MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

30.01.26 07:34 Uhr

kommende Jahr drückte die Aktie aber 9,4 Prozent ins Minus. STMicro (-5,8%) konnten sich der negativen Stimmung nicht entziehen. Der Chip-Hersteller hatte Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt und eine Prognose für das erste Quartal abgegeben, die leicht über den Erwartungen lagen, wie die Citi-Analysten anmerken.

Wer­bung

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Sehr schwach - Der Kurseinbruch der SAP-Aktie hat den DAX unter Druck gesetzt. Der Current Cloud Backlog (CCB) bei SAP, der die gesicherten Aufträge auf Sicht eines Jahres beziffert und eine zentrale Kennzahl bei dem Konzern darstelle, sei mit 25 Prozent währungsbereinigtem Wachstum im vierten Quartal schwächer ausgefallen als erwartet, so Morgan Stanley. Die Bank of America strich den soliden Ausblick und den Aktienrückkauf über 10 Milliarden Euro positiv heraus. Für die SAP-Aktie ging es 16,1 Prozent nach unten. Deutsche Bank verloren nach einem volatilen Verlauf 1,2 Prozent. Der Ausblick für 2026 wirke enttäuschend und die Ergebnisse dürften für die Anleger kaum ausschlaggebend sein, so Thomas Hallett und Andrew Stimpson von Keefe, Bruyette & Woods. DWS gewannen 9,9 Prozent. Die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank übertraf im vierten Quartal sowohl die eigene Gewinnprognose als auch jene der Analysten. Nemetschek verloren 3,6 Prozent. Die vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 hatten weitgehend sowohl den Prognosen von MWB als auch denen des Marktes entsprochen. Die Zahlen hätten bestätigt, dass die erhöhte Umsatzprognose und das Rentabilitätsziel erreicht worden seien. Eckert & Ziegler verbesserten sich nach vorläufigen Ergebnissen für 2025 um 2,5 Prozent.

XETRA-NACHBÖRSE

Nach der Talfahrt im regulären Geschäft haben sich die Kurse im nachbörslichen Handel am Donnerstag etwas erholt. Den Impuls dazu könnte unter anderem die Wall Street geliefert haben, die im Handelsverlauf einen Teil ihrer anfänglichen Verluste wettmachte. Adidas stiegen um 6,5 Prozent, nachdem der Sportartikelhersteller 2025 nach einen Angaben einen Rekordumsatz erreicht und den Gewinn gesteigert hatte. Zudem kündigte Adidas einen Aktienrückkauf an.

USA - AKTIEN

Uneinheitlich - Nachdem die US-Notenbanksitzung am Vortag dem Markt keine Impulse gegeben hatte, rückte die laufende Berichtsperiode wieder in den Vordergrund. Die Geschäftsausweise von Meta Platforms, IBM und Microsoft lieferten aber kein einheitliches Bild. Während IBM (+5%) und vor allem Meta (+10,4%) mit einem optimistischen Ausblick die KI-Euphorie am Leben hielten, überzeugte Microsoft (-10%) die Anleger nicht. Der Software-Konzern sprach von steigenden Kosten im Zusammenhang mit KI und prognostizierte einen schwächeren Umsatzausblick der Azure-Cloud-Sparte als angenommen. Bei Tesla (-3,5%) war der Rückgang des Betriebsergebnisses geringer als vom Markt befürchtet ausgefallen. Dank unerwartet starker Margen wurden die Gewinnerwartungen übertroffen. Zudem will der E-Autohersteller in einer Fabrikationsstätte statt eigener Fahrzeuge nun Optimus-Roboter fertigen, wie CEO Elon Musk mitteilte. Bei Sherwin-Williams (+1,5%) lag der Jahresausblick unter den Schätzungen, das bereinigte Quartalsergebnis darüber. Caterpillar (+3,3%) hatte im vierten Quartal einen Umsatzsprung verzeichnet - der bereinigte Gewinn schlug die Markterwartungen. Der Gewinn von Honeywell International (+4,9%) ist im vierten Quartal belastet durch Rückstellungen gesunken - der Erlös des Industriekonglomerats stieg jedoch aufgrund der andauernden Nachfrage. Lockheed Martin (+4,2%) erlöste in der Schlussperiode 2025 mehr als vorausgesagt. Nach überzeugenden Zweitquartalszahlen sprangen Lam Research um 3,6 Prozent nach oben. Southwest Airlines hoben nach positivem Quartalsausweis um 18,6 Prozent ab.

Wer­bung

USA - ANLEIHEN

Am Anleihemarkt fielen die Renditen, im Zehnjahresbereich 2 Basispunkte auf 4,23 Prozent. Damit schien der Markt im laufenden Jahr weiter auf Zinssenkungen zu setzen. US-Präsident Donald Trump hat derweil auf Truth Social seine Forderung an die US-Notenbank, die Zinsen zu senken, wiederholt. Marktteilnehmer verwiesen indessen auch auf das überraschend stark gestiegene Handelsbilanzdefizit und den Haushaltsstreit, der eine neuerliche Schließung von Behörden zur Folge haben könnte.

