17.12.2021 17:54

Bayer-Nierenmedikament dürfte bald in der EU zugelassen werden - Bayer-Chef begrüßt Supreme-Court-Schritt bei Roundup - Aktie gibt ab

Kerendia: Bayer-Nierenmedikament dürfte bald in der EU zugelassen werden - Bayer-Chef begrüßt Supreme-Court-Schritt bei Roundup - Aktie gibt ab | Nachricht | finanzen.net
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Das Nierenmedikament Finerenon von Bayer kann wahrscheinlich schon bald auch in der Europäischen Union verkauft werden.
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Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) empfahlt laut einer Mitteilung vom Freitag das Mittel mit dem Markennahmen Kerendia für die Zulassung.

Die finale Entscheidung der EU-Kommission steht nun als nächstes an. Zwar muss diese der Empfehlung der CHMP-Experten nicht folgen, doch tut sie es üblicherweise. Das Medikament könnte dann zur Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Nierenerkrankung und Typ-2-Diabetes eingesetzt werden. Es soll unter anderem das Risiko für Nierenversagen und Herzprobleme verringern. In den USA darf das Mittel bereits seit dem Sommer verkauft werden.

Für Bayer ist ein Erfolg neuer Medikamente wichtig, da in den kommenden Jahren der Patentschutz für wichtige Umsatzbringer wie den Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea nach und nach wegfallen wird. Analysten trauen Finerenon durchaus Blockbuster-Potenzial zu - also einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar -, sehen das Mittel aber auch in einem harten Wettbewerb.

Bayer-Chef begrüßt Supreme-Court-Schritt bei Roundup

Im Rechtsstreit um mutmaßliche Gesundheitsrisiken des Unkrautvernichters Roundup wertet Bayer-Chef Werner Baumann die Aufforderung des Obersten Gerichtshofs der USA an die US-Regierung, sich zu dem Fall zu äußern, als ermutigenden Schritt.

Bayer hatte den Fall von Edwin Hardeman vor den Obersten Gerichtshof gebracht, der das glyphosathaltige Herbizid für seine Krebserkrankung verantwortlich macht. Die Forderung des Supreme Court bedeute, dass dieser Interesse an dem Fall zeige, und der Konzern werde seine Strategie zur Begrenzung der Risiken von Roundup-Prozessen fortsetzen, sagte Baumann dem Wall Street Journal.

Das Unternehmen kämpft seit der Übernahme von Monsanto, dem ursprünglichen Eigentümer des Produkts, im Jahr 2018 mit Roundup-Klagen. Vergleichsverhandlungen hat der Konzern nun aber ausgesetzt, während das Gericht prüft, ob es dem Antrag von Bayer auf Aufhebung eines früheren Urteils zu Roundup stattgibt.

Am Montag bat der Supreme Court die US-Generalstaatsanwältin Elizabeth Prelogar um eine Stellungnahme der Regierung dazu, ob er sich mit der Berufung von Bayer befassen solle. Analysten und Führungskräfte von Bayer hatten zuvor erklärt, die Chancen seien gering, dass sich das Oberste Gericht mit dem Fall befassen werde. Der Supreme Court verhandelt nur etwa 70 Fälle pro Amtszeit, ein kleiner Prozentsatz der Tausende von Fällen, mit denen er befasst wird.

"Dies ist ein ermutigender Schritt", sagte Baumann. "Der Oberste Gerichtshof der USA hat Interesse an unserem Fall Hardeman gezeigt."

Einige Investoren gaben allerdings zu bedenken, dass das Gericht den Antrag von Bayer auf Überprüfung des Urteils auch später noch ablehnen oder letztlich gegen das Unternehmen entscheiden könnte.

Mit der 63 Milliarden US-Dollar teuren Akquisition von Monsanto hat Bayer eine große Wette auf die Landwirtschaft abgeschlossen. Der Deal sollte dem deutschen DAX-Konzern helfen, von einer steigenden Nachfrage aufgrund des raschen Bevölkerungswachstums zu profitieren. Stattdessen setzte sich Bayer einem unbefristeten Rechtsstreit über Monsantos Herbizid Roundup und Glyphosat aus.

Die Ungewissheit über die Haftung, steigende Prozesskosten und einige gescheiterte Versuche, Rechtsstreitigkeiten beizulegen, haben den Aktienkurs von Bayer belastet und die Anleger verärgert. Bayer pocht darauf, dass die Chemikalie sicher ist. Auch die US-Bundesumweltschutzbehörde EPA hat erklärt, dass Roundup keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstelle.

Das Interesse des Supreme Court an dem Fall sei zwar positiv zu sehen. Dies bedeute aber auch, dass die Investoren monatelang nicht wissen werden, "ob Bayer letztendlich den ganzen Fall gewinnt oder verliert", sagte Markus Manns, Fondsmanager beim deutschen Vermögensverwalter Union Investment, der Bayer-Aktien besitzt.

Die Bayer-Aktie verlor via XETRA letztlich 0,39 Prozent auf 46,53 Euro.

/mis/tav/jha/

AMSTERDAM (dpa-AFX) / BERLIN (Dow Jones)

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