MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

12.01.26 07:31 Uhr

Die Ölpreise setzten ihre steigende Vortagesentwicklung fort. Das Barrel der US-Sorte WTI verteuerte sich um 2,4 Prozent auf 59,12 Dollar. Stützend wirkte die Warnung von Präsident Trump, dass die USA den Iran "sehr hart" treffen würden, sollte die Regierung dort Proteste gewaltsam unterdrücken. Positiv wirkte auch ein Gesetzesvorhaben des US-Kongresses, das harte Maßnahmen gegen Käufer von sanktioniertem russischem Öl ermöglichte.

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US-GELDPOLITIK

Der Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank Fed spitzt sich weiter zu. Nun haben Staatsanwälte gegen Jerome Powell wegen seiner Aussage im vergangenen Sommer über das Renovierungsprojekt des Zentralbankgebäudes Ermittlungen aufgenommen, sagten Regierungsbeamte, die Kenntnis von der Angelegenheit haben. Er habe am Freitag einen Ermittlungsbescheid zugestellt bekommen, wo mit einer strafrechtlichen Anklage im Zusammenhang mit seiner Aussage vor dem Bankenausschuss des Senats gedroht werde, sagte der Fed-Chef. Gegenstand der Untersuchungen ist die milliardenschwere Renovierung der Notenbank, die Trump bereits im Vorfeld wegen ausufernder Kosten kritisiert hatte.

ÖLMARKT

US-Präsident Trump hat Führungskräfte von fast zwei Dutzend Ölkonzernen gedrängt, sich in Venezuela zu engagieren und eines der größten Ölvorkommen der Welt anzubohren. Die Führungskräfte der größten Unternehmen, die derzeit nicht in dem Land tätig sind, hielten sich bei der Unterredung am Freitag jedoch mit Zusagen schneller Investitionen zurück.

MERCEDES-BENZ

Der Premiumautohersteller passt seine Strategie beim autonomen Fahren an. Mercedes-Benz stellt Pläne für autonome Assistenzsysteme, die das freihändige Fahren ermöglichen, vorerst zurück. So soll in der überarbeiteten Oberklassenlimousine S-Klasse das Fahren auf dem sogenannten Level 3, bei dem der Mensch am Steuer Filme schauen kann, nicht mehr verfügbar sein, heißt es aus Konzernkreisen. Die neue S-Klasse wird Ende Januar vorgestellt. Stattdessen will sich der Konzern zunächst verstärkt auf automatisierte Fahrerassistenten konzentrieren, bei denen der Fahrer jederzeit aufmerksam bleiben muss. (Handelsblatt)

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VW

Volkswagen will mit der neuen Markengruppen-Struktur in der Produktion bis zum Jahr 2030 eine Milliarde Euro sparen. Das erfuhr die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche aus Konzernkreisen. Die Pläne von Brand-Group-Core-Chef Thomas Schäfer sehen vor, 600 Millionen Euro beim Personal und 400 Millionen in der Fertigung selbst einzusparen, etwa durch die gemeinsame Nutzung von Plattformen, hieß es. Die Maßnahmen sind Teil der Performance-Programme der Marken. In der Brand Group Core sind die Volumenhersteller VW Pkw, Seat/Cupra, Skoda und VW Nutzfahrzeuge gebündelt. Die neue Struktur sieht vor, dass die Werke regional gemanagt werden statt von den Marken. Begonnen hat der Umbau bereits in Spanien und Portugal. (Automobilwoche)

WIRECARD

Für den früheren Wirecard-Vorstandschef Markus Braun zeichnet sich eine Verurteilung zu einer Haftstrafe von mehr als zehn Jahren ab. Das geht aus einem Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) München hervor, der dem Handelsblatt vorliegt. Mit der Entscheidung vom 4. Dezember wies das OLG eine Beschwerde Brauns gegen seine Untersuchungshaft ab. Demnach habe sich der Tatverdacht nach mehr als 230 Hauptverhandlungsterminen weiter verdichtet. Das Urteil könnte im Laufe des zweiten Quartals gesprochen werden. (Handelsblatt)

BAYWA

Nach nur zehn Monaten im Amt wird der Vorstandsvorsitzende der Baywa AG, Frank Hiller, abgelöst. Der Aufsichtsrat und Frank Hiller hätten sich darauf verständigt, dass er mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand ausscheide, teilte der Konzern am Freitagnachmittag mit. Die Restrukturierung ist laut Baywa "im Plan und wird unvermindert fortgesetzt".

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NOVARTIS

investiert in den USA und errichtet die vierte US-Produktionsstätte für Radioligandentherapie (RLT) in Winter Park im Bundesstaat Florida. Die Anlage sei Teil der im April 2025 angekündigten US-Investition des Unternehmens in Höhe von 23 Milliarden US-Dollar, erklärte der Pharma-Konzern. Die neue Anlage soll bis 2029 in Betrieb genommen werden.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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January 12, 2026 01:31 ET (06:31 GMT)