+++++ DEVISENMARKT +++++

Devisen zuletzt +/- % 0:00 Vortag Do, 17:20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1924 -0,4% 1,1969 1,1933 +1,8%

EUR/JPY 183,44 +0,2% 183,13 182,59 -0,4%

EUR/CHF 0,9159 +0,1% 0,9153 0,9164 -1,3%

EUR/GBP 0,8670 +0,0% 0,8667 0,8663 -0,7%

Wer­bung

USD/JPY 153,84 +0,5% 153,00 153,01 -2,1%

GBP/USD 1,3753 -0,4% 1,3810 1,3776 +2,5%

USD/CNY 6,9741 -0,1% 6,9829 6,9829 -0,7%

USD/CNH 6,9466 +0,0% 6,9449 6,9503 -0,5%

AUS/USD 0,6999 -0,7% 0,7049 0,7004 +5,5%

Bitcoin/USD 82.393,95 -2,4% 84.399,80 84.789,45 +0,7%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

Nach der leichten Erholung am Vortag von allerdings ganz niedrigem Niveau sank der US-Dollar nun wieder leicht - der Dollar-Index büßte 0,1 Prozent ein. Anleger blieben hinsichtlich des Greenback pessimistisch. "Es gibt keine Anzeichen, dass die Märkte schon jetzt bereit sind, den Dollar-Pessimismus abzubauen", meinte ING-Analyst Francesco Pesole. Kommentare von US-Finanzminister Scott Bessent hatten am Mittwoch nach Aussage von Analysten der Deutschen Bank zu einer Stabilisierung des US-Dollar geführt. Bessent hatte sich für eine "Politik eines starken Dollar" ausgesprochen.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 5.179,32 5.380,15 -3,7% -200,83 +22,6%

Silber 110,26 115,64 -4,7% -5,38 +63,8%

Platin 2.088,79 2.205,78 -5,3% -116,99 +29,3%

Kupfer 6,04 6,20 -2,7% -0,17 +3,5%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

Bei Gold und Silber kam es zu Gewinnmitnahmen, nachdem die Edelmetalle im Verlauf des Donnerstags auf weitere Rekordhochs gesprungen waren angesichts der Spannungen rund um den Iran. Gold verbilligte sich um 0,5 Prozent auf 5.390 Dollar je Feinunze. Der Silberpreis sank um 0,8 Prozent. Der Goldpreis baut seine Abgaben im frühen Handel am Freitag noch aus.

ÖL

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 64,42 65,42 -1,5% -1,00 +10,0%

Brent/ICE 69,83 70,71 -1,2% -0,88 +10,6%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

Für die Ölpreise ging es mit den zunehmenden geopolitischen Risiken steil aufwärts - auf die höchsten Stände seit September. Zu den preistreibenden Risiken gehörten mögliche US-Maßnahmen gegen den Iran und die andauernden ukrainischen Angriffe auf die russische Exportinfrastruktur, erläuterte Analyst Vikas Dwivedi von Macquarie. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 3,5 Prozent auf 65,42 Dollar. Brent legte in ähnlichem Umfang zu.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

ATOSS SOFTWARE

hat im vergangenen Jahr mit dem Rückenwind eines starken Schlussquartals ihre operative Ertragskraft stärker verbessert als erwartet. Zudem hat der Münchner Workforce Spezialisten sein eigenes EBIT-Margenziel deutlich übertroffen. Den Aktionären will Atoss Software für 2025 eine höhere Dividende von 2,28 (Vorjahr: 2,13) je Aktie zahlen. Für das laufende Jahr rechnet Atoss Software mit weiter steigenden Umsätzen, allerding bei einer niedrigeren EBIT-Marge als 2025. Für das vierte Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

. BERICHTET

4. QUARTAL 4Q25 ggVj 4Q24

Umsatz 50 +12% 45

EBIT 20 +13% 18

EBIT-Marge 40 -- 40

Ergebnis nach Steuern 14 +14% 13

Ergebnis je Aktie 0,90 +14% 0,79

IPO / ASTA ENERGY

hat den Ausgabepreis für seine Aktien im Zuge des Börsengangs auf je 29,50 Euro festgelegt. Angeboten hatte der österreichische Elektrodrahthersteller aus der Nähe von Wien die Aktien in einer Spanne von je 27,50 bis 29,50 Euro. Insgesamt wurden im Rahmen des Angebots rund 6,45 Millionen Aktien platziert. Mit dem Bruttoemissionserlös von ca. 125 Millionen Euro soll das internationale Wachstum beschleunigt werden. Der erste Handelstag im Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse soll der Freitag sein.

APPLE

hat im ersten Geschäftsquartal dank boomender iPhone-Verkäufe einen Rekordgewinn verzeichnet. Damit schloss das Unternehmen ein turbulentes Jahr ab, in dem es mit Zöllen und anderen Herausforderungen bei der Einführung neuer KI-Funktionen konfrontiert war. Der iPhone-Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 85,3 Milliarden US-Dollar, da die Kunden, begeistert von Apples neuer iPhone-17-Produktreihe, ihre Smartphones schneller als üblich aufrüsteten. Dies verhalf Apple zu einem Rekordumsatz und -gewinn im Quartal, die die Erwartungen der Wall Street übertrafen. Besonders stark war der Absatz in China, wo Apple in den vergangenen Jahren durchwachsene Ergebnisse verzeichnet hatte.

OPENAI

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 30, 2026 01:34 ET (06:34 GMT)