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15.04.2019 20:49
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Nach Flop von Fire Phone: Amazon will Alexa mit Apple-Konkurrent mobil machen

Kabellose Kopfhörer: Nach Flop von Fire Phone: Amazon will Alexa mit Apple-Konkurrent mobil machen | Nachricht | finanzen.net
Kabellose Kopfhörer
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Sie wurden zum Verkaufsschlager, den niemand erwartet hat: Die AirPods, kabellose Kopfhörer aus dem Hause Apple. Nun will anscheinend auch Amazon in den lukrativen Kopfhörermarkt einsteigen und in diesem Zuge auch seine Alexa mobil machen.
Bisher ist Amazons Sprachassistentin Alexa hauptsächlich in den vier Wänden der Nutzer zuhause. Mit den Echos, Bluetooth-Lautsprechern aus dem Hause Amazon, können alle Funktionen von Alexa genutzt werden: Sie beantwortet Fragen, wie beispielsweise nach dem Wetter, kann Musik abspielen oder Produkte online bestellen. Im Heim ihrer Besitzer ist Alexa schon recht etabliert, doch Amazon wagt nun einen weiteren Vorstoß und möchte mit kabellosen Kopfhörern dafür sorgen, dass seine Sprachassistentin ihre Nutzer auch unterwegs begleiten kann.

Kommen kabellose Kopfhörer von Amazon schon bald?

Wie Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen, die anonym bleiben wollen, berichtet, könnten Amazons Kopfhörer bereits in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Vom Aussehen her sollen sie dem Konkurrenzprodukt von Apple, den AirPods, stark ähneln, allerdings spiele der Online-Händler mit dem Gedanken, die Kopfhörer in den Farben schwarz und grau anzubieten. Von der Konkurrenz abheben sollen sich Amazons Ear-Pods durch eine bessere Audioqualität.

Mit dem Codewort "Alexa" soll die digitale Sprachassistentin "aufgeweckt" werden, die dieselben Funktionen bietet wie die in den Echos integrierte Version. Zusätzlich soll es laut Bloomberg eine physische Gestensteuerung geben: So könnten beispielsweise durch ein Antippen Anrufe entgegengenommen oder beendet werden oder der abgespielte Musiktitel gewechselt werden.

Die kabellosen Amazon-Kopfhörer sollen in einer Aufbewahrungshülle, die gleichzeitig als Ladegerät mit USB-Anschluss dient, daherkommen. Zum Preis für die Kopfhörer ist dem Bloomberg-Bericht nichts Näheres zu entnehmen.

Günstigere Preise als Konkurrenzprodukte denkbar

Da der E-Commerce-Riese Amazon jedoch stetig versucht, seine direkten Konkurrenten durch einen günstigeren Preis zu unterbieten, ist damit zu rechnen, dass auch Amazons Ear-Pods preislich unter Geräten wie Apples AirPods, die zwischen 179 und 229 Euro kosten, oder Samsungs Galaxy Buds, die es bereits ab 149 Euro gibt, liegen werden.

Für die integrierte Alexa wird Amazon allerdings auf die Hilfe genau ebenjener Konkurrenten angewiesen sein, die ebenfalls kabellose Kopfhörer produzieren. Denn die Kopfhörer müssen für ihre Funktionalität mit einem Smartphone gekoppelt sein. Der Versuch von Amazon, sein eigenes Fire Phone zu etablieren, scheiterte. Die meisten Nutzer, die Amazons Kopfhörer erwerben könnten, werden folglich Smartphones anderer Hersteller nutzen. Um die Nutzer zufriedenzustellen, sollten die Funktionen aber einwandfrei laufen und nicht etwa erst nach Starten einer App auf dem Smartphone abrufbar sein.

Nach stationären Smart Speakern jetzt den mobilen Markt erobern

Der Kopfhörermarkt könnte für Amazon ziemlich lukrativ sein: Wie einer Studie von Counterpart Research zu entnehmen ist, wurden im vierten Quartal des letzten Jahres 12,5 Millionen Paar kabellose Kopfhörer verkauft. Große Zahlen für ein Gadget, das anfangs bei der Markteinführung der AirPods noch belächelt wurde. Doch mit einem Marktanteil von 60 Prozent verkauft Apple hier bei weitem die meisten kabellosen Kopfhörer.

Um sich in diesem Bereich durchzusetzen, muss Amazon also richtig liefern. Mit günstigen Preisen, vollumfänglichen Alexa-Funktionen und einer guten Usability könnte der Online-Händler versuchen, auch den mobilen Markt zu erobern. Doch das klingt alles andere als abwegig: Auf dem Markt der Smart Speaker - Lautsprecher wie Amazons Echo oder Apples HomePod - liegt Amazon der Konkurrenz bereits um Meilen voraus, beim mobilen kabellosen Kopfhörermarkt könnte dies ähnlich laufen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Twin Design / Shutterstock.com, Jonathan Weiss / Shutterstock.com

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