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aktualisiert: 25.10.2013 22:55
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Glücksspiel-Branche: Drei heiße Aktien

Macau boomt, Las Vegas hat sich wieder erholt. Kein Wunder, dass die großen Kasino-Aktien bereits teuer sind. Umso spannender sind Aktien aus der zweiten Reihe - wahre Geldautomaten.
€uro am Sonntag
von Tim Schäfer, Euro am Sonntag

Kasino-König Lui Che-Woo ist dieses Jahr um zehn Milliarden Dollar reicher geworden. Der Chef der Galaxy Entertainment Group gilt als zweitreichster Asiate. Bloomberg beziffert sein Vermögen auf mehr als 22 Milliarden Dollar. Sein wichtigster Besitz: eine von sechs Spiellizenzen in Macau – es ist eine Lizenz zum Gelddrucken.

Das Zockerparadies Macau, eine Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China, boomt. Neue Hochgeschwindigkeitszüge, Hotels und Luxusläden locken immer mehr wohlhabende Chinesen an. Das Milliardenvolk China beginnt gerade, sich für Roulette, Blackjack und Spielautomaten zu interessieren.
Macau übertrifft schon heute Las Vegas, das einstige Kasino-Mekka, um ein Vielfaches im Umsatz. Allein im September zog der Spielumsatz um 21 Prozent an. Der Kurs von Luis börsennotierter Galaxy-Aktie verdoppelte sich in den vergangenen zwölf Monaten.

Über die Krise gerettet
Anleger, die am Boom des asiatischen Glücksspiels teilhaben wollten, setzten lange Zeit auf die größten Konkurrenten des asiatischen Magnaten: Kasino-Konzerne aus der Wüste Nevadas.
Die Las-Vegas-Riesen MGM, Wynn und Sands agieren auf beiden Seiten des Pazifischen Ozeans. So gelang es ihnen nicht nur, den Einbruch des Stammgeschäfts in den USA im Zuge der Immobilienkrise auszugleichen. Vielmehr schufen sich die drei Großen ein zweites Standbein, das für einen Großteil des Gewinnwachstums der vergangenen Jahre verantwortlich war.

Weil sich nun, fünf Jahre nach dem Kollaps von Lehman Brothers, die Situation in Las Vegas wieder stark verbessert hat, bekamen die klassischen Kasino-Aktien einen extra Schub. Doch nun sind die Bewertungen von MGM, Sands und Wynn üppig.

Vom Trend profitieren
Attraktiver sind deshalb kleinere Spezialwerte, die nicht jeder Branchenanalyst auf dem Schirm hat. Und es gibt sie, diese Zulieferer, die voll vom Asien-Boom profitieren und deren Kurse noch nicht ausgereizt sind.

International Game Technology, IGT, ist so ein typischer Hidden Champion. Der Weltmarktführer für Spielautomaten setzt rund zwei Milliarden Dollar um. Die operative Marge glänzt mit 26 Prozent, die Netto­umsatzrendite mit zwölf Prozent.

Das Geschäft brummt weiter. Erst Ende September konnte sich das Management über einen Großauftrag für 7.000 Videopoker-Terminals freuen. Caesars Entertainment möchte mit den neuen Terminals veraltete Spielautomaten in seinen Kasinos ersetzen.

Und auch im stark wachsenden Markt für Onlinegaming ist IGT vertreten. Vorstandschefin Patti Hart übernahm das Onlineunternehmen DoubleDown Casino für eine halbe Milliarde Dollar. Der Anbieter von Pokerspielen über Social-Media-Plattformen zieht täglich 1,7 Millionen Nutzer an. Jeder Kunde gibt im Schnitt 0,40 Dollar pro Tag aus.

Auf Gewinn programmiert
Während in der Werbung und im Film Kasino-Szenen meist nur an edlen Roulette- und Baccaratischen spielen, sind Automaten das eigentliche Kerngeschäft der Kasinos. Sie sind wahre Cashmaschinen. 70 Prozent des Spielumsatzes entfällt erfahrungsgemäß auf solche Automaten, nur 30 Prozent auf die traditionsreichen Tische mit Roulette, Poker und Blackjack.

Die modernen Versionen der einarmigen Banditen können sich bereits nach 30 bis 60 Tagen amortisieren. Um die Spieler möglichst lange bei der Stange zu halten, lassen sich die Betreiber viel einfallen. Um die Stimmung zu heben, pumpen sie reinen Sauerstoff in die Räume. Das künstliche Licht ist derart abgestimmt, dass niemand merkt, wie die Zeit vergeht.

