie zeitweise 0,1 Prozent auf 451,58 US-Dollar.
Redaktion finanzen.net
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