Lyft-Aktie bricht zweistellig ein: Enttäuschende Prognose und durchwachsene Zahlen

Der US-Fahrdienstvermittler Lyft hat am Dienstag nachbörslich gemischte Zahlen vorgelegt und damit an der Börse für erhebliche Turbulenzen gesorgt.
Werte in diesem Artikel
• Rekordwachstum bei aktiven Nutzern im vierten Quartal
• Operativer Verlust im Gesamtjahr
• Ausblick enttäuscht
Lyft konnte im vierten Quartal 2025 operative Fortschritte und eine überraschend hohe Profitabilität vorweisen, doch eine schwächere Umsatzentwicklung sowie ein vorsichtiger Ausblick ließen Anleger die Reißleine ziehen:
Die Lyft-Aktie verliert am Mittwoch im Handel an der NASDAQ zeitweise 16,65 Prozent auf 14,05 US-Dollar.
Umsatz unter Erwartungen, Gewinn mit Sondereffekt
Im Schlussquartal 2025 erzielte Lyft laut Pressemitteilung einen Umsatz von rund 1,59 Milliarden US-Dollar und blieb damit spürbar unter den Markterwartungen, die laut "CNBC" bei rund 1,76 Milliarden US-Dollar lagen. Das Unternehmen betonte jedoch, dass der Umsatz im Berichtszeitraum von Rechts-, Steuer- und Regulierungsrückstellungen belastet worden sei und ohne diese Faktoren bei 1,8 Milliarden US-Dollar gelegen hätte.
Beim Ergebnis je Aktie überraschte Lyft zunächst deutlich positiv. Das ausgewiesene EPS lag laut "Investing.com" mit 6,72 US-Dollar erheblich über den Analystenschätzungen von 0,13 US-Dollar - allerdings wurde dieser Sprung rasch relativiert. So sei ein erheblicher Teil des starken Ergebnisses auf Sondereffekte zurückzuführen, darunter bilanzielle Anpassungen und Steuereinflüsse. Im gesamten Geschäftsjahr verbuchte der Uber-Konkurrent überraschend einen operativen Verlust von 188,4 Millionen US-Dollar, während Analysten laut "Reuters" mit einem Gewinn von 33,3 Millionen US-Dollar gerechnet hatten.
Allerdings konnte Lyft operativ auch durchaus Fortschritte vorweisen. Die Bruttobuchungen stiegen in Q4 im Jahresvergleich um rund 19 Prozent auf 5,1 Milliarden US-Dollar, und auch die Zahl aktiver Nutzer legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 18 Prozuent auf 29,2 Millionen zu. Das Unternehmen bezeichnete dies als ein "Rekordwachstum", Analysten hatten laut "CNBC" allerdings mit 29,5 Millionen und damit noch mehr aktiven Nutzern gerechnet. Auch die Anzahl der Fahrten verfehlte laut der Nachrichtenseite mit 243,5 Millionen die Schätzungen von 256,6 Millionen.
Schwache Prognose belastet die Stimmung
Ausschlaggebend für die negative Reaktion der Anleger an der Börse ist jedoch wohl auch vor allem der Ausblick. Für das erste Quartal 2026 stellte Lyft Bruttobuchungen in einer Spanne von 4,86 bis 5,00 Milliarden US-Dollar in Aussicht, sowie einen bereinigten Kerngewinn von 120 bis 140 Millionen US-Dollar. Letzterer liegt laut "Reuters" unter den Expertenschätzungen von 139,4 Millionen US-Dollar. Das Management des Fahrdienstvermittlers verwies in diesem Zusammenhang auf externe Belastungsfaktoren, darunter wetterbedingte Effekte durch den Wintersturm in den USA, der den Reiseverkehr in den gesamten USA gestört habe, und ein anspruchsvolles Wettbewerbsumfeld.
Für die zweite Jahreshälfte werde aufgrund einer Gesetzesänderungen in Kalifornien, die zu niedrigeren Preisen für Mitfahrgelegenheiten beigetragen hätte, allerdings mit einer Verbesserung der Nachfrage gerechnet. "Wir gehen davon aus, dass dies die Nachfrage im Laufe der Zeit steigern wird. Eine breite Akzeptanz bei den Verbrauchern wird jedoch Zeit brauchen, und wir erwarten nun, dass sich dieser Effekt vor allem in der zweiten Jahreshälfte zeigen wird", heißt es in der Pressemitteilung. Dies sowie die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms im Volumen von einer Milliarde US-Dollar konnte die Sorgen der Anleger jedoch offenbar nicht zerstreuen.
Redaktion finanzen.net
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