Ein weiteres spannendes Unternehmen in diesem zwielichtigen Gewerbe ist der Automatenhersteller Bally Technologies. Dessen Chef Ramesh Srinivasan kaufte im Sommer für 1,3 Milliarden Dollar den Hersteller von Spielkartenmisch­geräten SHFL Entertainment. Mit dem vergrößerten Portfolio erhofft er sich Synergien. SHFL ist auch online präsent und überträgt hier live Kartenspiele ins Internet. Das gibt dem Nutzer das Gefühl, in einem echten Kasino zu sitzen.

Dass die Nischenanbieter heiß begehrt sind, zeigte sich Ende Januar, als sich Lottoriese Scientific Games den Automatenhersteller WMS Industries aus Illinois für 1,5 Milliarden Dollar unter den Nagel riss. WMS hatte kurz vor dem Deal 100 neue Slotmaschinen entwickelt, deren Spielcharaktere auf Hollywoodfilmen basierten. Die Offerte der New Yorker lag gut 50 Prozent über dem Schlusskurs des Vortags. Normalerweise reagiert der Kurs des Käufers nach unten. Die Scientific-Aktie kletterte am gleichen Tag um 13 Prozent. Verblüffend ist das nicht.

Die Zulieferer sind schlank und rank. Im Gegensatz zu den Kasinos müssen sie nicht milliardenteure Hotels bauen und Heerscharen an Servicepersonal einstellen.
Anleger müssen wissen: Die Gambling-Branche ist konjunkturanfällig. In rezessiven Zyklen halten die Konsumenten ihr Geld zusammen, dann leidet das Geschäft.

Doch dank des wachsenden Reichtums in Asien ist ein neuer struktureller Trend entstanden. Und mit Automatenaktien haben Aktionäre auf jeden Fall bessere Gewinnchancen als die Spieler in Macau. 

Investor-Info

Der Glücksspielmarkt
Asien pokert hoch

Mit 38 Milliarden Dollar wurden im vergangenen Jahr mehr als sechsmal so viele Dollar in Macau wie in Las Vegas umgesetzt. Der Umsatz pro Besucher ist in Asien höher als in den USA. Der extrem hohe Wert in Macau hängt wohl auch damit zusammen, dass Festland-Chinesen die Sonderzone nutzen, um die Kapitalkontrollen zu umgehen und Geld ins Ausland zu schaffen.













International Game Tech
Eine gute Wette

Der Slotmaschinenhersteller hat eine Trendwende beim Gewinn geschafft. Moderat ist das KGV mit circa 14, solide die Dividende mit 2,1 Prozent. Die Expansion ins Online-Spielgeschäft sorgt für zukünftige Wachstumschancen. Massive Aktienrückkäufe sind ein weiteres Kaufargument.

Bally Technologies
Setzen auf Cashflow

Der 1932 gegründete Automatenhersteller ist ein echtes Cashwunder. Zuletzt kam ein Cashflow von 205 Millionen Dollar bei knapp einer Milliarde Dollar Umsatz zusammen. Der Vorstand kauft im großen Stil eigene Aktien zurück. Durch Firmenübernahmen erreicht Bally nun auch Onlinespieler.

Scientific Games
Chance auf Übernahme

Das Unternehmen kauft seit Jahren im großen Stil eigene Aktien zurück. Milliardeninvestor Ronald Perelman, der auf 14 Milliarden Dollar geschätzt wird, hält 38 Prozent der Anteile am Lottoanbieter aus New York. Eine Übernahme durch Perelman ist nicht ausgeschlossen. tim

Nachrichten zu Wynn Resorts Ltd.

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10.05.2019Wynn Resorts Market PerformTelsey Advisory Group
31.01.2019Wynn Resorts Market PerformTelsey Advisory Group
08.11.2018Wynn Resorts Market PerformTelsey Advisory Group
02.08.2018Wynn Resorts BuyStifel, Nicolaus & Co., Inc.
10.07.2018Wynn Resorts BuyStifel, Nicolaus & Co., Inc.
10.05.2019Wynn Resorts Market PerformTelsey Advisory Group
31.01.2019Wynn Resorts Market PerformTelsey Advisory Group
08.11.2018Wynn Resorts Market PerformTelsey Advisory Group
02.08.2018Wynn Resorts BuyStifel, Nicolaus & Co., Inc.
10.07.2018Wynn Resorts BuyStifel, Nicolaus & Co., Inc.
27.01.2017Wynn Resorts NeutralInstinet
12.10.2016Wynn Resorts HoldDeutsche Bank AG
20.07.2016Wynn Resorts NeutralUBS AG
13.04.2016Wynn Resorts HoldDeutsche Bank AG
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25.09.2015Wynn Resorts UnderperformTelsey Advisory Group
20.07.2011Wynn Resorts sellCitigroup Corp.
22.12.2006Update Wynn Resorts Ltd.: Sector UnderperformCIBC World Markets

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